Vegetarische Sommermode – Karottenhose

Heute widmen wir uns auf der Alm einem kleinen Modediskurs in Sachen Sommeroutfit.
Schließlich sollten wir für diese Jahreszeit gut gerüstet sein und mit unserem modischen Anblick nicht gänzlich aus dem Rahmen fallen.
So stellt uns dieses Jahr die Stardesignerin Vege Taria auf der Fashionweek ein ganz besonderes Schmankerl vor.
Eine Neuauflage der in den 80er Jahren angesagten Karottenhose. Die schmale Schnittform der Hosenbeine als sexy Sommerlook. Selbstverständlich hergestellt aus biologisch abbaubaren Textilien und gesunden Vitaminen, die sich positiv auf die Haut auswirken. Das grelle Orange ist der ideale Hingucker auf jeder Party. Figurbetont lässt sich entspannt durch die Straßen schlendern. Achten Sie aber bitte auf die Zeiten der Müllabfuhr in Ihrer Gegend. Leider gingen bereits mehrere Beschwerden ansonsten restlos begeisterter Kunden ein, die aufgrund der Hosenfarbe versehentlich mit Müllmännern verwechselt wurden.
Auch vor Kanninchenställen sollte ausreichend Abstand gehalten werden, um angefressene Hosenbeine zu vermeiden.
Ansonsten können wir diese Karottenhose wärmstens empfehlen und sind sicher, dass sie die Modewelt wie Phönix aus der Erde erobern wird. 🙂

Vegetarische Sommermode - Karottenhose
Neuauflage einer sexy Karottenhose von Stardesignerin Vege Taria.

 

©mauswohn
Bildquelle: Internet

 

 

Lieben Sie Emojis? Dann haben wir etwas für Sie …😍😍😍

Tetris manuell

Nachdem unser Grusical „Tomaten-Psycho“ so gut vom Publikum angenommen und von Herrn Ösi in einem fabelhaften Tomaten-Monolog weiter gesponnen wurde, haben wir beschlossen, die Kochsparte ein wenig auszubauen. Natürlich nicht mit herkömmlichen Rezepten und Zubereitungsmethoden. Das überlassen wir den Fernsehköchen, die mit ihrem Fachwissen auf allen Kanälen für kulinarischen Input sorgen. Nein, wir widmen uns dem kreativen Spiel mit leckeren Köstlichkeiten, wenngleich wohl jeder den Satz kennt „Mit Essen spielt man nicht“. Doch wir säbeln dreist das letzte Wörtchen dieses Satzes ab und spielen mit Essen (die Stadt Essen ist freilich nicht gemeint, wenngleich sie sich gerne einmischen darf). Soviel dazu. Die Kochsparte ist hiermit also offiziell eröffnet. Und im Gegensatz zu den aufpolierten Hochglanzkochsendungen im TV,  haben wir den Anspruch, spontan, authentisch und unverstellt, also ohne jegliche Effekthascherei unsere Filme zu kreieren. So haben wir uns an das erste Projekt gewagt: Tetris manuell. Für alle, denen der Begriff Tetris nichts sagt: es handelt sich hierbei um ein Computerspiel aus den 80er Jahren, bei dem herabfallende Spielsteine in verschiedenen Formen möglichst dicht nebeneinander angeordnet werden müssen. Das sieht dann ungefähr so aus:

tetris

So weit, so gut. Und wir saßen nun eines Abends vor dem Computer, Langeweile kam auf und ein Hungergefühl machte sich in der Magengegend breit. Ein idealer Anlass, Tetris manuell mit kulinarischer Note zu kreieren. Das Ergebnis sehen Sie hier. Vielleicht animiert es Sie ebenfalls zu weiteren schmackhaften Spielen. Wir sind gespannt. Doch zunächst viel Vergnügen 🙂

 

Und? Ebenfalls probiert? 🙂

 

 

 

 

©mauswohn

 

 

 

 


Wärbung

Es grüßen Max und Moritz

notizbuch max und moritz

 

Die tragische Entstehung eines Brotaufstriches

Den Ursprung der Pizza postulieren die Italiener bekanntlich für sich. Coca Cola kommt aus Amerika. Leckere Spätzle schreibt man den Schwaben zu. So hat jede Region, jedes Land seine ganz eigenen kulinarischen Köstlichkeiten, hinter deren Entstehung oftmals ungewöhnliche Geschichten zum Vorschein kommen. So wollen wir heute von einem beliebten Brotaufstrich berichten, dessen Ursprung vielen Feinschmeckern völlig unbekannt sein dürfte. Guten Appetit! 🙂

 

Können Sie noch guten Gewissens Ihr Frühstücksbrot verzehren?

