Some like it hot

Heute befasst sich das Almkino mit dem Thema „Kunst“.
Einem Gebiet mit schier endlosen Möglichkeiten und Meinungen.
Wir schlagen eine Kerbe in die Sparte Graffiti und betrachten dieses Genre etwas näher.
Den meisten Menschen sind die gesprühten Gebilde an Hauswänden, Zügen und anderen öffentlichen Einrichtungen ein Dorn im Auge.
Die Aerosol-Junkies, wie sich die Graffiti-Künstler oftmals selbst bezeichnen, ziehen durch die Städte und untermalen das urbane Leben mit ihren Bildern.
Wir haben einen der bekanntesten Sprayer der Szene beobachtet und konnten ihn, was bisher noch keinem gelang, vor die Kamera zu einem kleinen Interview bewegen.
Nach diesem Film wird der ein oder andere möglicherweise seine Meinung bezüglich dieser Straßenkunst überdenken. Ob positiv oder negativ sei dahingestellt.

Viel Vergnügen!

Interesse geweckt? Wollen Sie ebenfalls den Nervenkitzel spüren und mit einer Spraydose bewaffnet um die Häuser ziehen und Street-Art-Künstler werden? Kein Problem. Konfuzius Hot bietet einen einwöchigen 6-Tage-Kurs zum Thema „Ich will sprayen – oder: warum ich nichts Besseres zu tun habe“ an. Die Besuchszeiten erfragen Sie bitte in an der Eingangspforte in Stammheim. 🙂

 

 

©mauswohn
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Ostern – Suchen oder suchen lassen?

Nicht mehr lange und das Osterfest steht wieder vor der Tür. Da heißt es Eier einkaufen, verstecken, suchen … Oder lassen Sie etwa bereits suchen? Zu welcher Sorte Mensch gehören Sie? Sind Sie ein aktiver oder ein passiver Osterhase? Die Almreporter haben sich auf die vielbefahrenen Straßen gewagt und todesmutig einige Passanten vors Mikrofon gezerrt, um sie zu dieser brisanten Thematik zu befragen. Lesen Sie selbst:ostern

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Und welche Haltung haben Sie zu diesem viel diskutierten Thema an dem sich die Geister scheiden? Die hitzige Debatte ist eröffnet … 🙂

 

 

©mauswohn

Zur Lage der Nation

Das Jahr 2017 hat begonnen. Auf der Alm haben wir uns an Silvester gemütlich von unserem Maulwurf Macksi ins neue Jahr tanzen lassen. Der ein oder andere kann sich sicherlich noch an das Knallfolienhappening erinnern. Doch nun haben wir die Kalender umgeblättert, verstauen die Zahl 6 im Karton und rücken die 7 in den nächsten 12 Monaten in den Vordergrund. Und wie das häufig der Fall ist, fasst man sich gute Vorsätze für die bevorstehende Zeit, die man dann größtenteils nicht umsetzt. Da jedoch diese Vorhaben ohnehin nie sehr ernst gemeint sind, misst man auf der Alm dieser Tatsache nicht allzu viel Bedeutung bei. Hingegen spitzen hier alle die Ohren, wenn sich eine gewichtige Stimme zu Wort meldet. Herr Kuhnibert Kuhmann, seines Zeichens Politikwissenschaftler der Kuhni Tübingen gibt sich zu Beginn eines neuen Jahres stets die Ehre und hält eine wortgewaltige Rede zur Lage der Nation. Seine vorausschauende Denkweise und die bedächtige Art, mit welcher er seine Vorträge zum Besten gibt, machen seinen Auftritt jedes Mal zu einem ganz außergewöhnlichen und unvergesslichen Ereignis. Nun wollen wir auch Sie, liebe Leserinnen und Leser, daran teilhaben lassen, was unser geschätzter Kuhllege zu sagen hat. Wir sind uns sicher, dass Sie am Ende dieses Jahres rückblickend sagen werden, welch weise und treffende Worte unser werter Herr Kuhmann erneut gefunden hat. Er käut nicht wieder, er denkt voraus!

