Microchip

Endlich ist es soweit. Ein neue technische Errungenschaft erobert den Markt und ist ab heute auf dem Ösiblog erhältlich.
Greifen Sie zu! Nur solange der Vorrat reicht!

oesiblog

Nach der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist der nächste Schritt der Europäischen Union vorprogrammiert.

Wenn es um die Einschränkung von Freiheit geht, spielt diese EU ganz vorn in der ersten Liga mit. Hund und Katze wissen, wovon heute die Rede ist, nämlich vom Microchip. Die Vierbeiner, praktisch Vorreiter und Versuchskaninchen für den Menschen, tragen den unsichtbaren RFID-Chip bereits amtlich verschrieben unter ihrem Fell.

Am 1. Januar 2020 ist es  auch für uns so weit. Ab diesem Datum wird der Microchip für den EU-Bürger zur Pflicht. Der Chip wird relativ schmerzfrei zwischen Daumen und Zeigefinger implantiert. Durchgeführt vom Arzt oder einer Krankenpflegekraft, ist selbst Ihr persönlich bevorzugtes Piercing-Studio, welches Sie normalerweise mit geformten Blechteilen veredelt, zu diesem Eingriff berechtigt.

Die Vorteile, die sich dadurch für die vergleichsweise wenigen Personen ergeben, die Sie, die UNS beherrschen, überwachen, kontrollieren und steuern, können gar nicht hoch genug eingeschätzt und hervorgehoben werden. Jederzeit ort- und kontrollierbar, wird…

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Auf der Suche nach dem „Hoizelfornk“

„Ein Hoizelfornk“ ist ein veralteter Begriff aus der Kunstgeschichte, der ein unbeabsichtigt oder unnötig gemachtes Foto beschreibt.“ Mit diesen Worten unseres Hausmeisters fing alles an, als wir unlängst bei einem gemütlichen Diaabend auf der Alm beisammen saßen. Nachdem wir bereits mehrere Stunden in einem abgedunkelten Raum verbracht hatten, um uns die Aufnahmen der letzten, vorletzten und vorvorletzten Schrödingerschen Urlaubsreisen anzusehen, begann die Diskussion. Zunächst mussten wir feststellen, dass unter ca. 300 gezeigten Dias lediglich 4 verschiedene Motive heraus zu zählen waren: die Autobahn, das Wetter, Gruppenaufnahmen vor dem Auto, Berge oder Meer. Die visuelle Vielfalt war alles in allem also nicht sehr groß, bis wir zu einer Aufnahme kamen, die für Verwirrung sorgte. Es handelte sich um den bereits erwähnten Begriff „Hoizelfornk“, den wir nun scheinbar auf der Dialeinwand vor uns sahen. Wir drehten unsere Köpfe und versuchten das uns gezeigte Bild auf seinen Inhalt zu enträtseln. Denn es war nicht so ganz klar, was wir dort zu sehen bekamen. Doch letztlich einigten wir uns darauf, dass es sich um einen Blick in einen Quarkbecher handeln musste.

hoizelfornk
Ein sogenannter „Hoizelfornk“ sei ein unnötig oder unbeabsichtigter Schnappschuss, behauptet Herr Schrödinger. Diese These ist kunstgeschichtlich jedoch nicht belegt. Alles nur Quark?

Doch unser Hausmeister schüttelte überzeugt sein Haupt und verneinte. Es handele sich hierbei um einen sogenannten „Hoizelfornk“.
Völlig klar, Herr Schrödinger wollte uns veralbern, so dachten wir. Doch er behauptete steif und fest, diesen Begriff einem alten Kunstlexikon entnommen zu haben. Er musste allerdings eingestehen, keine näheren Details zu kennen und keine weiteren belegbaren Quellen nennen zu können, was seine Glaubwürdigkeit jetzt natürlich ein wenig in Frage stellt. Um dem nun entgegen zu wirken, bittet Herr Schrödinger um Ihre Mithilfe. Wissen Sie näheres über einen „Hoizelfornk“? Haben Sie im besten Falle sogar selbst eine Belegfotografie zu Hause, die untermauert, dass es sich um keinen Einzelfall handelt und ein „Hoizelfornk“ ein weit verbreitetes, bisher noch nicht näher definiertes Phänomen ist? Kann diese These endlich durch handfeste Beweise auf festen Füßen stehen?
Lange Rede, kurzer Sinn. Unser Hausmeister lobt einen kleinen Foto-Contest aus. Wir bitten um Zusendung Ihrer Schnappschüsse, die diesen Begriff abbilden.
Leider musste kurzfristig der erste Preis, eine 2-wöchige Reise auf die Malediven, gestrichen werden.
Auch der zweite Preis, eine funkelnagelneue Digitalkamera mit allen Schikanen, fällt sprichwörtlich ins Wasser, da sie unserem guten Herrn Schrödinger in den Almtümpel fiel und nun gebrauchsunfähig ist.
Es bleiben also nur Trostpreise.