 

 

©mauswohn

 

 

 

 

 


Wärbung
Noch alle Tassen im Schrank?

tasse ethno art

 

Pizzatief Alfredo

Der Klimawandel hat uns voll im Griff. Während die Gletscher schmelzen, fällt in der Sahara Schnee und Orkane fegen über die Städte und hinterlassen ein Bild der Verwüstung.
Anstatt Atomkraftwerke, Autos, Plastikmüll und all die überflüssigen Dinge endlich abzuschaffen, macht der Mensch seinem Namen als Gewohnheitstier alle Ehre und stellt sich auf die neuen Wetterbedingungen ein, baut noch mehr Klimaanlagen und badet in Plastikplanschbecken.
Also steigen weiterhin die Pegelstände, während andernorts ein Sturm eine Großstadt verwüstet. Doch damit nicht genug. Vor zwei Tagen machte Margarethe C. aus Tirol eine ungewöhnliche Entdeckung.
Wie jeden Mittwoch knetete die 99-jährige Dame mit ihren knochigen Händen einen Pizzateig, den sie zu einem großen Fladen formte und mit ihren Lieblingszutaten belegte. Anschließend schob sie die Mahlzeit in den warmen Ofen und begann die Wartezeit auf die fertige Pizza mit dem häkeln rosafarbener Nasenwärmer zu überbrücken. Gelegentlich schielte sie in das Sichtfenster des Backofens, um sich über den Bräunungsprozess des Teigfladens zu informieren. Und was sie nun sah, schob sie zunächst ihrem fortgeschrittenen Alter und etwas verwelkten Geisteszustand zu.
Die Oberfläche der Pizza begann sich in wellenförmigen Bewegungen in gleichmäßigem Rhythmus zu verändern. Einmal bestand der Belag aus Tomaten und Kräutern, ein anderes Mal aus Spiegeleiern, Oliven und Käse. Geistesgegenwärtig griff Margarethe C. zu ihrem Handy, filmte diese ungewöhnliche Situation und postete sie umgehend auf allen sozialen Netzwerken. Die Reaktionen folgten prompt. Denn nicht nur sie hatte derlei Beobachtungen gemacht. Auch andere Haushalte berichteten von Stürmen im Kochtopf, tropischer Hitze im Kühlschrank und Schneefällen über der Grillpfanne.
Experten sind sich einig. Der Klimawandel schreitet unaufhaltsam voran und macht sich sukzessive in Wohnbereichen breit. Bei Frau C. handelt es sich augenscheinlich um Pizzatief Alfredo, das von Italien weiter nach Norwegen zieht und dort von einigen Schaulustigen bereits voller Vorfreude erwartet wird. Doch man sollte die Sache nicht auf die leichte Schulter nehmen. Was wie eine vergnügliche kulinarische Abwechslung erscheint, könnte sich zu ungeahnten Ausmaßen hochschaukeln.
Achten Sie in Ihrer Umgebung daher bitte auf ungewöhnliche Vorkommnisse jeglicher Art. Wir bitten, diese umgehend der Wetterstation im Bloghüttengebirge mitzuteilen, damit sie von Experten ausgewertet werden können. Auch Abbildungen mysteriöser Geschehnisse im Küchenbereich oder in Supermärkten helfen unserem Ermittlerteam weiter. Vielen Dank! 🙂

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Pizzatief Alfredo wütete sage und schreibe 7 Stunden in Margarethe C.`s Backofen und hinterließ eine Spur der Verwüstung. Die Pizza war selbstverständlich ungenießbar.

