Gefräßiges Graffiti

Bereits vor einiger Zeit haben wir uns mit dem Thema Graffiti befasst.
Oftmals handelt es sich hierbei um unschöne Spraygebilde an Hauswänden, gelegentlich sind auch sehr originelle Abbildungen dabei.
Kunst oder nicht? Hier scheiden sich die Geister, doch diese Frage soll heute nicht näher erörtert werden.
Meist läuft oder fährt man unbewusst an diesen in den Alltag integrierten Farbkritzeleien vorüber und schenkt ihnen nicht weiter Beachtung.
Und hier liegt eine große Gefahr.
Denn seit vergangener Woche sind 123 Personen aus einem kleinen Dorf in der Nähe von B. bei K. spurlos verschwunden.
Das Verschwinden einer solch großen Anzahl von Menschen sorgte sogleich für Aufsehen. Großräumige Suchaktionen wurden anberaumt, doch die Vermissten blieben unauffindbar.
Niemand konnte sich dies erklären, bis die 83-jährige Hanni M. aus R. mit ihrem Handy zufällig eine erschreckende Aufnahme machte.
Ursprünglich wollte die modebewusste Rentnerin ein Selfie für ihre Enkelkinder knipsen und betätigte versehentlich die Kamerafunktion. So filmte sie unwissentlich die Mauer auf der gegenüber liegende Straßenseite, welche mit großzügigen Graffitigebilden verziert war.
Und während die rüstige Hanni diese Sequenz bereits wieder löschen wollte, registrierte sie einige Bewegungen der Graffiti-Figuren. Die Gesichter von drei großen Köpfen rissen ihre Mundpartien weit auf und schauten mit gierigen Kulleraugen vorbeifahrenden Autos hinterher.
Sogleich postete die handlungsschnelle Dame den Filmausschnitt auf Facebook, Instagram und Twitter und erhielt binnen Minuten Millionen von Likes. Die Szene ging in Windeseile um die Welt und umgehend meldeten sich weitere Personen, die solch gefährliche Graffitis beobachtet hatten.
Denn, wie sich herausstellte, waren sie der Grund für das plötzliche Verschwinden so vieler Passanten. Ein Augenzeuge aus Z. berichtet, dass ein Spraybild einen nahe an der Wand vorbei laufenden Jogger völlig überraschend am Schopf packte und schmatzend auffraß. Der strampelnde Herr konnte sich dem Sog der Steinwand nicht mehr entziehen und entschwand im Gemäuer.
Leider oder Gott sei Dank konnte solch eine Sequenz noch nicht gefilmt werden.
Die Bloghüttenpolizei bittet Sie daher dringend, einen großen Bogen um jegliche Art von Schmierereien, Schriftzügen und netten Spraybildern auf Hauswänden, Mülltonnen, Güterzügen und anderen Gegenständen zu machen.
Noch ist nicht klar, woher diese Wandmonster kommen und was gegen sie getan werden kann. Möglicherweise sind sie auch gesprächsbereit und liebenswert. Bisher konnte jedoch niemand positiv auf die zunächst harmlos wirkenden Linienfiguren einwirken.
Sollten Sie verdächtige Beobachtungen beim Selfieknipsen oder anderen Tätigkeiten bezüglich irgendwelcher Spraymonster machen, bitten wir, dies umgehend zu melden oder ein Foto zu senden.
Auch sind die 123 vermissten Personen noch nicht aufgetaucht. Wenn nun plötzlich ein Wildfremder in ihrem Wohnzimmer erscheint, ist es gut möglich, dass er von einer Wand wieder ausgespuckt wurde.
Bisher ist die Bloghüttenpolizei jedoch völlig ratlos und wie immer dringend auf Ihre Mithilfe angewiesen.
Solange heißt es: Achtung, hungriges Graffiti! 🙂

gefräßiges graffiti

PS.: Selbst einige unserer Speed-Eulen wurden in der Luft von einer Graffitikritzelei verspeist, die großflächig auf einem Düsenjäger angebracht war 🙂

