Halloween-Herbst-Lyrik: Abgebrannt

Herr Meier fühlt sich abgebrannt,
so wie er es noch nie empfand.
Wie kommt das nur, was ist geschehn?
Er kann den Kopfschmerz nicht verstehn.
Du reibst Dich auf, sagt seine Frau.
Da hat sie Recht, denn sie ist schlau.
Schon lange sind sie jetzt ein Paar
seit über einem ganzen Jahr.
Als er sie traf mit weißem Haar
da war es ach so wunderbar.
Doch als er Reibung sucht mit ihr
ergrauten Haare da und hier.
Er fing so rasch aus lauter Liebe Feuer
das war der Dame überhaupt gar nicht geheuer.
Jedoch sie kennt die alte Leier
bisher brannte jeder ihrer Freier.
Ach es ist schon großer Mist
dass eine Zündholzschachtel sie doch ist.
Bei der Liebe sieht die alte Schachtel rot,
jeder Manne reibt sich an ihrer Hülle tot. 🙂

Abgebrannt
Herr Meier hat sich an seiner Frau zu sehr aufgerieben und fühlt sich nun abgebrannt.

 

©mauswohn
Bildquelle: Internet

 

 

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53 Gedanken zu “Halloween-Herbst-Lyrik: Abgebrannt

    1. Hallo meine Liebe!

      Nicht wahr. Da brennt einer vor lauter Liebe und endet so mir nichts Dir nichts im Jenseits. Aber ohne Zündkopf geht die Liebe ja auch oft in die Hose. Da relativiert sich das Ganze wieder 🙂
      Wenn die Vampire kräftig zubeissen, müssen sie aufpassen, dass sie auch immer die Dritten parat haben. Sonst kann man den anderen nicht mehr zum anbeissen gern haben 🙂

      Liebe Halloweengrüße
      Mallybeau

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    1. Lieber Herr Heinrich!

      Ich würde es zwar nie wagen, Ihre Gattin als alte Schachtel zu bezeichnen, aber das ist doch wunderbar, wenn es bei Ihnen immer noch funkt und Sie sich mit ihr reiben.
      Die abgebrannte Zündkopffrisur lässt sich vielleicht durch ein modisches Haarfärbemittel wieder ausgleichen 🙂

      Herzliche Grüße
      Mallybeau

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        1. apropos alte Schachtel. Das wäre auch technisch/logisch nicht korrekt!
          Meine Frau ist 10 Jahre jünger als ich, und ICH bin ja noch nicht einmal eine alte Schachtel!
          Ich bin reif, naja gefühlt reif —– reif für die Insel. 😉

          Gruß vom alten Knacker Heinrich

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    1. Liebe Bella!

      Du hast den Nagel äh den Knochen auf den Kopf getroffen.
      Da muss man sich sehr genau vorsehen, woran man sich entzündet. Ich halte ja Hunde für die besten Freunde. An denen kann man sich prima reiben, ohne dass man verbrennt. Nur wenn man sie schlecht behandelt, kann man sich die Finger verbrennen und wird gebissen 🙂

      Herzliche Grüße
      Mallybeau

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  1. Die Jungs, die sich an ihr entzünden,
    die sollte wirklich man ergründen.
    Ich hab kein Zweifel – und bin sicher:
    die Jungs war´n allesamt nur Stricher.

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        1. Huch! Jetzt sehe ich das auch. Das ist ja komisch! Ich kann mit dem Namen nichts anfangen, und ich wundere mich, wie so etwas geht. Hoffentlich nichts „entzündliches“, wie ein Virus. Vielleicht löschen Sie einfach einmal die Kommentare ab,- und mit diesem komischen Namen?
          Danke für´s Aufpassen!
          Lo

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    1. Liebe Daggi!