SCHWEIZ, BASEL,
Noch darf Claude Monets Meisterwerk diese Wand zieren. Doch schon bald wird Ihr Hoizelfornk hier hängen und die Betrachter in Staunen versetzen.

Jedes eingesendete Foto wird im Almmuseum verewigt. Der alte Schinken von Claude Monet muss weichen und wird künftig durch Ihr „Hoizelfornk“-Werk ersetzt werden.
Wir hoffen, dass dies für einige ein Anreiz sein wird, ihrem fotografischen Auge nach dem „Hoizelfornk“ freien Lauf zu lassen. Wir freuen uns über jede Zusendung und die dazugehörige Geschichte, die diese Aufnahme mit Sicherheit zu bieten hat.
Viel Vergnügen 🙂

 

 

 

 

2. Foto: Fondation Beyeler / Quelle Internet
©mauswohn

Weltsensation – Welthit-Karottensalat-Transponierung

Heute wagen wir ein einzigartiges Experiment, das, darin sind sich Experten einig, ohne Weiteres zur Kategorie der Weltsensationen zu zählen ist.
Wir unternehmen das schier aussichtslose Unterfangen einer Welthitkarottensalattransponierung. Alleine das Wort lässt Raum für zahlreiche kühne Spekulationen. Und dahinter verbirgt sich nicht weniger als der Versuch, Herrn Ösis brillanten Überlegungen zur Komposition eines Welthits eine Hommage zuteil werden zu lassen und diese Gedanken in den Küchenbereich zu übertragen.
Aus einem musikalischen Welthit soll ein kulinarischer Weltkarottensalat kreiert werden.
Hört sich kompliziert an, ist auch kompliziert. Schließlich handelt es sich um eine angehende Weltsensation.
Doch wir wollen Sie nicht weiter mit umständlichen Umschreibungen plagen. Machen Sie sich selbst ein Bild, wie die Musik Einzug in die Gastronomie erhält. Viel Vergnügen!

Nun, wir sind der Meinung, dass diese musikalisch-kulinarische Aktion zunächst in Ruhe auf den Betrachter wirken sollte. Erst langsam entfaltet sich die ungeahnte Tragweite dieses komplexen Zusammenspiels. Bisher für abwegig gehaltene Möglichkeiten tun sich auf und bieten sowohl der Kochkunst als auch den Komponisten völlig neue Anreize.
Was meinen Sie? Werden auch Sie demnächst den Versuch wagen und Wagners Nibelungen in ein Hähnchenbrustfilet mit Kräuterrahmbutter transponieren? Wir sind gespannt 🙂

 

©mauswohn

 

Das Hahnenkammrennen

Wer sich ein wenig für Sport interessiert, weiß,  dass das Hahnenkammrennen eine Sportveranstaltung im alpinen Skisport ist. Todesmutig stürzen sich die Sportler auf zwei schmalen Brettern den Berg hinab und kämpfen um die beste Siegerzeit. Ein Ereignis das viel Prominenz anlockt und für hohe Einschaltquoten sorgt. Doch ein Manko hat dies Spektakel: es findet nur im Monat Januar statt. Zur Sommerzeit wird nichts geboten und Sportfans müssen sich anderen Aktivitäten zuwenden. Und deshalb wollen wir hier ein wenig Abhilfe schaffen und präsentieren das erste offizielle Sommer-Hahnenkammrennen auf der Alm. Freilich muss sich unsere Veranstaltung erst noch etablieren, doch wir sind überzeugt, dass wir mit unseren diesjährigen Teilnehmern wahre Champions am Start haben und die Zuschauer künftig nicht ausbleiben. Freuen Sie sich auf ein sportliches Event der Extraklasse. Bis eine Minute vor Start können noch Wetten über den Ausgang des Rennens angenommen werden. Viel Glück und viel Vergnügen 🙂

 

Und? Haben Sie auf den Gewinner getippt? Halten Sie die Almvariante für konkurrenzfähig? Noch ist die Rennleitung ein wenig skeptisch ob einer erneuten Austragung. Doch wenn sich auch fürs kommende Jahr zwei wagemutige Kontrahenten finden werden, steht einem weiteren Sommerspektakel nichts im Wege 🙂

 

 

©mauswohn

 

Orbit Adipös

Heute setzen wir uns mal wieder mit dem vielseitigen Thema „Kunst“ auseinander. Unsere kleine Almgalerie „Kunstmus“ wurde nach zweijähriger Renovierungsarbeit erneut geöffnet. Und der eifrige Galerist Pit Casso hat es tatsächlich geschafft, einige namhafte Künstler von Weltruhm in unser beschauliches Dorf zu lotsen, um hier ihre Werke zu präsentieren. Zunächst befassen wir uns mit einem absoluten Senkrechtstarter der Kunstszene. Hugo Egon Kemp erweist uns mit seinem Erstlingswerk die Ehre. Um genau zu verstehen, worum es ihm bei seiner Arbeit geht, wurde von renommierten Kunsthistorikern eine aussagekräftige Bildanalyse angefertigt, so dass Sie sich nun selbst ein Bild von diesem Bild machen können:

Bildanalyse des fotorealistischen Gemäldes von Hugo Egon Kemp.