 

 

©mauswohn
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49 Gedanken zu “Gefräßiges Graffiti

  1. Es ist mir schon sehr schwer gefallen, hier ein like anzuklicken, zumal ich ja nicht wissen kann, wies den 123 Leuten jetzt geht. Aber ich bin da sehr zuversichtlich.
    Werde mir morgen früh gleich eine Wand im Schlafzimmer freimachen für ein Graffiti, mit ansprechendem Mundgesicht. Mal sehn, ob jemand wieder
    ausgespuckt´ wird. Vielleicht ist ja eine nette Joggerin dabei.
    Jederzeit immer willkommen! 😉
    Mit humorigem Gruß
    Jürgen aus Loy (PJP)

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    1. Lieber Jürgen!

      Völlig richtig. Wir sind hier auch alle sehr bestürzt ob der Tatsache, dass so viele Menschen verschwunden sind. Aber ein freundliches Gesicht auf die Wand zu malen, um einen unerwarteten Gast zu Hause begrüßen zu dürfen ist wirklich eine ausgezeichnete Idee.
      Ich hoffe, dass diese Methode Wirkung zeigt. Wer weiß, wie viele verborgene Dinge und Menschen noch in den Gemäuern schlummern 🙂

      Herzliche Grüße und vielen Dank, dass Sie sogar eine heimische Wand für ein Graffiti opfern
      Mallybeau

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  2. Liebe Frau Mallybeau,
    Es freuen sich sicherlich noch viel mehr Leute auf diese gefräßigen Wandmonster … einfacher geht es nämlich kaum, in eine gemütliche Stube zu kommen. Die Leute lassen sich schlucken und genießen es, endlich unter sich zu sein …

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    1. Liebe Frau Thoring!

      Ach nun wird mir das erst klar.
      Meinen Sie, die Gesichter sind so etwas wie unsichtbare Transportwege, auf denen man zunächst geschluckt wird und unbemerkt in andere Wohnungen gelangen kann? Das wäre natürlich höchst außergewöhnlich. Da muss ich gleich mal nachschauen, ob ich irgendwo ein Bild an der Wand habe, durch das bereits ein Gast geschlüpft sein könnte 🙂

      Herzliche Grüße
      Mallybeau

      Gefällt 2 Personen

        1. Das wäre natürlich eine absolut positive Variante. Der Weg in ein Märchenreich oder das Schlaraffenland. Kein Wunder, dass die vermissten Personen nicht mehr zurückkehren wollen.
          Eine ausgezeichnete Idee. Wenn dies publik wird, werden die Menschen vermutlich Schlange stehen, um von einem Graffiti verschluckt zu werden 🙂

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          1. Das ist verdammt gefährlich. Mag gar nicht daran glauben, wieviele Personen im Schlaraffenland untertauchen, wenn es lange Zeit nicht regnet. Allein was ein einzelnes Graffiti schlucken kann, wenn es herzhaft lacht, das ist unglaublich. … Und setzt dann plötzlich Regen ein und verwischt die Graffitti-Ein-und Ausgänge – schrecklich – dann ist niemand da, der schnell alle Fenster schließt.

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            1. Achso. Na zum Glück sind die meisten Graffitis wasserdicht. Lediglich die Straßenmaler benutzen meist Kreide, die schnell wieder weg geht.
              Aber mich würde nun doch interessieren, wo sich so ein gefräßiges Monster befindet. Ich konnte außer auf der Filmsequenz der werten Hanni keines entdecken.
              Und ich wollte mich doch schon so lange durch eine Schokoladenwand fressen und mal an einem Hähnchen knabbern, dass mir fertig gebraten direkt ins Maul fliegt. Way out Schlaraffenland.

