Hacking with Sam

Haben Sie Ihre Passwörter gut verschlüsselt? Sind Ihre elektronischen Daten ausreichend vor Hackerangriffen gesichert? Kein einfaches Unterfangen, nehmen doch die Zahlen der Hacker und deren ausgefeilte Tricks immer mehr zu.
Deshalb notieren wir hier auf der Alm unsere wichtigsten Kennwörter und Geheimziffern auf einer wasserdichten Papyrusrolle und verstecken sie neben … aber halt, das wird natürlich nicht verraten.
Doch selbstredend kommen auch wir nicht gänzlich ohne Internet aus und haben einige IT-Spezialisten in unseren Reihen, die für die Wartung unserer Bloghütte zuständig sind.
Und mit der Zeit hat sich einer von ihnen zu einem regelrechten Hacker, einem Tüftler, oder wie man im Schwäbischen zu sagen pflegt, einem Käpsele entwickelt und bastelt unermüdlich an skurrilen Neuerungen.
Sam heißt unser etwas eigenwilliger aber liebenswerter Erfinder, der es uns gestattet hat, einen Blick über seine Schultern zu werfen und ihm bei der Hackerarbeit zuzusehen.
Dies ließen wir uns natürlich nicht entgehen und zeigen Ihnen nun einen kleinen Ausschnitt aus dem Alltag unseres eifrigen Bastlers. Aber pssst, verraten Sie nicht seine Tricks!

Viel Vergnügen!

 

Und sollten Sie Probleme mit einem Ihrer technischen Geräte haben, wenden Sie sich vertrauensvoll an Sam. Der hackt jedes Ding! 🙂

 

©mauswohn
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Some like it hot

Heute befasst sich das Almkino mit dem Thema „Kunst“.
Einem Gebiet mit schier endlosen Möglichkeiten und Meinungen.
Wir schlagen eine Kerbe in die Sparte Graffiti und betrachten dieses Genre etwas näher.
Den meisten Menschen sind die gesprühten Gebilde an Hauswänden, Zügen und anderen öffentlichen Einrichtungen ein Dorn im Auge.
Die Aerosol-Junkies, wie sich die Graffiti-Künstler oftmals selbst bezeichnen, ziehen durch die Städte und untermalen das urbane Leben mit ihren Bildern.
Wir haben einen der bekanntesten Sprayer der Szene beobachtet und konnten ihn, was bisher noch keinem gelang, vor die Kamera zu einem kleinen Interview bewegen.
Nach diesem Film wird der ein oder andere möglicherweise seine Meinung bezüglich dieser Straßenkunst überdenken. Ob positiv oder negativ sei dahingestellt.

Viel Vergnügen!

Interesse geweckt? Wollen Sie ebenfalls den Nervenkitzel spüren und mit einer Spraydose bewaffnet um die Häuser ziehen und Street-Art-Künstler werden? Kein Problem. Konfuzius Hot bietet einen einwöchigen 6-Tage-Kurs zum Thema „Ich will sprayen – oder: warum ich nichts Besseres zu tun habe“ an. Die Besuchszeiten erfragen Sie bitte in an der Eingangspforte in Stammheim. 🙂

 

 

©mauswohn

Winter-Si-n`est-ma: „Wie es euch gefällt“

Kalt ist es geworden. Nebel und Regen haben sich auf der Bloghüttenalm eingenistet. Wer nun heute bei der neuesten Freiluftaufführung des Almkinos dabei sein will, muss sich wohl oder übel durch das etwas ungemütliche Wetter begeben, um noch einen trockenen Sitzplatz auf den Wiesen zu ergattern. Aber Frischluft ist ja bekanntlich gesund, so sehen wir den Spaziergang am besten als gesundheitsfördernde Maßnahme.