Titel: „ORBIT ADIPÖS“.

Öl auf Leinwand (bzw. Fett auf Moped)

orbit-adipoes

„Der Newcomer aus Aschaffenburg Hugo Egon Kemp hat mit seinem neuesten Werk einen Hype in der vor kurzem entstandenen Kunststil-Szene „Edge-Treatment“ ausgelöst. Neoplasmen reichen nicht mehr aus. Die Massenüberflutung wird angestrebt. Dies wird im Werke Kemps durch die massenhafte Stapelung der Ringe deutlich zum Ausdruck gebracht. Die Ringakkumulation steht als Symbol des permanenten Zwanges, Dinge um sich zu scharen. Das Kaschieren des fettleibigen Wohlstandsbauches ist hierbei als positiver Nebeneffekt nicht zu verachten. Außerdem verspricht der Ring-Raum zusätzliche mentale Erlebniswelten, die im Inneren der Ringe zirkulieren. Je nach Dichte der Stapelung, ist das mentale Sein intensiv oder eher durchlässig. Der Fahrer des Mopeds wurde von Kemp brilliant im Wahrnehmungsdschungel in Szene gesetzt. Nachdem der erste Blick des Betrachters unweigerlich auf das Ring-Ding fällt, wandert er von dort zu biomorph geformten Schultern des Mopedfahrers, der – wie man außerdem zu diesem Zeitpunkt bemerkt – Jeansjacke, Kappe und modernste Sandalenschlappen trägt. Diese Details offenbaren eine befremdliche Verlorenheit. Die lesende Frau am Straßenrand steht in irritierendem Gegensatz zu der Dynamik der industrialisiert wirkenden Welt im Hintergrund. Gummireifen und Sonnenbrillen können jedoch nicht von der mitfahrenden Zeitung ablenken. Sie ist scheinbar unwichtig platziert und konstituiert doch das Gegenmodell künstlerischer Welten: Den blanken Alltag. Der Duktus des Künstlers maßt prätentiös an. Man mag gar nicht hinschauen bei so viel Magie. Ganz im Zeichen des Self-design hebt hier der menschlich humane Skulpturenpark den Zeigefinger. Achtung! Haben wir es mit einem überdimensionalen Piercing zu tun? Oder ist dies eine körpereigene Realitätsdarstellung, die regelrecht zur Passion geworden ist? Der Schriftzug Vinh Phat im Hintergrund provoziert den Betrachter maßgeblich und weißt auf eine stilsichere Geschmacklosigkeit hin, welche Kemp natürlich – wie er uns selbst versicherte – bewusst einsetzt. Eine gewisse optische Penetranz ist dabei unumgänglich. Dass die Rikscha auf der Nebenbahn keinen Fahrer zu haben scheint, soll hier niemanden stören. Kemp ist mitunter der Pionier der pulverisiert weggesprengten Bildecken, die zum bereits oben erwähnten Kunststil „Edge-Treatment“ zählen. Man will es nicht glauben, aber dieser Mensch bringt es wirklich fertig, mit der ihm angeborenen kempschen Lässigkeit eine neue Stilstrategie hervorzurufen. So stand er kürzlich mit seinem Megafon auf einem ALDI-Parkplatz und startete die Durchsage „Neueeeeeee Stiiiiiiilstrrrraaategie.“ Das „r“ wurde hierbei gerollt, wie es einst Charlie Chaplin im Film „Der große Diktator“ vollführte. Der Künstler beabsichtigt nicht, mit seiner Malerei eine neue Diskussionsplattform zu schaffen. Er fordert, dass alles widerspruchslos hingenommen wird. Fraglich, ob ihm dies gelingen wird. Schließlich hat er mit seiner im rechten oberen Bildrand positionierten ausgesparten Ecke die Kunst revolutioniert und sorgt hiermit rund um den Globus für Furore.“

Und für alle Neugierigen, die noch mehr von unserem Kunstgenie wissen möchten, besteht nun die Möglichkeit, mit ihm zu plaudern. Herr Kemp hat sich freundlicherweise bereit erklärt, ein verlängertes Wochenende im Gasthof Lamprecht-Zollinger zu verbringen und Ihre Fragen zu beantworten. Wir freuen uns auf ein spannende Diskussionsrunde 🙂

 

 

©mauswohn