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            2. Nein, natürlich meine ich diese fertig gebratenen Hähnchen, die verzehrbereit im Schlaraffenland durch die Lüfte fliegen und nur darauf warten, verspeist zu werden. Federn würden viel zu sehr am Gaumen kitzeln. Mit denen werden später dicke Federkissen ausgestopft, die dann von Frau Holle geschüttelt werden.

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            3. Ach so … die braunen Hähnchen mit der weißen Manschette an den Muskelpaketen am Bein. Reinbeißen mit Anfassgriff. Das sind die fertigen Hähnchen in Geniesserland.
              Hähnchen und Hahn sind wohl zwei verschiedene Tiere …
              … wenn Frau Holle durch den Graffiti-Eingang kommen kann mit ihren zig-tausend Federn, die sie schon in ein einzelnes Oberbett packt, dann können Graffitis nicht mehr gemütlich sein innendrin. Federn wollen fliegen, die gebratenen Hähnchen haben eine eingebaute Flugautomatik, alle anderen wollen genießen. Nur Frau Holle, die arme, steht unter Spannung, weil zum Betten ausschütteln nicht genügend Platz ist in den Graffiti-Grossmäulern.

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            4. Oh, ich weiß gar nicht, ob die gute Frau Holle ebenfalls von einem Graffiti verschluckt wurde. Da muss ich erst nochmals die Märchen der Brüder Grimm durchlesen. Man kommt ja doch schnell durcheinander mit all den Lebkuchen, Federn, Schlössern, …

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  3. Liebe Mallybeau, wie so oft erfahre ich die wirklich wichtigen Dinge von Ihnen und nicht aus den Nachrichten. Ein großes Glück, denn nun kann ich hoffen von einer Mauer verschluckt zu werden. Man sagte mir, dass es zu gefährlich ist im schwarze Löcher zu springen. Eine Mauer würde ich aber riskieren.
    Ich werde berichten.
    Herzliche Grüße

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    1. Liebe Mitzi!

      Ihr mutiges Handeln ist bemerkenswert. Mittlerweile habe ich mit Frau Thoring auch erörtert, dass es durchaus möglich wäre, nach dem Verschluckvorgang der Mauer in einem Märchenreich oder Schlaraffenland wieder ausgespuckt zu werden. Ein Tor in eine andere Welt sozusagen.
      Ich denke, diese fantastischen Aussichten sollte das Risiko Wert sein. Ich bin gespannt, in welchem Märchen Sie landen 🙂

      Herzliche Grüße
      Mallybeau … oh oh , da kommt ein Wolf …

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  4. Liebe Mallybeau Mauswohn,
    ich habe keinerlei Mitleid mit den 123 Dörflern und weiteren Zigtausend in verschiedenen Städten, die schon verschluckt wurden.
    Es werden nämlich nur Leute verschluckt, die mit gesenktem Kopf und Blick auf’s Handy am Graffity vorbeilaufen.
    Wenn man auf der ganz sicheren Seite sein will, auch durch ein Versehen der Graffitys nicht verschluckt zu werden, sollte man immer ein kleines Fläschchen mit einer Tinktur bei sich tragen. Graffitys sind allergisch gegen diese Tinktur und spucken jeden aus, der nur im Entferntesten danach riecht.
    Die Tinktur enhält:
    15 % Terpentin
    12% Fensterklar
    17% WC Reiniger
    12% Gallseife
    14% Knoblauch
    23 % Nagellackentferner
    2% Zitrone
    15% Tafelessig
    Seit ich mich mit dieser Tinktur einreibe, werde ich nicht einmal mehr von Zebrastreifen, Litfaßsäulen, Hydranten, Gullis und Verkehrsampeln verschluckt!

    Gruß Heinrich

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    1. Lieber Herr Heinrich!