 

 

©mauswohn

Gorillettis mit Tomatensoße

Heute begeben wir uns auf eine Reise durch die Milchstraße. Doch halt, bevor Sie sogleich Assoziationen zu fernen Galaxien und dem unergründlichen Kosmos spinnen, müssen wir Sie auf eine andere Fährte locken. Besagte Milchstraße befindet sich nämlich hier bei uns auf der guten alten Mutter Erde. Genau genommen zieht sie sich exakt 7,8 Kilometer zwischen unserer Alm und dem nächstgelegenen Dorf in die Länge. Eine gewöhnliche Verbindungsstraße könnte man meinen. Doch weit gefehlt. Nicht weniger fantastisch als auf ihrer kosmischen Schwester gehen hier höchst seltsame Dinge vor sich. Nun, wir Almbewohner haben uns mittlerweile an die permanent wechselnden ungewöhnlichen Geschehnisse dort gewöhnt, doch so manch ein Besucher staunt nicht schlecht, wenn er unsere Milchstraße passiert.
So war kürzlich Alfred Himpflinger, ein bayrischer Rechtsanwalt a.D. bei uns zu Gast. Er verweilte im Gasthof der Familie Lamprecht-Zollinger und wollte in aller Ruhe das Landleben genießen. Neben angenehmen Waldspaziergängen und der Verköstigung des weltbekannten Leopardinger-Weines mietete er sich an einem Mittwoch beim ortsansässigen Krawattenverkäufer Würgler ein Fahrrad und beschloss, die Milchstraße entlang ins nächste Dorf zu radeln. Die Sonne schien, die Vögel tirillierten und der unternehmungslustige Herr Himpflinger trat in die Pedalen. Seine strammen Waden brachten ihn rasch voran. Und schon bald merkte er, dass sich der Bodenbelag unter seinen Rädern änderte. Er war auf die Milchstraße eingebogen, die, entgegen der üblichen Teerstraßen, in eierschalfarbenem Weiß gestrichen war. Ein ungewöhnlicher aber angenehmer Anblick, wie der Rechtsanwalt fand. Vergnügt radelte er weiter, pfiff den Radetzkymarsch und freute sich ob der schmalen Birken am Wegesrand, den hohen wehenden Schilfrohren und urigen Holzzäunen, die ein abwechslungsreiches Ambiente boten. Die Zeit schien still zu stehen und Herr Himpflinger strampelte unverdrossen.
Doch irgendwann beschlich ihn das Gefühl, dass die 7,8 Kilometer schon lange vorbei sein müssten. Er musste bereits mehr als fünf Stunden unterwegs gewesen sein und konnte noch immer keine Dorfsilhouette am Horizont erkennen.
Nachdenklich trat der Rechtsanwalt in die Bremsen und hielt an einem niedergetrampelten Pfad. Erschöpft wischte er sich mit einem mit Edelweiß bestickten Taschentuch die Stirn und besah sich die Umgebung. Nichts rührte sich. Keine Vögel waren zu hören. Eine beklemmende Stille lag in der Luft. Analytisch durchdachte Herr Himpflinger seine Lage und beschloss, zu Fuß weiterzuschreiten und den Trampelpfad zu erkunden. Nach circa 500 Metern durch dicht bewachsenes Gehölz waren unerwartet dumpfe Klänge zu vernehmen. Neugierig schritt der Rechtsanwalt voran, bis er plötzlich am Rande einer großen Lichtung stand. Ein Kreis, er mochte wohl 50 Meter Durchmesser betragen, bildete die Grundfläche und war gesäumt von hohen, leicht im Wind säuselnden Pappeln. Und auf dieser Lichtung, die Herrn Himpflinger stark an einen Ort für mythische Ritualmorde erinnerte, befanden sich braunfellige Gorillas, die weiße Schürzen und Kochmützen trugen, während sie in gleichmäßigem Rhythmus mit der linken Faust auf ihre Brust klopften und somit für die unheimlichen Klänge sorgten.
„Welch ungewöhnlicher Anblick“, entfuhr es dem Rechtsanwalt, der fasziniert die Tiere betrachtete. Plötzlich wurde er an der rechten Schulter gepackt und drehte sich erschrocken um.