Viel Vergnügen! 🙂

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Kuhnversation mit der Zeigermaus

Erinnern Sie sich noch an die Zeigermaus? Mit Sicherheit. Schließlich hat fast ein jeder täglich mit ihr zu tun. Doch gerade dieses permanente Aufeinandertreffen lässt das emsige Helferlein ein wenig in der Unscheinbarkeit entschwinden. Bisher ist die Lebensweise der Zeigermäuse auch noch weitestgehend unerforscht und so ist es uns eine ganz besondere Ehre, eine Kuhnversation mit der scheuen Zeigermaus der Bloghüttenalm führen und sie etwas näher kennenzulernen zu dürfen.

Viel Vergnügen! 🙂

 

Ist auch Ihre Zeigermaus ein eher zurückhaltendes Tierchen oder hüpft es extrovertiert über Ihren Schreibtisch? Die Zeigermauswissenschaftler aus aller Welt sind sehr an Erfahrungsberichten im Umgang mit dem virtuellen Nager interessiert, um die Forschungen auf diesem Gebiet weiter vorantreiben zu können. Viele Fragen sind noch ungeklärt. So ist beispielsweise bisher völlig unbekannt, welche Nahrung die spitzmäusigen Zeiger zu sich nehmen. Haben sie eine bestimmte Energiequelle? Man munkelt bereits, es könnte sich um den virtuellen Käse von Herrn Ösi handeln. Aber sicher ist auch das nicht. Ebenso unklar bleibt, ob sprachliche Unterschiede in den Zeigermausrudeln herrschen. Eine gewisse Dialektfärbung ist laut Interview nicht von der Hand zu weisen. Eine weitere brisante Frage treibt die Forscher ebenfalls seit Jahren um. Gibt es vielleicht auch eine Zeigerkatze? Oder führt die Zeigermaus  unangefochten ihr Regiment auf dem Schreibtisch Ihres Computers? Droht dem virtuellen Helfer der Garaus gemacht zu werden, wenn die Touchscreens die Oberhand gewinnen und Sie mit Ihren Speckfingern die Maus elendiglich zerdrücken werden? Sind die Wischer und Toucher auf dem Vormarsch? Hat es sich bald ausgeklickt?

Sie sehen, es sind kaum Erkenntnisse über unseren fleißigen virtuellen Gesellen vorhanden. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie Ihre Erfahrungen zu diesem Thema beisteuern könnten. Die Wissenschaft wird es Ihnen danken … oder auch nicht 🙂

 

©mauswohn

Richtungsmäßig

Heute haben wir die große Ehre, Ihnen ein Interview mit der neuen Nummer Eins aus dem Kunst- und Kulturbereich präsentieren zu dürfen. Ihre Werke wurden innerhalb kürzester Zeit weltberühmt. Bahnbrechend ist die modern-skurrile Ästhetik der Künstlerin, die in jeglicher Hinsicht kein Blatt vor den Mund nimmt und uns gerne einige Fragen beantwortete und trotz ihres fulminanten Aufstieges bodenständig geblieben ist.

Objektbeschreibung der Installation von Birgit Tetenwihl-Zesch.

Titel: „RICHTUNGSMÄßIG“ (bzw. „Der Weltenpisser“)

Einleitend ist vorauszuschicken, dass wir eine Installationsbeschreibung nicht selbst ausführen durften. Die Künstlerin bestand auf eine eigene Installationsanalyse. Wir trafen uns mit ihr in ihrem Heimatort Rostock zu einem Gespräch.

Redaktion: Sehr geehrte Frau Tetenwihl-Zesch, warum erscheint es Ihnen so relevant,  eine Eigeninterpretation vorzunehmen?

Birgit Tetenwihl-Zesch: Ja nun, so darstellungsmäßig denke ich, dass ich meine Installation am besten beschreiben kann, weil ich sie ja schließlich gemacht habe.

R.: Was wollten Sie mit dieser Installation zum Ausdruck bringen?

B.T.-Z.: Nun ja, so themamäßig beinhaltet diese Arbeit alles, von Norden nach Süden, von Osten nach Westen: Eine trügerische Idylle, Traditionen, Symbol für Unendlichkeit, Orakelsysteme und vieles mehr.

R.: Woran ist das im Einzelnen festzumachen?