      Perfekt! Ich habe die Gegenmittelrezeptur sogleich auswendig gelernt, eine große Badewanne davon zusammengebraut und mich zwei Stunden damit vollsaugen lassen. Ich hoffe, dass dies fürs Erste genügt und werde nachher einen kleinen Test unternehmen. Am besten wage ich mich zunächst an die als etwas harmloser eingestuften Zebrastreifen heran und steigere mich dann bis zu einem Hochhausgraffiti.
      Gut, dass in dem Gegenmittel kein Teppichreiniger enthalten ist, gegen den bin ich nämlich allergisch. Aber so dufte ich jetzt wunderbar und fühle mich gewappnet gegen alle Monster.
      Obwohl ich die Tinktur wahrscheinlich gar nicht gebraucht hätte, da ich ja überhaupt kein Handy besitze und somit auch nie mit gesenktem Kopf an solch einem Spraygebilde vorbeilaufen kann. Aber sicher ist sicher!
      Vielen Dank, dass Sie das Rezept mit uns geteilt haben! Ich sprühe zum Dank ein großes Heinrich-Graffiti auf die nächstgelegene Hauswand 🙂

      Herzliche Grüße
      Mallybeau … die 2% Zitrone duften besonders gut. So zitronig!

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      1. ja zwei % zitrone
        und vom terpentin bekommt man ein glänzendes fell 😀 😀 😀
        und stahlharte hörner 🙂
        also nix für mich dieses repzept
        was soll ich denn mit hörner
        die hundertachtundzwanzig männchen
        konnte ich leider noch nich erschnuppern
        aber leider kann ich das lösungsmittel in den sprühfarben nich ab 😦
        es beißt in der nase
        und nix und niemand beißt in meine nase
        gruß bella 🙂

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        1. Liebe Bella!

          Das ist erst noch eine Idee. Eine Hundenase müsste die vermissten Personen doch mit Sicherheit aufspüren können. Natürlich gibts da als Belohnungs-Futter kein Lösungsmittel sondern eine leckere Wurst oder einen Knochen … oder einen Postboten 🙂

          Herzliche Grüße
          Mallybeau

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          1. Die Postbotentaschen sind nurnoch aus alte
            pfandflaschen 🙂
            zum glück
            müssen dafür nimmer
            die glücklichen kühe sterben
            länger halten tut natürlich die kuhhaut
            doch nehmen wir diese besser für den ronny
            auf das er sich schuhe draus bauen läßt
            die halten laaaaaaaaange hunderunden aus 🙂 🙂 🙂
            die pfandflaschenschuhe von ihm halten drei vier runden
            und beginnen dann zu schwächeln
            sogenanntes leder vom “ nappa “
            taugt auch nich viel mehr
            leder von kuhhaut kenn ich 🙂
            leder vom schwein kenn ich auch 🙂
            leder vom “ nappa “
            tja ich hab noch keins gesehen
            also kein nappa nich
            doch hab ich auch noch kein kängkuhruh gesehen
            vllt is das ja das “ nappa “
            werde ich wohl auch nie sehen solch kängkuhruh
            ich hab ja ZOOverbot :S
            gruß bella 🙂

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  5. I hoff bloß, dass B. bei K. net in der Nähe von R. liegt, wo i wohn!
    Also wenn i des Graffidi seh, dann hol i glei mei Farbeimerle und pinsel drüber, dann isch a Ruh. Aber wie findemer bloß die vermisste Leit wieder? Des isch ja arg.

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    1. Liebe Anhora!