„Hi, ich bin Mary“, quiekte eine hohe Stimme und der Rechtsanwalt erblickte eine blond gelockte junge Dame, die immerfort strahlte und ihm überschwänglich die Hand entgegenstreckte. „Hi!“, sagte sie erneut und zog unseren verdutzen Herrn Himpflinger quer über die Lichtung, vorbei an den Gorillas, hin zu einem gemütlichen Restaurant. Richtig. Ein kleines aber feines Restaurant inmitten dieser ungewöhnlichen Szenerie. Rustikale Holzbänke und Tische standen vor blinkenden Neonröhren, eine Plastikpalme und eine Schubkarre gefüllt mit Ananasfrüchten sollten für exotisches Flair sorgen.
„Spencers Spaghetti-Place“ war auf einer von Lichterketten umsäumten Girlande zu lesen. Verblüfft stand Herr Himpflinger da, bis er von der vergnügten Mary einen Platz zugewiesen bekam. Sprachlos setzte er sich nieder. Im Hintergrund ertönten ununterbrochen die mächtigen Klänge der Gorillas, während Stan Getz entspannte Töne durch ein kleines Radio an der Bar klingen ließ. Kaum hörbar hatte sich ein großer Flamingo angeschlichen und stand unvermutet vor dem Rechtsanwalt. Ein weißes Serviertuch hing über seinem linken Flügel, eine schwarze Fliege zierte nebst akkurat sitzenden Gamaschen den ungewöhnlichen Kellner.
„Willkommen in Spencers Spaghetti-Place“ gurrte der Flamingo mit sonoriger Stimme, beugte sich langsam nach vorne, sah Herrn Himpflinger in die geröteten Augen und fuhr fort: „Gorillettis mit Tomatensoße gefällig?“. Hierbei zwinkerte der Flamingo mit einem Auge und legte ein leichtes Lächeln auf.
„Äh …“, zögerte Herr Himpflinger.
„Bemühen Sie sich nicht mit anderweitigen Wünschen. Wir haben NUR Gorillettis auf der Karte“, hüstelte der Kellner mit kicherndem Unterton. „Wissen Sie“, fügte er redselig an, „hab vor Jahren hier nen Spaghetti-Tempel aus dem Boden gestampft. Lief nicht gut. Naja, bin fast Pleite gegangen. Kein Wunder. An der Milchstraße gibt es genau 113 Spaghetti-Bistros. Da ist Konkurrenzkampf vorprogrammiert. Hab mir dann ne Nische gesucht und mich auf Gorillettis spezialisiert.“
Sich den Schnäuzer zwirbelnd hörte Herr Himpflinger aufmerksam zu, der doch eigentlich nur von der Alm eine entspannte Radfahrt ins nächste Dorf unternehmen wollte. Und nun saß er einem sprechenden Flamingo gegenüber, der ihm sogenannte Gorillettis andrehen wollte. Achselzuckend lächelte er den komischen Vogel an und meinte: „Bevor ich noch vom Fleisch falle, nehm ich eben die Gorillettis mit Tomatensoße.“
„Sehr wohl der Herr. Bitte folgen Sie mir“ sprach der Kellner, kehrte dem Rechtsanwalt seinen pinkfarbenen Bürzel zu und stakste durch das Unterholz zur Lichtung.
Sich über nichts mehr wundernd, stolperte Herr Himpflinger hintendrein und ließ sich alsbald einen großen weißen Keramikteller in die Hände drücken.
„Moment noch“, quäkte der Flamingo und schnalzte mit der Zunge. Hierauf kamen zwei der Gorillas mit einem mit Wasser gefüllten Kupferkessel angetapst und arretierten ihn über einem Lagerfeuer. Kurze Zeit später kippte der Flamingo fünf Kisten Spaghetti in das brodelnde Wasser und ließ die Gorillas unter strenger Aufsicht umrühren. Anschließend wurde das Nudelwasser abgegossen und um den Teller unseres hungrigen Rechtsanwaltes gebeten. Und während der eine Gorilla das Geschirr in seinen Pranken hielt, schöpfte der andere mindestens zwei Kilo dampfender Spaghetti auf den Teller. Vorsichtig trugen sie nun beide die heiße Speise in die Mitte der Lichtung. Hier wurde sie auf den Boden gestellt und die Gorillas entfernten sich je sieben Schritte in verschiedene Richtungen. Nun ging alles ganz schnell. In Windeseile rannten die zwei mächtigen Tiere auf den Spaghettiteller zu und der Gorilla, der einen Schritt zu spät kam, wurde vom anderen am Genick gepackt und kopfüber in die frischen Nudeln gedrückt.
