Kannibalen mit Jodel-Vorlauf

Friede, Freude, Eierkuchen. Und das jeden Tag. Zu schön um wahr zu sein. Besonders unser Hausmeister Egon Schrödinger weiß ein Lied davon zu singen, dass sich die viel geliebte Harmonie täglich neu hart erarbeitet werden muss. Ist doch das Verhältnis zu unserem Nachbarn Herrn Albert Zweiholz seit dem unglücklichen Ableben seiner Katze Doggy, nun ja, sagen wir einmal, ein wenig angespannt. Und Streitigkeiten mit seinen Nachbarn auszutragen ist bekanntlich für jedermann ein großes Ärgernis, zumal sich die meisten Probleme mit etwas mehr Rücksichtnahme und Verständnis auch oft verhindern ließen. Wie dem auch sei, die Herren Schrödinger und Zweiholz müssen nun wohl oder übel miteinander auskommen. Und wie Ihnen das mittlerweile gelingt, sehen Sie in unserem heutigen Filmbeitrag.

Viel Vergnügen! 🙂

 

Wir hoffen, dass Sie von Streitereien mit Ihren Nachbarn verschont bleiben oder wenigstens ein gemeinsames Hobby finden konnten, bei dem Sie sich nach kannibalischen Auseinandersetzungen anschließend wieder versöhnen. 🙂

 

©mauswohn
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In jedem steckt ein Menschenfresser

Geraume Zeit ist es her, dass wir über den bis dahin unbekannten Laubosaurus berichtet haben. Erneut konnte nun unser Tierfilmer Isidor Sonnwed gemeinsam mit Regisseur Almfred Hitchblog Neues über das vielseitige Wesen in Erfahrung bringen. Die zwei Freunde legten sich auf die Lauer und entdeckten spannende Details, die sie Ihnen selbstredend nicht länger vorenthalten möchten. Rare Nachtaufnahmen werfen ein völlig neues Licht auf den gutmütigen Drachen. Sehen Sie selbst! 🙂

Film ab!

©mauswohn

Schrödingers Waschnachtsgeschichte

Der Winter hat Einzug gehalten. Fieberhaft wurden auf der Alm seit Anfang Dezember die Hütten geschmückt, festliche Dekorationen angefertigt und Geschenke gebastelt. Alle Tiere waren emsig und vergnügt bei der Arbeit. Der Sägefisch versuchte sich an Laubsägearbeiten, die Pinguine schneiderten adrette Fracks, die Zebras spendeten ihre Streifen den notleidenden öffentlichen Verkehrsbetrieben, die Gänse übten schmalzige Lieder ein und der Laubosaurus pflügte artig die Schneemassen beiseite.
Und heute ist der 24ste Dezember. Die letzten Vorbereitungen für ein gemütliches Beisammensein am Kaminfeuer werden getroffen. Und unser Hausmeister Herr Schrödinger gibt sich seit Tagen besonders geheimnisvoll. Es wird fieberhaft gerätselt, was er sich für eine Überraschung ausgedacht haben mag. Doch er lässt sich nicht in die Karten schauen.
Die Stunden verrinnen, bis schließlich am Spätnachmittag sämtliche Almbewohner freudestrahlend im Wohnzimmer um den Kamin zusammen kommen und ihre liebevoll angefertigten Geschenke an die Zweige einer südländischen Kuhmanntanne hängen, die vor dem Fenster steht und ihre Äste in die Höhe reckt. Der Geruch von frischen Bratäpfeln legt sich in den Raum, die Waschbären verteilen Seifentaler mit Zimtgeschmack und Schokoladencracker. Zufrieden lässt man sich das Gebäck auf der Zunge zergehen und genießt den Augenblick.
Und bevor nun die Geschenke ausgepackt werden, pflegt man eine altbewährte Almtradition, wir sehen uns gemeinsam einen Filmklassiker auf der Großbildleinwand an. Da man das ganze Jahr über mit Hitchblogschen Meisterperlen versorgt ist, greifen wir an Weihnachten oftmals auf epische Werke anderer Künstler zurück. So sahen wir in den vergangenen Jahren regelmäßig „Ben Hur“, den mit Pomadefrisuren durchtränkten Streifen „Vom Winde verweht“ oder den Sandalenfilm „Spartacus“. Doch in diesem Jahre haben wir uns für eine Neuerung entschieden. Da unser Herr Schrödinger ein begeisterter Filmliebhaber und Laienregisseur ist, hat er nun sein erstes cineastisches Oevre geschaffen. Die Weihnachtsgeschichte modern interpretiert aus Sicht eines Hausmeisters, der den vorweihnachtlichen Alltag meistert. Ein unverblümter Blick auf die täglichen Handlungen eines einfachen Arbeiters, zart umgarnt von einem Hauch Besinnlichkeit. „Eine Waschnachtsgeschichte“ nennt der werte Egon sein Epos, die, so hofft er, den Gegensatz von weihnachtlichem Konsumstress und alltäglichem Trott gut zum Ausdruck bringen soll. Der bodenständige Mann als alleiniger Kämpfer an der Putzfront gegen Schmutz, Bakterien und jede Menge Wäscheberge.
Lassen wir uns überraschen, ob Herr Schrödinger am Ende des Filmes seine weiße Weste behält.
Lehnen Sie sich bequem in Ihrem Ohrensessel zurück und genießen Sie den etwas anderen Weihnachtsfilm.