Die Herren Hitchblog und Nozart haben sich für die kalte Jahreszeit einen absoluten Klassiker aufgehoben. Früher oder später wagt sich schließlich jeder große Regisseur und selbsternannte Kunstfilmer an … genau, Sie ahnen es bereits, an die Werke von William Schüttelbirne. Der Meister aller Meister, zumindest für die Meisten, steht auf dem Programm. Unser unverwüstliches Kreativgespann zeigt eine Neuinterpretation des Stückes „Wie es euch gefällt“. Die Protagonisten dieser Inszenierung wurden unter 2500 Bewerbern nach mehrjähriger Suche sorgfältig ausgewählt. Den Zuschlag erhielten zwei Kammerschauspieler des Almtheaters. Eine große Ehre für unser überschaubares Ensemble. Und ohne unbescheiden sein zu wollen, sind wir der Meinung, dass die Herren Hitchblog und Nozart keine bessere Wahl hätten treffen können. Überzeugen Sie sich selbst von einer schauspielerischen Glanzleistung, die Ihresgleichen sucht und vermutlich niemals finden wird. Theaterkenner kommen hier voll auf ihre Kosten.

Warme Decken und Regenschirme liegen auf den Almwiesen bereit, so dass dieses Spektakel höchstens für den Gaumen ein feuchtfröhliches werden kann. Genießen Sie den kulturellen Höhenflug … wie es Euch gefällt

Viel Vergnügen! 🙂

 

Wir hoffen, dass unsere Almschauspieler mit ihrer Darbietung aus den Theatermuffeln unter Ihnen künftige begeisterte Theatergänger machen konnten und freuen uns auf Ihren nächsten Besuch!

©mauswohn

#Lebkuchen #Cookies

Wissen Sie, warum wir auf der Alm vor ein paar Tagen den Entschluss gefasst haben, nie mehr Lebkuchen zu essen?
Dies haben wir erneut einer höchst äußergewöhnlichen Begebenheit zu verdanken:
Sicherlich kennen Sie auch dieses Gefühl. Sie schlagen morgens die Augen auf, schälen sich verschlafen aus der Bettdecke und noch bevor Sie einen Fuß auf den Boden gesetzt haben, liegt eine Atmosphäre in der Luft, die andeutet, dass heute alles anders verlaufen wird, als an den übrigen Tagen.
Man scheint in einem surrealen zweiten Universum zu erwachen, in dem man all seine üblichen Handlungen wie sonst auch vollführt, nur hüllt sich dieses Mal ein unnennbares Gefühl um diesen Tag.
Neulich lag wieder solch eine Stimmung über der Alm.
Sämtliche Almbewohner waren ein wenig verwirrt, nichts wollte so recht gelingen, bis wir dann beschlossen, den Rest des Tages frei zu nehmen. Einige verkrochen sich sogleich wieder in ihren Betten, andere zählten Schneeflocken, die seit geraumer Zeit still und heimlich vom Himmel fielen.
Und die Kuh aus Malibu schnappte sich ihre Jacke und lies bei einem abendlichen Winterspaziergang ein wenig frischen Wind durchs Oberstübchen wehen.
Und Sie können sich kaum vorstellen, was dann passierte …

Verstehen Sie nun, warum wir keine Lebkuchen mehr essen? 🙂

©mauswohn

Herbst-Si-n`est-ma: „Klingel – Ein schwäbischer Haustürschwank“

Mittlerweile kennen Sie es schon. Das Freiluftkino der Bloghüttenalm lädt Sie zu einem weiteren cineastischen Großereignis ein. Die üblichen Verdächtigen sind wie immer am Start, in Person der Herren Hitchblog und Nozart, die nimmermüde an einem neuen Werk gefeilt haben, das hinter vorgehaltener Hand bereits als Kassenknüller gehandelt wird. So nahmen sich die zwei Tüftler dieses Mal dem Thema Dialekt und einer der wohl ungeliebtesten Berufssparten, dem Vertretertum, an. Das akribisch recherchierte Werk erinnert stark an die frühen Produktionen Chaplins und Keatons. Nicht Wenige sehen hierin ein Übertrumpfen der zwei Altmeister und suchen bereits nach neuen Superlativen, um diesem famosen Filmkunststück gerecht zu werden. Zum Inhalt:

Im Ländle. Ein gewöhnlicher Dienstag Vormittag. Die Kirchturmuhr schlägt 10 Uhr 30. Wie immer wird überall fleißig gearbeitet, Gehwege erfreuen sich größter Reinlichkeit, die Biotonnen sind ordentlich ausgeputzt, die neue Mercedes A-Klasse der redlichen schwäbischen Hausfrau steht frisch gewienert vor der peinlichst aufgeräumten Garage, in der sich vom Boden essen ließe, um den Nachbarn den hart erarbeiteten Stolz direkt vor die neidischen Augen zu halten.
Die Vögel zwitschern vergnügt, als plötzlich Unheil droht. In die heimelige Idylle bahnt sich ein Eindringling seinen Weg. An der Straßenkreuzung biegt ein schäbiger rostroter Ford Fiesta um die Ecke und hält mit stotterndem Motor vor dem gepflegten Anwesen der Familie Ruggaber-Mäule.
Quietschend öffnet sich die Fahrertüre und ein Mann mit Hut, in einen zerschlissenen Nerzmantel gekleidet, an den Füßen Lederriemensandalen tragend (im Schwäbischen besser bekannt unter der Bezeichnung „Jesuslatschen“), steigt aus seinem, Auto möchte man beinahe nicht sagen, Rostlaube wäre der treffendere Begriff,  und hieft aus dem Kofferraum eine große unförmige Tragetasche. Er klemmt sich das undefinierbar riechende, bereits sehr mitgenommen dreinschauende Utensil unter den rechten Arm und steuert zielgerichtet die Haustüre des makellosen Heimes an.
Die Singvögel, die sich seelenruhig im Vorgarten neben den polierten Gartenzwergen, im Baumarkt in der Schnäppchenecke „Zwei zum Preis von einem“ erstanden, niedergelassen haben, schrecken ob des ungewohnten Gastes ängstlich auf und verstecken sich in der akkurat geschnittenen Buxbaumhecke, die beim Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden – oder Wer ist der beste Heckenschütze“ im vergangenen Jahr den ersten Platz belegte.
Die dreckigen Fußsohlen des Fremden hinterlassen unschöne Abdrücke auf dem neu verlegten Treppenstufenarrangement im Eingangsbereich. Ein ungesundes Husten lässt der einem Vertreter nicht unähnliche Besucher seinen Lungen entweichen, reckt seinen rechten Arm in die Höhe, zückt den Zeigefinger und lässt ihn mit einer gekonnten Bewegung auf den eigens mit einem Hinweisschildchen versehenen Klingelknopf herniedersausen. Es ist geschehen. Der Klingelvorgang ist in Gang gesetzt, ein sauberes „Ding-Dong“ ertönt im Hause Ruggaber-Mäule. Resolute Schritte erklingen hinter der verschlossenen Türe. Der Fremde nestelt an seinem Mantelkragen, die Türe öffnet sich. Vor ihm steht eine gepflegte Frau mittleren Alters. Ihr rotbackiges Gesicht ist in leichte Speckröllchen eingebettet, Schweißperlen triefen den dicken Hals hinab. Eine bunt geblümte Schürze ist um den voluminösen Körper der sichtlich geschäftigen Hausfrau gebunden, in der linken Hand hält sie ein Staubtuch. Unvermittelt sieht sie den Fremden an und fragt in deutlichem Ton:

Wie es weitergeht? Das Übliche. Der Herr mit Hut und Schmalz peilt das Nachbarhaus an, während die penible Hausfrau sofort den hinterlassenen Dreck registriert und kopfschüttelnd einen Eimer mit Putzwasser und den Schrubber holt, um die Misere zu beseitigen. Anschließend geht es ab in die Küche. Die Spätzle müssen bis 12 Uhr frisch dampfend auf dem Tisch stehen, wenn der fleißige Gatte von der Arbeit nach Hause kommt und seiner Frau (manchmal nervigen Alten) erzählt, wie viele Butterdosen er inklusive Schneidebrettle an die Japaner verkauft hat.
Oder wie der Schwabe zu sagen pflegt: Von nix kommt nix ond schaffa isch a Gschäft! 🙂

 

Als Verpflegung reichen wir heute selbstverständlich überwiegend schwäbische Spezialitäten wie Spätzle mit Linsen und Saitenwürschtle, dazu ein Gläsle Moscht oder ein Viertele Trollinger.

Viel Vergnügen und Guten Appetit! 🙂

©mauswohn