Hypnosebeutel Yves Tief

Unser Almleben geht alles in allem meist sehr beschaulich von statten. Und weil Tier und Mensch immer artig ihrer Arbeit nachgehen, nur selten mal gemeckert wird, hat sich unser Hausmeister Schrödinger eine besondere Überraschung für die fleißige Belegschaft und die treuen Almbesucher ausgedacht. Nach zähen Verhandlungen gelang es ihm, den weltbekannten Hypnosemagier Magnum Maier den Ersten einzuladen, um mit seinem einzigartigen Programm für Abwechslung zu sorgen. Lehnen Sie sich entspannt zurück und genießen Sie den sensationellen Auftritt von Magnum Maier und seinem Hypnosebeutel Yves Tief.

Viel Vergnügen 🙂

 

Jetzt ist guter Rat teuer. Wir hoffen, Sie können weiterhelfen ….

 

 

 

©mauswohn

 

 

 


Wärbung

Backe, backe Kuchen

backe backe kuchen

 

 

Werbeanzeigen

Warum ist Butter so teuer geworden?

… fragt er mich, als ich nach dem Klingelton die Haustüre öffne und in ein nachdenkliches Gesicht blicke. Überrascht sehe ich ihn an, zucke mit den Schultern und fühle mich ein wenig überrumpelt. Auf diese Haustürfrage war ich nicht vorbereitet. Und auf diesen Besucher auch nicht. Seine Haare sind ein wenig zerzaust, ein roter Latz hängt um seinen Hals. Und ein herzzerreissendes Lächeln ziert sein liebenswertes Gesicht. „Darf ich bei euch bleiben?“, fragt er unumwunden. Diesem Anblick und der angenehm tief brummenden Stimme kann ich nicht widerstehen und antworte ebenso rasch: „Ja, Du hast uns noch gefehlt. Herzlich willkommen.“ Dankend nickt er mit dem Kopf, putzt sich höflich die Pfoten am Schuhabstreifer ab und betritt unsere Almhütte. „Also das mit der Butter sollte noch geklärt werden“, meint er neugierig und sieht sich interessiert um. Ich stimme zu, merke, dass unser neuer Bewohner ein äußerst wissbegieriger Kerl ist, der jeder Sache genau auf den Grund gehen möchte und biete ihm einen Ingwertee an. Wohlig schnüffelnd tippt er seine Schnauze in die dampfende Tasse, während sein Blick auf einen Strauß Blumen in einer blauen Vase fällt. Er strahlt übers ganze Gesicht und meint: „Ich liebe Blumen. Welch wunderbar florales Arrangement.  Von wem?“Von einem Traummann“, erwidere ich und starre gemeinsam mit dem Bären auf das duftende Blütengesteck. Sehr richtig. Unser neuer Almbewohner ist ein Bär. Aus der Gattung der Stöffelbären. Sein Name ist Robärt. So sind wir vergangenen Dienstag nicht auf den Hund gekommen, vielmehr hat man uns einen Bären aufgebunden. Und was für einen. Neugierig ist er. Weitere Einzelheiten wissen wir noch nicht über ihn. Doch bevor wir hier weiter große Reden schwingen, stellt sich uns der werte Robärt am besten selbst vor. Kleines Tänzchen gefällig? 🙂

 

Ist unser neuer Mitbewohner nicht zauberhaft? Mit Macksi Maulwurf hat er sogleich Freundschaft geschlossen. Und mit Hausmeister Schrödinger wurde bereits eifrig über die diffizile Herstellung von Almkäse diskutiert. Sie sehen, es kommt Schwung in die Bude. Wir sind gespannt, welche Abenteuer auf unseren Robärt nun zukommen werden. Er grüßt recht herzlich und lässt sich entschuldigen. Seine Schnauze steckt bereits wieder tief in einem Lexikon, wo er eine Antwort auf seine Butterfrage zu finden hofft.

