Tour de Postcard

Während sich die Sommersonne genüsslich am Himmel breit macht, schweift so manch einer zur Erholung in die Ferne, wir bleiben auf der Alm zurück, schreiben Karten und die alljährliche Tour de France neigt sich allmählich dem Ende. Es geht also alles seinen gewohnten Gang. Und wir halten weiterhin unserer Postkartenaktion die Treue und lassen Sie heute am durchstöbern einer alten Postkartenbox teilhaben. (Also Spannung pur!) Und als Extra-Service blenden wir zusätzlich einen Teil der 17ten Etappe der Tour de France ein, damit Sie auch wirklich nichts versäumen. Fraglich bleibt, ob man überhaupt eines dieser beiden „Ereignisse“ gesehen haben muss. Wir vermuten, dass wir mit diesem Filmbeitrag wohl eher die Banane des Jahres einheimsen werden, oder was sonst das Gegenstück des Hollywood-Oscars sein mag. Wie dem auch sei. Wir laden Sie herzlich ein zur Tour de Postcard (auf schwäbisch). Machen Sie sich selbst ein (Postkarten)-Bild:

 

Haben Sie die Ziellinie erreicht? Nicht in den Pyrenäen am steilsten Anstieg eingebrochen? Respekt! Wie gesagt, ein gelbes Trikot erhält der Sieger hier nicht. Deshalb bleiben wir ganz simpel bei unseren Postkarten und verschönern uns mit ein paar Bildern den Sommer 🙂

 

 

©mauswohn

Benny Bieberle … Hase und Seeigel

So, heute werfen wir mal wieder einen kurzen Blick auf unseren eifrigen Rennfahrer Benny Bieberle, der bekanntlich unermüdlich mit seiner rasenden Karotte Trainingsrunden absolviert, um endlich auf dem Hockenheimring zugelassen zu werden. Das letzte Mal nahm er das Fensterbrett als Übungsgelände in Beschlag, da die Wetterverhältnisse kein fahren auf einem Außenparcours möglich machten. Doch nun scheint die Sonne, die Blumen blühen, die Vögel zwitschern und unser Rennfahrer knattert mit seiner flotten Karotte auf den Balkon. Dort stehen die nächsten Testfahrten an. Gekonnt werden die Meter auf dem schwindelerregend hohen Balkongeländer absolviert, bis … oh Schreck … Serge der Seeigel ebenfalls hinzu tritt, um weitere Gymnastikübungen für die nächste Weltsensation voranzutreiben. Doch was nun? Zwei ehrgeizige Sportler, keiner will dem anderen weichen. Urteilen Sie selbst … 🙂

 

 

Wir wünschen allen Almbesuchern einen wunderschönen Pfingstsonntag und hoffen, dass Sie ohne lärmende Hasen oder sonstige quirlige Mitbewohner diesen Tag genießen können.

 

©mauswohn

Weltsensation – Kasimir the jumping cheese

Wie Sie vielleicht wissen, ernähren wir uns hier auf der Alm täglich mit frischen Lebensmitteln aus eigenem Anbau. Neben zahlreichen Streuobstwiesen, biologisch abbaubaren Hühnern, einer Schokoladenzucht (die bisher leider noch nicht von Erfolg gekrönt ist) und einem urigen Pizzaofen darf natürlich eine klassische Almkäserei nicht fehlen.
Und so hat sich unser Herr Schrödinger schon vor Jahrhunderten in das traditionelle Handwerk der Käseherstellung eingearbeitet. Mit Erfolg, wie wir sagen können. Denn neben all den bekannten Käsesorten wie Schimmelkäse, Hartkäse, Weichkäse usw. gibt es bei uns seit einigen Jahren den Großkäse. Um genau zu sein, nur einen einzigen.
Als der werte Herr Schrödinger einmal mehr von seiner Experimentierfreudigkeit befallen war, entstand im Lab-Labor mehr durch Zufall ein Käse in Übergröße. Und zu unser aller Überraschung hüpft dieses Exemplar quicklebendig vergnügt umher und zeigt sich als ein äußerst freundlicher Geselle. Man kennt es ja von anderen Sorten, die mit reichlich Schimmelkulturen übersät unter dem Mikroskop betrachtet sicherlich sehr lebhaft erscheinen mögen, aber wenn einem ein großes Käsestück draußen in Feld und Wald über den Weg läuft, fragt man sich durchaus, ob dieser Anblick nicht zum Himmel stinkt.
Nun, wie dem auch sei. Wie brachten es nicht fertig, diesen lebensfrohen Käse zu verspeisen und nannten ihn kurzerhand Kasimir. Schnell freundete er sich mit allen Almbewohnern an und schloss eine besonders enge Freundschaft mit unserem Seeigel Serge. Und nachdem dieser so grandios mit seiner Weltsensation auf dem Balkongeländer glänzen konnte, war auch der Ehrgeiz des guten Kasimir geweckt. So kam erneut eines zum anderen und nun können wir mit Stolz eine weitere Weltsensation präsentieren:
Unser Käse Kasimir wird vier Mal, mehr oder weniger aus dem Stand (oder aus dem Lieg, ganz wie Sie mögen) von einer Wiese auf besagten Balkon hüpfen, der bereits unserem Seeigel zu seiner ruhmreiche Tat verholfen hat.
Wie immer sind wir live vor Ort, manipulieren keinerlei Kulissen, versichern, dass unser Käse dopingfrei an den Start geht und drücken nun gemeinsam mit Ihnen die Daumen, dass dieser Weltsensationsversuch von Erfolg gekrönt sein wird.

Viel Vergnügen! 