      Ist meine Ode an den Chemieunterricht also gut angekommen? Ich muss mich schließlich ein bißchen beim neuen Täschtelogie-Nobelpreisträger einschleimen 🙂
      Tja, wahrscheinlich ginge das mit der Liebe gut, wenn alle die genauen chemischen Formeln und Tabellen im Kopf hätten. Aber wenn man die rosarote Brille aufhat, übersieht man wohl die wichtigsten Zeichen 🙂

      Liebe Grüße an die Oberlehrerin
      Mallybeau

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  2. Viel zu schnell ward er erloschen
    dennoch: er hatte eine große Gosch’n
    der Meier, seines Zeichen … ein Poet
    selbst das Dichten war ihm nicht zu bled
    und als er landete im Himmel
    tausend Engel, viel Gebimmel
    berauscht von übergroßen Glocken
    musste er dichten, die Englein rocken
    zufrieden dachte er … so Gott will
    werde Werbetexter ich für Moltofill
    schon taten Worte in ihm keimen
    und so musste flugs er reimen:
    Wenn deine Alte bissig wird
    und mit der Zeit die Zähne verliert
    nimm Moltofill und eine Spachtel
    und schmier sie zu – die alte Schachtel…

    Da rieb der HERR sich seine Augen
    „dein Reim tut wirklich nicht viel taugen
    zuerst blitzschnell abgebrannt
    wirst aus dem Himmel du noch verbannt
    weil politisch nicht korrekt
    zu viel Frechheit in dem Reime steckt“
    doch die Engerln mit den Flügerln
    hatten getrunken aus zu vielen Krügerln
    von dem goldnen Gerstensaft
    der ihnen nun verlieh die Kraft
    forsch und mutig klar zu sagen
    „geht’s dem Meier an den Kragen
    möchten wir nicht länger Engeln sein
    die Verbannung, sie ist gemein
    wir sagen klar und deutlich: NEIN!
    der Meier war zwar ein Streichholz
    doch auf seine Sprüche sind wir Stolz!“
    Da ließ der HERR ’nen Blitz herniederfahren
    wie’s im Himmel ist Gebaren
    wenn es die Englein zu bunt treiben
    und nicht seriöse bleiben
    ganz unvermutet der Engelschar Protest
    sie riefen „Teufel! Satan! Beulenpest!“
    der HERR, plötzlich er ließ sich erweichen
    setzte der Horde rasch ein Zeichen
    da kannst du alle Engel fragen
    ein jeder wird das selbe sagen
    „Als dann“, sprach der HERR
    klarerweise, es fiel ihm schwer:
    „Okay, okay, den Meier loss ma do“
    … und die Engelschar war sichtlich froh

    Liebe Frau Mallybeau,

    ein ganz entzückendes, wenngleich dramatisches Gedicht. Aber schließlich steht Hello-Wien bevor… 😉

    Herzliche und sonnige Grüße zum Wochenende 🙂
    Herr Ösi

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    1. Da liegt sie nun die alte Schachtel
      zugeschmiert mit einem Spachtel.
      Jetzt muss sie die Klappe halten
      kann sich gar nicht mehr entfalten.
      Und das Streichholz freut sich sehr
      hat nun keinen Schwarzkopf mehr.
      Muss nicht mehr brennen und gar sterben
      kann mit Bier sich nun verderben.
      Betrunken sitzt er dann so da
      und denkt, es war schon wunderbar
      wie ich mich einst reiben tat
      so ganz ohne ists schon schad.
      Zu spät, die Schachtel ist verloren
      er schreibt sichs hinter seine Ohren.
      Kein Alkohol, kein Moltofill
      das war des Guten dann zu viel. 🙂

      Lieber Herr Ösi!
      Passend zur schaurig schönen Gruselzeit passen Ihre wunderbaren Zeilen des Herrn Meier. Wohl dem, der sich eine Kerze mit Feuerzeug anzündet und die Reibung mit Zündholz und Schachtel umgeht 🙂
      Ich wünsche Ihnen ebenfalls ein wunderschönes Herbstwochenende
      Herzliche Grüße
      Mallybeau

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  3. Liebe Mallybeau, bevor ich an die Beantwortung deines Kommentars auf meinen viel später erschienenen Artikel komme, muss ich mich jetzt hier „äußern“ – oder „innern?“
    Reimen kann ich nicht, dichten schon gleich überhaupt nicht – deswegen musst du meine Texte immer in „Prosa“ lesen.
    Als erstes bin ich zu dem Tübingenlink mit dem Wilhelmsstift gegangen und habe dort auch die anderen Gebäude gesehen. Ich habe doch gewusst, dass mir sehr viele Bauschätze bei dem Superhitzebesuch entgangen sind. Vielleicht schaffen wir es doch noch, dass du mich mal durch Tübingen führst.
    Und jetzt zu dem Hitzkopf, der da so abgebrannt in der Gegend herumsteht. Gut – Frauen sind meistens AUSgebrannt von den riesigen Alltagsverpflichtungen – aber vielleicht kann er jetzt seiner Gattin doch besser verstehen und helfend unter die Arme greifen als immer nur an „feurige Reibung“ zu denken.
    Herzlichst Clara – und jetzt darf ich zu meinem Blog eilen!