… brumm, brumm … 🐻

 

©mauswohn

 

 

 


Wärbung

Eben erst auf der Alm eingetroffen und schon auf einer Tasche verewigt

tasche paddington bär

Der Fipsflüsterer

Wir blättern in der nostalgischen Almchronik, einem in Schlüsselblumenleder gebundenen Schmöker von unschätzbarem Wert, der allerlei kuriose Begebenheiten aus der ganzen Welt zu bieten hat.
Auf Seite 747 finden wir die Geschichte von Siegfried Fauser, dem Fipsflüsterer aus Vorarlberg. Im Jahre 1838 lebte der verwitwete Physiklehrer mit seinem Sohn Fips in einem bescheidenen Reihenhäuschen zwischen Bauernhof Sonnleitner und Bauernhof Mondleitner. Frau Fauser war, als Sohn Fips zarte vier Lenze zählte, in einem schicksalsträchtigen Augenblick im Garten über die Katze Mosi vom Sonnleitnerhof gestolpert und landete kopfüber im Güllefass des Mondleitnerhofes. Ihre Haarspangen verhakten sich hierbei unglücklich an den hölzernen Bottichwänden, so dass die gute Frau jämmerlich in der stinkenden Brühe erstickte. Fortan musste sich Herr Fauser alleine um die Erziehung seines Sohnes kümmern, was der treu sorgende Vater auch redlich tat. Doch Fips war ein schüchterner Junge, entzog sich dem Hausherrn und entschwand meist auf einen der nachbarlichen Bauernhöfe. Mittlerweile neun Jahre alt, hatte er das Drama um seine Mutter gut verarbeitet und hielt jeden Samstag Nachmittag vor dem tödlichen Gullifass einen Gedenkgottesdienst ab. Auch Katze Mosi gesellte sich zu ihm, schnurrte liebevoll um seine Knie und war Fips eine treue Begleiterin.
Herr Fauser sah seinen Sohn nur zur abendlichen Brotzeit, da er tagsüber in der über die Landesgrenzen bekannten Vorarlberger Schulmensa handgefertigte Knödel, Fisch aus Konserven der Firma Moser und weitere österreichische Köstlichkeiten zu sich nahm. Zu Tisch zelebrierte der Vater ein sich täglich wiederholendes Ritual, fragte den Sohn physikalische Gesetze ab und versuchte ihm die Relativitätstheorie näherzubringen, die er lange vor Albert Einstein ausgetüftelt hatte. Doch der zurückhaltende Fips hatte Sinn für Poesie und liebte Tiere. Physik, Mathematik und abstraktes Denken waren nicht sein Metier. So musste Siegfried Fauser mit ansehen, wie der Knabe zusehends wortkarger und schließlich gänzlich stumm wurde. Der Vater deutete dies zunächst als kurze Phase, die wohl jeder Junge in seinem Alter durchleben musste. Doch als er sah, wie die gleichaltrigen Nachbarskinder vergnügt miteinander plauderten und scherzten, begann er, sich ernsthaft Sorgen zu machen.
Herr Fauser nahm sich eine Auszeit an der Schule und ließ sich derweil von einem unbekannten Praktikanten namens Einstein vertreten. Zu Hause zückte der sorgsame Vater nun ein kleines kariertes Heftchen und begann die sogenannte Fips-Studie. Akribisch beobachtete er das Verhalten seines Sohnes, freilich ohne Aufmerksamkeit zu erregen oder ihm zur Last zu fallen. Jeder Handgriff wurde analysiert und auf eine physikalische Formel gebracht. Hierbei entdeckte Herr Fauser, dass sein Sohn eine große Affinität zu Tieren hatte. Zweifelsohne wäre dies wohl jedem anderen halbwegs mit offenen Augen durch die Welt laufenden Menschen sofort aufgefallen, doch Herr Fauser hatte sich all die Jahre so sehr in einer physikalischen Welt bewegt, dass er seine Umgebung nur durch einen ganz bestimmten, eigens konstruierten Formel-Filter betrachten konnte.
So lautete der erste Teil der Fips-Formel: Fips liebt Tiere.
In einer weiteren ausführlichen Erhebung stellte der unermüdliche Forscher fest, dass neben der Katze Mosi besonders die Hühner des Sonnleitnerhofes eine große Anziehungskraft auf seinen Jungen ausübten. Er sah sich darin bestätigt, als er eines morgens heimlich das Zimmer seines Sohnes betrat und eine handgemalte Hühnertapete an den Wänden vorfand. Des Weiteren zierte eine selbst gezimmerte Vitrine den Raum, die voll bestückt war mit Hühnerei-Raritäten aus der ganzen Welt. Selbstredend war die Bettdecke des Sohnemannes mit feinsten Hühnerdaunen bestückt, während ein alter Kleiderhocker mit zartem Katzenfell überzogen war. Das genügte. Was zu beweisen war. Der zweite Teil der Fips-Formel lautete: Fips liebt Hühner zu 100%, Katzen zu 85,3%.