      Ha Du trausch Di was, Reschbeggt! Wenn Du do mitm Bensl akommsch, vrschlugged die Monschdrle Di vielleicht au no. Abr vrsucha missa mrs. Wo die andre Leit send, woiß i au et. Ond wenn mr die Viechr wegbenslat send se jo ersch recht weg. Vielleicht sott mr no a Dürle nomola, na kennet die Vrmisste aus dem aus dr Wand wiedr rauskomma, wenn se da Wäg fendat.
      Abr i glaub Du brauchsch koi Angscht han. B. bei K. isch et bei R. … soweit i woiß 🙂

      Grüßle von dr Alb
      Mallybeau

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      1. Da kann i ja aufatme, wenn R. net in der Nähe von B. bei K. isch, i bin gestern vorsichtshalber dahoim blieba. Aber dann kann i heit ja zum Eikaufa gange.
        Die Monster müsst mr nadierlich mit ner Farbspritzpistol „behandle“ und beim Maul anfange. Und auf jeden Fall muss dann glei a Hinderdürle aufgmalt werde, für die Vermissde. Die arme Würmle, wer will scho grundlos hinder Mauern läba!

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    1. Lieber Inspektor Kottan-Moser!

      Ein völlig neuer Blickwinkel, der ungeahnt künstlerische Ausmaße annimmt.
      Vielen Dank für dieses ausgezeichnete Indiz und die wunderbare Zusammenarbeit mit dem Kriminalsprayhauptstadtstudio in Wien. 🙂

      Herzliche Grüße
      XY Graffiti ungelöst
      Mallybeau

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  6. Liebe Mallybeau, bist du nun zu bedauern oder zu beneiden, dass du kein Smartphone hast und keine Selfies und anderen Unfug machen kannst.
    Bei deinem mundaufreißenden Monster auf der oberen Zeichnung vermute ich, dass es von einem Zahnarzt initiiert wurde, der mit seiner guten Arbeit Reklame machen möchte.
    Und tschüss sagt Clara

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    1. Liebe Clara!

      Bedauern muss man mich keineswegs. Ich wüsste nicht, weshalb eine Kuh Selfies machen sollte 🙂 Da hast Du bestimmt die besseren Aufnahmen von meinen Artgenossen in Deinem Urlaub gemacht. Eine Reklame wäre auch sehr gut möglich. Bleibt nur noch zu klären, wohin die Vermissten entschwunden sind. Aber vielleicht sind sie auch einfach nur vor dem Zahnarzt geflohen 🙂

      Liebe Grüße und gute Nacht
      Mallybeau

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      1. Liebe Mallybeau Mauswohn,
        dass eine Kuh keine Selfies machen MUSS, ist sicher einer der vielen Vorteile. Ich grübele schon seit langer Zeit, warum Sie bei der letzten Inkarnation die Kuh gewählt haben.
        Sicher steckt der Gedanke dahinter, nicht nur Gras, sondern vor allem Worte wiederzukäuen. Sehr viel kann man auch aus den Büchern ableiten, die Sie geschrieben haben!
        Bin gespannt, ob Sie nächstes Mal wieder als Kuh auf diesen Planeten kommen, oder auf einen anderen Planeten oder in anderer Gestalt?!?

        Ich grübele auch, was ich nun machen soll?

        Zunächst hatte ich die grandiose Idee, als Eintagsfliege wiederzukommen. An einem Tag kann man nicht viel falsch machen, und wenn doch, hat man beim nächsten Mal ja wieder einen kompletten Neuanfang. Das setzt allerdings voraus, das man noch genügend Inkarnationen in petto hat. Darum habe ich das verworfen.

        Ich habe mich nun beworben, nächstes Mal als Außerirdischer wiederzukommen. Als Mensch und auf diesem Planeten habe ich eigentlich alles erledigt. Was ich nicht erledigt habe, würde ich auch nie besser hinbekommen, und die Menschen (bis auf wenige Ausnahmen) gehen mir dermaßen auf den Keks, dass ich dazu keine Motivation mehr habe.