Herr Himpflinger, dem bereits das Wasser im Munde zusammengelaufen war, traute seinen Augen nicht. Was hatte man nur aus seiner Mahlzeit gemacht. Doch die Gorillas waren routinierte Kochkünstler. Sogleich hatte das eine Tier sein Gesicht von einigen hängen gebliebenen Nudeln befreit, während das andere stolz auf den Teller hinabblickte, den Daumen in die Höhe reckte, Messer und Gabel aus seiner Schürze hervorzauberte und das Nudelgericht auf einem Holzstamm servierte. Herr Himpflinger kam zögernd näher und wollte nun doch endlich wissen, was die Zwei hier im wahrsten Sinne des Wortes angerichtet hatten. Er erblickte zunächst einen Teller mit Nudeln. Bei genauerer Betrachtung jedoch sah er ein exaktes Abbild der Affenvisage, die in die Spaghettis gedrückt worden war. Reliefartig war das Gesicht herausgearbeitet und sah wahrlich meisterhaft aus.
„Die Gorillettis wären fertig, mein Herr“, sprach der Flamingo zufrieden und kippte über die rechte Schulter des Rechtsanwaltes einen großen Schwall Tomatensoße, die nun sukzessive von dem Spaghettigesicht, dem Gorilletti, aufgesogen wurde. Beinahe blutrünstig wirkte jetzt der Anblick, doch es duftete verführerisch.
Darf ich?“ fragte Herr Himpflinger und der Kellner meinte sogleich: „Wir bitten darum. Frisch sind sie am besten. Wohl bekomms.“
Und während der Rechtsanwalt zur Gabel griff, entfernten sich die Köche höflich und ließen den Gast in Ruhe speisen. Zwischendurch brachte der Flamingo noch eine Karaffe mit Wasser vorbei und der mampfende Herr Himpflinger gab ihm durch ein Nicken zu verstehen, dass er sehr zufrieden war.
Müde und satt legte er sich irgendwann ins warme Gras. So gut hatte er schon lange nicht mehr gegessen. Und ob dieser Glückseligkeit, schlief der gute Herr Himpflinger ein.
Am nächsten Morgen krähte unser Hahn auf der Alm. Die übrigen Tiere waren emsig bei der Arbeit und Herr Himpflinger wälzte sich müde in seinem Bett. Verschlafen rieb er sich die Augen und blinzelte in die Sonne. Er war im Gasthof in seinem Zimmer. Wie war er denn gestern Abend nach dem vorzüglichen Mahl noch nach Hause gekommen? Er konnte sich nicht mehr erinnern. Oder hatte er am Ende etwa alles nur geträumt? Kopfschüttelnd saß der alte Herr auf der Bettkante und wusste nicht, was er denken sollte. Er kratzte sich am Kinn und stolperte ins Bad. Dort besah er sich im Spiegel.
„Was ist gestern Abend geschehen, Alfred?“ fragte er nachdenklich sein Spiegelbild. Da sah er auf einmal etwas an seinem linken Ohrläppchen hängen. Er wischte mit der Hand darüber. Es war eine Nudel. Ein Stückchen Spaghetti hatte sich an seinem Ohr verfangen. Herr Himpflinger musste lachen.
Nun war er überzeugt davon, dass er sich all die Geschehnisse nicht eingebildet hatte und wirklich von den Gorillettis mit Tomatensoße gegessen hatte, die es nirgends außer an der Milchstraße in Spencers Spaghetti-Place zu erstehen gab. An der Milchstraße auf der Alm wohlgemerkt. Was sich in den unendlichen Weiten über uns so alles abspielt, überlassen wir den affigen Wissenschaftlern zu ergründen.
Wir jedenfalls denken, dass es nicht nötig ist in die Ferne zu schweifen, wenn das Gute is(s)t so nah 🙂

gorillettis mit tomatensoße
Gorillettis, noch ohne Tomatensoße. Der absolute Verkaufsschlager an der Milchstraße in Spencers Spaghetti-Place.

 

PS.: Wenn auch Sie Lust auf abenteuerliche Vorkommnisse an der Milchstraße haben, sind Sie bei unserem Ehepaar Lamprecht-Zollinger jederzeit herzlich willkommen. Eine Rückfahrkarte aus unserem irdischen Kosmos kann allerdings nicht garantiert werden 🙂

 

©mauswohn