Nun zog Herr Fauser mit Rotstift und Lineal einen Strich unter all seine Berechnungen und versuchte, das tierische Sohn-Wirrwarr auf einen Nenner zu bringen. Elf ganze Wochen brachte der Physiklehrer in seinem Kämmerlein damit zu, eine Lösung zu finden, um seinen Sohn der Wortlosigkeit zu entreissen.
Ein genau ausgearbeiteter Plan lag seinem Handeln zugrunde. Eines abends kochte Herr Fauser das Leibgericht des stummen Fips. Es gab Vorarlberger Schweineschnitzel, Pfirsichklöße und zum Nachtisch eine große Portion Hühnereis.
Der Sohn ließ sich das Mahl munden, schmatzte und stopfte Bissen um Bissen in seinen schmalen Mund. Herr Fauser war zufrieden. Die Grundlage für ein gutes Vater-Sohn-Gespräch war geschaffen. Nachdem sich die Zwei eine Stunde von dem Festschmaus erholt hatten, bat der gute Siegfried seinen Sohn, er möge doch in seinem Zimmer auf dem Sofa Platz nehmen. Fips war nicht wenig verwundert, das erste Mal gebeten worden zu sein, hatte der Vater ihn sonst an seinen zwei großen Ohren zu einer Standpauke ins Wohnzimmer gezerrt. Nun nahm er also verschüchtert und zugleich ein wenig verwundert auf den weichen Gobelinpolsterkissen Platz und sah seinem Vater in die Augen, der sich ihm schräg gegenüber auf dem Katzenfellhocker niederließ. Das Fips-Studienheft auf seinen Knien liegend, begann Herr Fauser auf seinen Knaben einzureden. Er erzählte von den Flugkurven Vorarlberger Hühner, dem Pickverhalten legeeifriger Hennen aus der Steiermark und dem glockenklaren Gockelkrächzer des Mondleitner Gockels. Fips lauschte tief beeindruckt den Worten seines Vaters. Wie zauberhaft es doch klang, wenn er Begriffe wie „Huhn“, „Natur“ und „Weizenkleie“ aussprach und nicht immer nur von der Erdkrümmung, Zahlen und der Zeitachse sprach. Die Stunden vergingen. Mittlerweile hatte sich Katze Mosi nebst Nachwuchs unter den verstorbenen Fellstuhl-Gatten an Herrn Fauser Füße gelegt und schnurrte behaglich. Ein Zeichen, das dem aufmerksamen Fips nicht entging. Seine vierbeinige Freundin fand Gefallen an seinem Vater. Auch sie hatte die tierischen Worte aus Herrn Fausers Munde wohl vernommen und so entwickelte sich eine immer harmonischere Atmosphäre in dem kleinen Fan-Hühnerzimmer von Fips.
Die Anwohner der Nachbarhöfe wissen nicht mehr, wann sie die Fausers das erste Mal wieder auf der Sraße sahen. Man ist sich uneins, ob es 7 oder 11 Monate gewesen sein müssen. Doch abgesehen ob dieser Unklarheiten, wussten sowohl Familie Sonnleitner als auch Familie Mondleitner genauestens darüber zu berichten, dass der mittlerweile 1,80 Meter große Fips ohne Unterlass redend aus dem Hause gestürmt kam und mit allen Menschen plauderte, die ihm über den Weg liefen. Mit jedem unterhielt er sich über das Wetter, Politik, Kochrezepte und das übrige Weltgeschehen in Vorarlberg.
Seit dieser Zeit galt Fips Fauser als redseligster Jungpolitiker der FHP (Freie Hühner Partei).
Sein Vater jedoch bekam seinen Sohn kaum noch zu Gesicht, seine gesellschaftlichen Kontakte waren verarmt und er zog sich schwermütig in den Garten des Reihenhäuschens zurück, wo er jeden Tag mit den Hühnern flüsterte. Was er ihnen zugeraunt hat, ist nicht bekannt. Etwas Schlechtes kann es nicht gewesen sein, da jede Henne täglich 25 Eier legte und Herr Fauser durch den Eierverkauf ein schrulliger wortkarger Millionär wurde. Sein Vermögen hinterließ er Katze Mosi, die es nach ihrem Tode wiederum einer Maus namens Didi vermachte. Was diese damit angestellt hat, ist nicht in der Almchronik verzeichnet. Vielleicht finden Sie hierzu die letzten fehlenden Aufzeichungen. 🙂