        WENN ich noch einmal auf diesen Planeten muss, dann nur als Virus oder Bakterie. Natürlich keine Bakterie, die friedlich in irgendeinem Darm wohnt! Das reizt mich gar nicht!
        Also Virus – und zwar ein noch völlig unbekanntes Virus, für das es auch noch kein Gegenmittel gibt. Das ist im Prinzip nichts Neues, für mich gibt es heute schon kein Gegenmittel. 😉 Nur solange ich kein Virus bin, fällt es unangenehm auf, wenn ich jemandem in die Blutbahn kriechen will.
        Ich habe schon eine Liste gemacht, wen ich dann alles besuchen möchte. Das wird lustig! 😉

        Sollte dieses Vorhaben nicht klappen, werde ich auf jeden Fall Albatross. Könnten Sie bitte schon mal die Landebahn auf Ihrer Alm etwas verlängern?! Das wäre mir sehr angenehm.

        Gruß Heinrich aka Albert Ross

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        1. Lieber Herr Heinrich!

          Das mit der Kuh haben Sie ganz richtig erkannt. Es lässt sich in solch einem Körper einfach wunderbar wiederkäuen. Ich bin allerdings auch schon am überlegen, welchen Tierkörper (auf ein Tier wird es mit Sicherheit hinauslaufen) ich meinem nächsten Leben zuweisen werde. Es gibt ja doch allerhand Auswahl. Derweil bleibe ich noch beim Kuhdasein.
          Virus stelle ich mir ebenfalls höchst interessant vor, wäre auch eine Option.
          Aber ein Albatross ist natürlich ein wunderbarer Vogel. Nicht nur mit der großen Spannweite, auch mit Hut auf dem Kopf würden Sie mit Sicherheit für Eindruck sorgen. Ich werde Macksi Maulwurf beauftragen, umgehend die Landebahn ausbauen zu lassen, dann können fliegende Elefanten, Albatrosse, Speed-Eulen und Aliens hier runtersegeln.
          Und das passende Outfit für einen Albatross habe ich auch schon, na so ein Zufall: https://www.redbubble.com/de/people/mauswohn/works/26916635-type-bird-yeah-vogel?asc=u&p=mens-graphic-t-shirt&rel=carousel 🙂

          Herzliche Grüße … muh
          Mallybeau

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  7. Liebe Frau Mallybeau,

    Tippen Sie mal, wo ich seit Tagen hier sitz oder steh oder lieg oder oder oder…
    Am Grund von so einem Graffiti. Im Grunde, sagt das Graffiti, kein Problem, ja aber haha, sag ich, ich hab das Handy dabei, Tibben Sie mal, wo ich seit Tagen bin, rumhäng, steh, lieg, sitz oder oder oder wie auch immer?
    Am Grund von so einem Graffiti.
    Im Grunthe, sagt das Graffiti, ist die Graffiti-Ground die sicherste Ground, die es gibt, weil gein Entgommen. Ja, ja, haha, entgegne ich, hab zwar mein Handy mit dabei, aber keinen Saft, der Akku, der Akku, der war mal voll aufgeladenen, verstehen Sie, liebes Graffiti? Verstehen Sie, liebes, liebes Graffiti? (Unter uns: Dr. Freud rät in seiner Gesamtausgabe von 1777, einem Graffiti gegenüber stets zu schleimen, da wir nicht wissen, ob es gutartig ist oder nicht.) „Die Aggu, die Aggu“, entgegnet das Graffiti, weil die in der Graffiti-Sprache sprechen, also praktisch graffitanisch, „die Aggu brauchste inne Graffiti-Ground nüscht.“
    Ich: Nüsch?
    Graffiti: Nüscht!
    Ich: Nüscht?
    Graffiti: Nüsch!
    Ich: Würklich nüscht?
    Graffiti: Würklich nüsch!
    Ich: Tatsächlich nüscht?
    Nun, die Konversation ging für Stunden so weiter und wir überspringen den unnötigen Ballast großzügig. Tatsächlich brauchte ich die Aggu nüscht brauchen. Weil eben die Graffiti-Ground eine Aggu-freie-nicht-Lade-Zone ist.
    Nüscht?
    Verstehe!
    Das Tibben auf die Handy ist im Grunde am Grund von einem Graffiti-Ground ziemlich, na, Sie wissen schon.
    Hoffentlich komm ich da wieder raus.