 

Sensationell, nicht wahr!?! Und was machen Ihre Lebensmittel den lieben langen Tag? 🙂

 

 

 

©mauswohn

Hacking with Sam

Haben Sie Ihre Passwörter gut verschlüsselt? Sind Ihre elektronischen Daten ausreichend vor Hackerangriffen gesichert? Kein einfaches Unterfangen, nehmen doch die Zahlen der Hacker und deren ausgefeilte Tricks immer mehr zu.
Deshalb notieren wir hier auf der Alm unsere wichtigsten Kennwörter und Geheimziffern auf einer wasserdichten Papyrusrolle und verstecken sie neben … aber halt, das wird natürlich nicht verraten.
Doch selbstredend kommen auch wir nicht gänzlich ohne Internet aus und haben einige IT-Spezialisten in unseren Reihen, die für die Wartung unserer Bloghütte zuständig sind.
Und mit der Zeit hat sich einer von ihnen zu einem regelrechten Hacker, einem Tüftler, oder wie man im Schwäbischen zu sagen pflegt, einem Käpsele entwickelt und bastelt unermüdlich an skurrilen Neuerungen.
Sam heißt unser etwas eigenwilliger aber liebenswerter Erfinder, der es uns gestattet hat, einen Blick über seine Schultern zu werfen und ihm bei der Hackerarbeit zuzusehen.
Dies ließen wir uns natürlich nicht entgehen und zeigen Ihnen nun einen kleinen Ausschnitt aus dem Alltag unseres eifrigen Bastlers. Aber pssst, verraten Sie nicht seine Tricks!

Viel Vergnügen!

 

Und sollten Sie Probleme mit einem Ihrer technischen Geräte haben, wenden Sie sich vertrauensvoll an Sam. Der hackt jedes Ding! 🙂

 

©mauswohn

Eine Flasche Leopardinger

Nachdem wir Ihnen vor einiger Zeit den Ablauf des Lehnduells näher gebracht und vom kläglichen Scheitern einer Kuh im Kampf gegen einen Drachen berichtet haben, stöberte unsere Redaktion ein wenig in den Geschichtsbüchern und entdeckte hierbei eine der außergwöhnlichsten Begegnungen in der Lehnduellhistorie.
Marisa Mauthe (1877-1907) aus Sigmaringen gilt als die wagemutigste Lehnfrau ihrer Zeit.
Aufgewachsen in ärmlichen Verhältnissen, machte sie sich bereits in ihrer Kindheit als Bolerotänzerin einen Namen und heiratete im Alter von 18 Jahren den Weingärtner Eberhard Härtel aus Hamburg. Doch das Eheglück währte nicht lange, da sich der Weinanbau im Norden als recht schwierig erwies und Herr Härtel Konkurs anmelden musste. Gramgebeugt ertränkte sich der alte Mann im Meer. Nun stand die junge Marisa mittellos am Strand und suchte nach einer neuen Erwerbsquelle.
Da ließ der kühle Nordwind eine Tageszeitung vor ihre Füße flattern, in der sie von den Lehnduellen las. Begeistert ob dieser Idee, bewarb sie sich sogleich beim Komittee für AWC (Ausstrahlung, Witz und Charme) und wurde der Lehnduellanfängergruppe zugelost. Doch mühelos rang die resolute Frau Mauthe innerhalb kürzester Zeit einen Kontrahenten nach dem anderen nieder. Kein Gegner war ihr zu schwer.
Und stets auf der Suche nach einer neuen Herausforderung wagte sich die werte Marisa in den Käfig eines Leoparden. Das war ihre Kragenweite. Hier hatte sie eine Aufgabe gefunden. Gekonnt setzte sie mit Hilfe zahlreicher Werbeagenturen ihr Lehnduell mit Leopard Erna in Szene. So posierten die Zwei an einem edel gedeckten Tische in einem 5-Sterne-Restaurant in Stockach am Bodensee. Marisa Mauthe trank werbewirksam eine Flasche „Leopardinger“ aus dem aktuellen Sortiment ihres neu eröffneten Flachlandweingutes, während sie Erna mit scharfem Blicke in die blutrünstigen Augen sah.
Diese Bilder gingen um die Welt. Die Presse überschlug sich mit Sensationsmeldungen. Marisa und Erna lehnten auf diese Weise mehrere Jahre. Frisur und Fell wurden stets dem momentanen Modegeschmack angepasst, so dass die Geschichten über dies ungleiche Paar niemals endeten.
Doch genau am 30sten Geburtstag der Lehnikone Mauthe verspürte die sonst so zurückhaltende Erna ein gewisses Hungergefühl und biss der völlig perplexen Marisa die Kehle durch. Diese Geburstagsüberraschung war gelungen. Die Schnauze voll von der jahrelangen Stillsitzerei, sprang der Leopard behende durch ein Fenster, landete hier jedoch unglücklich im Bodensee und ertrank. Die Legende erzählt, dass einheimische Fischer manchmal des nachts den Geist der wilden Erna über das Wasser fliegen sehen. An diesen Tagen soll die Fangquote besonders gut sein. Und von der unvergessenen Frau Mauthe bleibt ein gut gelagertes Fläschchen „Leopardinger“ zurück, das bei Sotheby`s vergangenen Monat für sage und schreibe 11,7 Milliarden Dollar versteigert wurde. Der Käufer wurde nicht genannt.
Vielleicht wissen Sie ja Näheres?!? 🙂

Bolerotänzerin und Leopard
Historisches Lehnduell im 5-Sterne-Restaurant „Guillotine“.
Rotwein
Verkauft für günstige 11,7 Milliarden Dollar.

 

 

 

 

©mauswohn