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    1. Liebe Clara!

      Du denkst da wie immer sehr praktisch. Das gefällt mir. Warum immer nach Reibung suchen, wenn der werte Gatte doch mal lieber im Haushalt mithelfen und das nasse Geschirr trocken reiben könnte?!? Vielleicht sollte ich wirklich mal eine Streichholzschachtel mit in die Küche nehmen und nachsehen, ob sich wunderbarerweise etwas ereignet. Goethes Zauberlehrling 2.0
      Derweil knete ich nun ganz alleine einen Teig für Käsegebäck und wünsche Dir einen wunderschönen Samstag 🙂

      Liebe Grüße
      Mallybeau

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      1. Oh – dieses tolle Gebäck, wo du mir mal das Rezept geschickt hast und ich es auch gebacken habe!!!!!! Lang, lang ist’s her. Wird es aber wenigstens mit Schokolade glasiert, damit dein Haupt-Ess-Hobby nicht ganz vernachlässigt wird? 😉 🙂

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            1. Durch jahrelange, harte Arbeit habe ich mir diese kulinarische Weisheit angeeignet. Und natürlich teile ich sie immer gerne mit Dir. Das Gebäck schiebe ich Dir auch virtuell mal rüber 🙂

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  4. Liebe Mallybeau,
    ooooh, welch eine tragische Liebesgeschichte!
    Wir waren ja nun wegen des über eine Woche nicht funktionierendem PC auch ein bissel „ausgebrannt“ und haben euch alle sehr vermißt, nun hab ich ihn durch einen unerklärlichen Zufall wieder zum Laufen gebracht und hoffe, daß am nächsten Montag, wenn die Kinder kommen, mein Sohn ihn wieder richtig auf Vordermann bringen kann.
    Mimi könnte ein paar gedrückte Daumen gebrauchen, du hast ja sicher schon in meinem Blog gelesen, daß es ein bissel gesundheitliche Probleme gibt. Wir hoffen aber das beste!!! Und schicken liebe Grüße hinauf auf die Alm,
    Monika und Mimi.

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    1. Liebe Mimi, liebe Monika!

      Nachdem wir länger nichts von euch gehört haben, ging der Blick dann natürlich auch auf euren Blog, wo wir glücklicherweise erfahren haben, dass wenigstens der Computer wieder gesund ist. Selbstverständlich drücken wir der lieben Mimi sämtliche Pfoten und Daumen und wünschen alles Gute. Da ist so ein abgebranntes Streichholz Nebensache.
      Wir hoffen, bald wieder von euch zu hören und senden herzliche Grüße in die Grafschaft

      Mallybeau 🙂

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      1. Liebe Mallybeau,
        ganz lieben Dank für euer Daumendrücken!!! Und so lieben Dank für das Gute-Besserungs-Bild! Mimi fand das so niedlich, ich auch!
        Liebe Grüße aus der Grafschaft hinauf auf die Alm,
        Monika und Mimi.

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  5. ja du kannst es ja gut haben frau mallybeau
    liegst da im bedde mit zwei sachen
    ich hab ja immer nur den ronnyherrchen
    mit zu liegen
    und so schicken wir dir
    genesungsgrüße
    und ein warmes teechen zum trinken
    damit es dir bald wieder besser geht
    ohh ich seh grad deine nase läuft
    ich geh denn mal mit
    is ne gratishundenasenrunde kicher kicher
    gratishundenasenrunde
    ob jemand den doppelsinn bemerkt ?
    übrigens glückwunsch zum husten
    er is besser geworden
    er klingt nun schon sehr viel tiefer und eindrucksvoller 😉
    gruß bella 🙂

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    1. Danke für die Genesungswünsche , liebe Bella Stimmt mich allerdings nachdenklich, wenn ich bedenke, dass man meinen Husten bis zu Dir hören kann 🙂 Andererseits hast Du natürlich auch einen feinen Gehörsinn….
      Dann trinke ich jetzt brav meinen Tee, damit ich auch bald baden gehen kann 🙂

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