der Fipsflüsterer Norman Rockwell
Siegfried Fauser auf dem Katzenfellhocker im Hühnerzimmer, auf seinen Sohn Fips einredend, der erstaunt den Ausführungen des Vaters lauscht.

 

 

©mauswohn

 

 

 

 

 

 

 


Wärbung

Ein Design, das auch der Katze Mosi gefallen würde

wandbehang katzen

 

#Schrödingers Diary 13

Lang lang ist’s her, seit uns der gute Herr Schrödinger einen seiner Filmtagebucheinträge präsentiert hat. Zu viele Verpflichtungen, Handwerkerarbeiten und, das gestand mir unsere treue Seele, auch ein wenig Faulheit hielten den sonst so emsigen Hausmeister davon ab, für Nachschub zu sorgen. Der ein oder andere Betrachter mag erleichtert aufgeatmet haben, sind die Tagebucheinträge doch äußerst dicht bestückt mit allerlei Eindrücken, die es zu verarbeiten gilt. Wie dem auch sei. Heute kommen Sie nicht umhin, Filmcollage Nummer 13 serviert zu bekommen. Vielleicht erkennen Sie die ein oder andere Begebenheit aus Ihrem Leben wieder oder erinnern sich an längst vergangene Tage. Film ab! Viel Vergnügen 🙂

Angemerkt sei noch, dass der Film aus rechtlichen Gründen in den Ländern Saint Pierre und Miquelon nicht wiedergegeben werden kann …

Hier geht es zu Schrödingers Diary 01

Hier geht es zu Schrödingers Diary 02

Hier geht es zu Schrödingers Diary 03

Hier geht es zu Schrödingers Diary 04

Hier geht es zu Schrödingers Diary 05

Hier geht es zu Schrödingers Diary 06

Hier geht es zu Schrödingers Diary 07

Hier geht es zu Schrödingers Diary 08

Hier geht es zu Schrödingers Diary 09

Hier geht es zu Schrödingers Diary 10

Hier geht es zu Schrödingers Diary 11

Hier geht es zu Schrödingers Diary 12

©mauswohn

 

 


Wärbung

Sind Sie auf der Suche nach einem neuen Tagebuch?
tagebuch wurm