    Herzliche Grüße 🙂
    Herr Ösi

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    1. Lüber Hürr Üsü!

      Sü büfündün süch üm Gründ üinüs Grüffütüs? Üch bün üntsützt. Düs hüißt, üs schüint jü dürchüis spünnünd zü süin. Sü sünd dür Ürstü, dür müt üinüm Grüffütü güsprüchün hüt. Sünsütüüünüll!
      Dr. Freud: Entledigen Sie sich der Graffiti-Sprache, Frau Mallybeau. Für ungeübte Zungen kann dies ungeahnte Folgen nach sich ziehen.
      Ich: Soso. Was sie nicht sagen. Aber irgendwie müssen wir doch Kontakt mit einem Graffiti aufnehmen, um Herrn Ösi aus den Fängen dieses Monsters zu befreien.
      Dr. Freud: Woher wollen Sie denn wissen, dass es sich um ein bösartiges Graffiti-Monster handelt?
      Mallybeau: Tja, da haben Sie allerdings Recht. Das weiß ich eigentlich nicht. Immerhin scheint es Herrn Ösi ja gut zu gehen. Nur der Aggu funktioniert nicht.
      Dr. Freud: Nüscht!
      Mallybeau: Nüscht?
      Dr. Freud: Würklüch nüscht.
      Mallybeau: Womit wir wieder am Anfang wären. Und was machen wir jetzt?
      Dr. Freud: Nüscht.
      Mallybeau: Nüscht? Mit Verlaub Herr Freud, Sie bereiten mir keinerlei Freud. Wir können Herrn Ösi doch nicht in den Fängen des Graffiti-Ground-Monsters gefangen halten lassen und hier untätig, während er … nicht auszudenken, was hier alles passieren kann.
      Dr. Freud: Jaja, die Psyche eines vom Graffiti Verschlungenen muss stets gut gewappnet sein.
      Mallybeau: Reden Sie nicht so dumm daher. Ich werde mich jetzt auf die Suche nach Herrn Ösi begeben und stürze mich ins nächstgelegene Graffiti … oh, ich sehe schon einen Bären, der aus der Bärenvideoschachtel ausgebrochen ist. Bestimmt hat er die Witterung aufgenommen. Ich werde ihm folgen …

      Lieber Herr Ösi, ich hoffe, es geht Ihnen den Graffiti-Ground-Umständen entsprechend gut. Ich bin jetzt gemeinsam mit dem Graffiti-Bären unterwegs und suche Sie … so jetzt die zweite Mauer links, dann rechts und wieder links … brumm brumm brumm …

      Herzliche Grüße 🙂
      Mallybeau und der Bärenschachtelbär

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      1. Liebe Frau Mallybeau,

        endlich wieder zu Hause. Das Graffiti-Monster hat mich freigegeben. Ich hab’s am Bauch gekitzelt, Innenseite natürlich, und schon war ich frei. Ausgespuckt. Das hätte mir früher einfallen können. Danach eine ausgiebige Dusche, weil man in so einem straßenseitigen Graffiti mehr verschmutzt als in einem abgelegenen, hinterhofseitigen.
        Das Wiedersehen mit meinem Laptop war ein herzliches …

        Herzliche Grüße 🙂
        Herr Ösi

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        1. Lieber Herr Ösi!

          Ach wie schön, dass Sie wieder heil zu Hause angekommen sind. Sich auf diese Weise zu befreien ist wirklich höchst originell. Da wird Ihnen das Graffiti mit Sicherheit nicht böse gewesen sein.
          Auf diese gute Nachricht genehmige ich mir gleich mal eine Tafel Schokolade 🙂

          Herzliche Grüße
          Mallybeau

          Gefällt 1 Person

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