B.T.-Z.: Nun ja, die Eichenblätter sind ja vier. Und weil die Oliven auch, die eigentlich Kackbollen von afrikanischen Ziegen sind. Hier haben wir schon mal einen interkontinentalen Aspekt. Die vier Rabbit-Meat-Keulen, auch wieder vier, stehen natürlich für die Himmelsrichtungen, die in jedem Land gleich sind. Man kann die Installation drehen und wenden wie man will, deshalb die Kurbel an der Rückseite, es bleiben immer vier.

R.: Sagen Sie doch mal was zum Material.

B.T.-Z.: Nun ja, ich sehe meine Installation als klassische Bildhauerei. Lediglich die Materialien entsprechen der Neuzeit. Wie bereits erwähnt, zu den Kackbollen empfand ich es als eine gute Symbiose, so verbindungsmäßig, dass die Blätter aus Kunstharz sind. Die Kaninchenschenkel sind aus harmlosem Silikon-sein.

R.: Silikon-sein?

B.T.-Z.: Nun ja, das ist Silikon von meinem Bruder, der ist Silikonfabrikant, also ist es sein Silikon. Silikon-sein! Die Flasche hab ich leergetrunken, also Flasche-mein.

R.: Und die schwarze Figur auf der Flasche?

B.T.-Z.: …besteht aus, nun ja, der schwarzen Masse des Alls. Nun ja, so erklärungsmäßig sag ich mal: schwarzes Porzellan. Durch all diese Materialien spreche ich natürlich vor allem die Synästhesie des Weltbürgers an. Hinter der nüchternen Konstruktion verbirgt sich auch ein soziales Experiment. Ja, weil die Materialassemblagen stehen konzeptuell in krassem Gegensatz – Fleisch gegen Natur. Die Ambivalenz des „Hunger-oder-nicht?“ bringt den Betrachter in starke Bedrängnis.

R.: Was symbolisiert das Männle da oben?

B.T.-Z.: Nun ja, das Allmännlein, wie ich es liebevoll genannt habe, betrachtet alles nochmal von einem anderen Standpunkt, aus der Vogelperspektive. Wenn man die Kurbel betätigt und die Installation dreht, aus der Maulwurfperspektive. Er denkt sich: “Wie lächerlich und klein die Welt von dort oben doch ist. Ich pisse auf Euch herab.“ Nun ja, ich dachte so kalauermäßig wäre das noch ganz gut, weil schließlich darf der humoristische Aspekt auch nicht fehlen. Er ist so was wie der kleine architektonische Übervater.

R.: Aha, hat das Etikett der Flasche eine besondere Bedeutung?

B.T.-Z.: Nun ja, das Wort „Trappist“ ist englisch und bedeutet so viel wie „Drapierung“. „Dubbel“ kommt aus der urbanen Jugendsprache und  heißt so viel wie „Schlemmkreide“. „Westmalle“ kommt aus der ehemaligen DDR. Damit bezeichneten die Ostbürger den Arbeiter beim Malteser Hilfsdienst, der im Westen gearbeitet hat. Der Westmalle. Und als Geste, also so freundschaftsmäßig, hab ich meiner besten Kumpelin Andrea Walter die Buchstaben AW gewidmet.

R.: Welche Bewandtnis hat es mit der grünen Fläche?

B.T.-Z.: Nun ja, also das ist der verbindende rote Faden zwischen dem Werk und der allumfassenden Welt. Dies ist mein philosophischer Leitgedanke.

R.: Wie lange kann diese Installation noch betrachtet werden?

B.T.-Z.: Nun ja, bis jemand Hunger hat. Und Durschd.

R.: Wieso, die Flasche ist doch leer?!?

B.T.-Z.: Nun ja, so verarschungsmäßig.

R.: Wir danken für das Gespräch.

 

richtungsmaessig

 

Ab kommenden Mittwoch können Sie Frau Tetenwihl-Zeschs Arbeiten in einer Dauerausstellung täglich von 14.00 Uhr bis 14.05 Uhr in der Wilhelmshavener Postfiliale am kalten Markt besichtigen. Der Eintritt ist kostenlos. Der Austritt beträgt 13 Euro für Kinder und 77 Euro für Erwachsene. So bezahlungsmäßig ist das ein absolutes Schnäppchen! 🙂

 

 

©mauswohn