Licht aus, Film ab und viel Vergnügen! 🙂

©mauswohn

Herbst-Si-n`est-ma: „Klingel – Ein schwäbischer Haustürschwank“

Mittlerweile kennen Sie es schon. Das Freiluftkino der Bloghüttenalm lädt Sie zu einem weiteren cineastischen Großereignis ein. Die üblichen Verdächtigen sind wie immer am Start, in Person der Herren Hitchblog und Nozart, die nimmermüde an einem neuen Werk gefeilt haben, das hinter vorgehaltener Hand bereits als Kassenknüller gehandelt wird. So nahmen sich die zwei Tüftler dieses Mal dem Thema Dialekt und einer der wohl ungeliebtesten Berufssparten, dem Vertretertum, an. Das akribisch recherchierte Werk erinnert stark an die frühen Produktionen Chaplins und Keatons. Nicht Wenige sehen hierin ein Übertrumpfen der zwei Altmeister und suchen bereits nach neuen Superlativen, um diesem famosen Filmkunststück gerecht zu werden. Zum Inhalt:

Im Ländle. Ein gewöhnlicher Dienstag Vormittag. Die Kirchturmuhr schlägt 10 Uhr 30. Wie immer wird überall fleißig gearbeitet, Gehwege erfreuen sich größter Reinlichkeit, die Biotonnen sind ordentlich ausgeputzt, die neue Mercedes A-Klasse der redlichen schwäbischen Hausfrau steht frisch gewienert vor der peinlichst aufgeräumten Garage, in der sich vom Boden essen ließe, um den Nachbarn den hart erarbeiteten Stolz direkt vor die neidischen Augen zu halten.
Die Vögel zwitschern vergnügt, als plötzlich Unheil droht. In die heimelige Idylle bahnt sich ein Eindringling seinen Weg. An der Straßenkreuzung biegt ein schäbiger rostroter Ford Fiesta um die Ecke und hält mit stotterndem Motor vor dem gepflegten Anwesen der Familie Ruggaber-Mäule.
Quietschend öffnet sich die Fahrertüre und ein Mann mit Hut, in einen zerschlissenen Nerzmantel gekleidet, an den Füßen Lederriemensandalen tragend (im Schwäbischen besser bekannt unter der Bezeichnung „Jesuslatschen“), steigt aus seinem, Auto möchte man beinahe nicht sagen, Rostlaube wäre der treffendere Begriff,  und hieft aus dem Kofferraum eine große unförmige Tragetasche. Er klemmt sich das undefinierbar riechende, bereits sehr mitgenommen dreinschauende Utensil unter den rechten Arm und steuert zielgerichtet die Haustüre des makellosen Heimes an.
Die Singvögel, die sich seelenruhig im Vorgarten neben den polierten Gartenzwergen, im Baumarkt in der Schnäppchenecke „Zwei zum Preis von einem“ erstanden, niedergelassen haben, schrecken ob des ungewohnten Gastes ängstlich auf und verstecken sich in der akkurat geschnittenen Buxbaumhecke, die beim Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden – oder Wer ist der beste Heckenschütze“ im vergangenen Jahr den ersten Platz belegte.
Die dreckigen Fußsohlen des Fremden hinterlassen unschöne Abdrücke auf dem neu verlegten Treppenstufenarrangement im Eingangsbereich. Ein ungesundes Husten lässt der einem Vertreter nicht unähnliche Besucher seinen Lungen entweichen, reckt seinen rechten Arm in die Höhe, zückt den Zeigefinger und lässt ihn mit einer gekonnten Bewegung auf den eigens mit einem Hinweisschildchen versehenen Klingelknopf herniedersausen. Es ist geschehen. Der Klingelvorgang ist in Gang gesetzt, ein sauberes „Ding-Dong“ ertönt im Hause Ruggaber-Mäule. Resolute Schritte erklingen hinter der verschlossenen Türe. Der Fremde nestelt an seinem Mantelkragen, die Türe öffnet sich. Vor ihm steht eine gepflegte Frau mittleren Alters. Ihr rotbackiges Gesicht ist in leichte Speckröllchen eingebettet, Schweißperlen triefen den dicken Hals hinab. Eine bunt geblümte Schürze ist um den voluminösen Körper der sichtlich geschäftigen Hausfrau gebunden, in der linken Hand hält sie ein Staubtuch. Unvermittelt sieht sie den Fremden an und fragt in deutlichem Ton:

Wie es weitergeht? Das Übliche. Der Herr mit Hut und Schmalz peilt das Nachbarhaus an, während die penible Hausfrau sofort den hinterlassenen Dreck registriert und kopfschüttelnd einen Eimer mit Putzwasser und den Schrubber holt, um die Misere zu beseitigen. Anschließend geht es ab in die Küche. Die Spätzle müssen bis 12 Uhr frisch dampfend auf dem Tisch stehen, wenn der fleißige Gatte von der Arbeit nach Hause kommt und seiner Frau (manchmal nervigen Alten) erzählt, wie viele Butterdosen er inklusive Schneidebrettle an die Japaner verkauft hat.
Oder wie der Schwabe zu sagen pflegt: Von nix kommt nix ond schaffa isch a Gschäft! 🙂

 

Als Verpflegung reichen wir heute selbstverständlich überwiegend schwäbische Spezialitäten wie Spätzle mit Linsen und Saitenwürschtle, dazu ein Gläsle Moscht oder ein Viertele Trollinger.

Viel Vergnügen und Guten Appetit! 🙂

©mauswohn

Mehr Platz im Kopf

„Wahnsinn! Ich werde noch wahnsinnig!“
Erinnern Sie sich noch daran, als Sie diese Worte das letzte Mal in Gebrauch hatten? Richtig. Hier auf der Alm kamen Ihnen diese Ausrufe wie von selbst über die trockenen Lippen, als Sie sich das Hitchblogsche Meisterwerk „Normaler Wahnsinn“ zu Gemüte geführt haben (warum auch immer).
Dass der Film für reichlich Diskussionsstoff sorgen würde, war Experten bereits vorher völlig klar. Doch dass beim Betrachten bisher unbekannte Wahnzustände bei einem Großteil der Zuschauer ausbrechen würden, war weder zu vermuten geschweige denn geplant.
Die visuellen Reize hatte Herr Hitchblog in seinem Film scheinbar so geschickt gesetzt, dass der interessierte Zuschauer schnell überfordert war. Da hatte sich unser Regisseur in seiner Naivität doch eingebildet, die Kenner seiner Filme würden mit der angeblich simplen Thematik der „Weggabelung“, die hier seiner Meinung nach ganz offensichtlich angesprochen wurde,  keinerlei Probleme haben. Aber wie es scheint, hatte sich wohl kaum jemand so recht mit seinen komplexen Werken auseinandergesetzt und wurde folgerichtig schnell des Wahnsinns fette Beute.
Doch ungeachtet dessen, hat der werte Herr Hitchblog nun ein schlechtes Gewissen. Seine geneigten Zuschauer derart in den Wahnsinn zu treiben, war freilich niemals beabsichtigt. Und so begab er sich umgehend in sein Kämmerlein, um ein cineastisches Gegenmittel für das vorangegangene Chaos zu kreieren. Klar in Aussage und Form, ohne versteckte Fallen am Wegesrand, aber die Thematik der „Weggabelung“ (in dessen gleichnamiger Serie Herr Ösi die Hauptrolle zugesprochen bekam) niemals aus den Augen verlierend. Hinter verschlossenen Türen werkelte er Tag und Nacht. Bei diesem Arbeitspensum, so hatten wir den Eindruck, ist bald er dem Wahnsinn näher als seine Betrachter.
Doch nach genau sieben Tagen war es geschafft. Völlig erschöpft präsentierte Herr Hitchblog unseren engsten Almmitarbeitern sein neuestes Werk „Mehr Platz im Kopf“. Hiermit wollte er das unnötig einverleibte Bildmaterial, das zu Wahnzuständen und Verwirrung führte, aus den Köpfen seiner Betrachter wieder verbannen.
Und was sollen wir sagen? Es hat geholfen. Frei und beschwingt tänzeln hier nun alle durch die Gegend. Die Apothekenrundschau hat bereits angefragt, ob in der nächsten Ausgabe ihrer Zeitschrift eine Gratis-DVD dieses Wunderheilmittels beigefügt werden dürfe, was Herr Hitchblog selbstverständlich (nicht ohne Stolz) bejahte. Unser Regisseur scheint also die richtige Medizin gefunden zu haben. Auf Nachfrage, was denn sein Geheimrezept hierbei gewesen sei, antwortete er nur, dass man einen Entleerungsvorgang am besten vollziehen könne, indem man den Deckel hebt und die ganze Sache auf den Kopf stellt. Mehr war dem ermatteten Künstler nicht zu entlocken, der nun seit drei Tagen auf der Holzbank vor dem Kuhstall den verlorenen Schlaf nachholt.
Sollten Sie nun also immer noch von Herrn Hitchblogs cineastischem Wahnsinnsvirus befallen und ihr Oberstübchen mit fragmentarischem Ballast versehen sein, raten wir zur Einverleibung dieses Filmes (ohne Unterbrechung bei gleichmäßiger Atmung).
Wenn Sie Glück haben, wird anschließend ein Gefühl des Wohlbefindes Ihren Körper umschmeicheln. Wenn nicht, haben Sie eben Pech gehabt! 🙂

Viel Vergnügen!

Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie eine Weggabelung! Gute Besserung!

 

 

©mauswohn