Eine Flasche Leopardinger

Nachdem wir Ihnen vor einiger Zeit den Ablauf des Lehnduells näher gebracht und vom kläglichen Scheitern einer Kuh im Kampf gegen einen Drachen berichtet haben, stöberte unsere Redaktion ein wenig in den Geschichtsbüchern und entdeckte hierbei eine der außergwöhnlichsten Begegnungen in der Lehnduellhistorie.
Marisa Mauthe (1877-1907) aus Sigmaringen gilt als die wagemutigste Lehnfrau ihrer Zeit.
Aufgewachsen in ärmlichen Verhältnissen, machte sie sich bereits in ihrer Kindheit als Bolerotänzerin einen Namen und heiratete im Alter von 18 Jahren den Weingärtner Eberhard Härtel aus Hamburg. Doch das Eheglück währte nicht lange, da sich der Weinanbau im Norden als recht schwierig erwies und Herr Härtel Konkurs anmelden musste. Gramgebeugt ertränkte sich der alte Mann im Meer. Nun stand die junge Marisa mittellos am Strand und suchte nach einer neuen Erwerbsquelle.
Da ließ der kühle Nordwind eine Tageszeitung vor ihre Füße flattern, in der sie von den Lehnduellen las. Begeistert ob dieser Idee, bewarb sie sich sogleich beim Komittee für AWC (Ausstrahlung, Witz und Charme) und wurde der Lehnduellanfängergruppe zugelost. Doch mühelos rang die resolute Frau Mauthe innerhalb kürzester Zeit einen Kontrahenten nach dem anderen nieder. Kein Gegner war ihr zu schwer.
Und stets auf der Suche nach einer neuen Herausforderung wagte sich die werte Marisa in den Käfig eines Leoparden. Das war ihre Kragenweite. Hier hatte sie eine Aufgabe gefunden. Gekonnt setzte sie mit Hilfe zahlreicher Werbeagenturen ihr Lehnduell mit Leopard Erna in Szene. So posierten die Zwei an einem edel gedeckten Tische in einem 5-Sterne-Restaurant in Stockach am Bodensee. Marisa Mauthe trank werbewirksam eine Flasche „Leopardinger“ aus dem aktuellen Sortiment ihres neu eröffneten Flachlandweingutes, während sie Erna mit scharfem Blicke in die blutrünstigen Augen sah.
Diese Bilder gingen um die Welt. Die Presse überschlug sich mit Sensationsmeldungen. Marisa und Erna lehnten auf diese Weise mehrere Jahre. Frisur und Fell wurden stets dem momentanen Modegeschmack angepasst, so dass die Geschichten über dies ungleiche Paar niemals endeten.
Doch genau am 30sten Geburtstag der Lehnikone Mauthe verspürte die sonst so zurückhaltende Erna ein gewisses Hungergefühl und biss der völlig perplexen Marisa die Kehle durch. Diese Geburstagsüberraschung war gelungen. Die Schnauze voll von der jahrelangen Stillsitzerei, sprang der Leopard behende durch ein Fenster, landete hier jedoch unglücklich im Bodensee und ertrank. Die Legende erzählt, dass einheimische Fischer manchmal des nachts den Geist der wilden Erna über das Wasser fliegen sehen. An diesen Tagen soll die Fangquote besonders gut sein. Und von der unvergessenen Frau Mauthe bleibt ein gut gelagertes Fläschchen „Leopardinger“ zurück, das bei Sotheby`s vergangenen Monat für sage und schreibe 11,7 Milliarden Dollar versteigert wurde. Der Käufer wurde nicht genannt.
Vielleicht wissen Sie ja Näheres?!? 🙂

Bolerotänzerin und Leopard
Historisches Lehnduell im 5-Sterne-Restaurant „Guillotine“.
Rotwein
Verkauft für günstige 11,7 Milliarden Dollar.

 

 

 

 

©mauswohn
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83 Gedanken zu “Eine Flasche Leopardinger

    1. Liebe Priska!

      Eine ausgezeichnete Entdeckung! Das ist uns bisher noch gar nicht aufgefallen. Ob die Geschichtsschreibung hier möglicherweise einen Fehler begangen und eine Metamorphose übersehen hat?
      Wir danken für diesen vielversprechenden Hinweis und werden den Sachverhalt umgehend überprüfen! 🙂

      Herzliche Grüße
      Mallybeau

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      1. Liebe Frau Thoring!

        Da haben Sie völlig Recht. Das Feuer der Kerze ist erloschen. Es scheint wohl auf den heißhungrigen Leoparden Erna übergegangen zu sein. Nur so kann ich mir seinen plötzlichen Drang nach frischem Menschenblut erklären. Oder aber es lässt sich mit den Worten deuten: Das Feuer zwischen den beiden ist erloschen. 🙂

        Herzliche Grüße
        Mallybeau

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            1. … eine Tragik, das Ganze. … was hat sie sich für den Leoparden in Schale geschmissen, und später rückt er noch nicht einmal auf dieser runden Flasche an die Seite, damit sie auch darauf fotografiert werden kann …

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            2. Das ganze Duell hat natürlich von dem Nervenkitzel und der Ungleichheit der Beiden gelebt. Das war all die Jahre ein permanenter Balanceakt auf der Rasierklinge und ist dann leider für die Duellanten nicht gut ausgegangen. Doch wer weiß, so haben sie sich immerhin in die Geschichtsbücher geschrieben und sind zur Legende geworden. Das schafft ja auch nicht jeder.

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            3. … da habe ich gar nicht dran gedacht. Fürs Geschichtsbuch reicht der Leopard. Leopardinger mit Korken ohne Knallen (es ist kein Sekt in der bauchigen Flasche, richtig …?) … der Leopardinger ist ein Geschichtsbuch ohne Papier. Wo liegt der Ort Leopardingen eigentlich?

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            4. Das Geheimnis um die Flasche Leopardinger wird natürlich streng gehütet. Es ranken sich allerlei Spekulationen um den Käufer dieser sündhaft teuren Karaffe. Dass diese wohlhabende Person in Leopardingen lebt, wäre natürlich ebenfalls gut möglich. Doch wo sich dieser Ort befindet, ist ebenso ungeklärt. Alles in allem also ein einziges Rätsel. Aber ich habe noch Hoffnung, dass sich der Käufer zu erkennen gibt …

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            5. Der Käufer hat es einfach. Gute Fachleute erkennen das Gute sofort. Sie haben eine Nase dafür. Frau Mallybeau, weiterhin alles Gute für Sie. … etwas Abstand zum kugelrunden Getränk macht vielleicht Sinn. Wer weiß, was sich sonst noch in so einer Kugel versteckt hält. Von Jeannie, dem Flaschengeist, hört man auch schon länger nichts mehr …

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            6. Oh, ein Flaschengeist. Das wäre natürlich fabelhaft. Ich werde die Ohren spitzen und mich umhören, ob wir demnächst wieder Wünsche äußern dürfen.
              Derweil begnüge ich mich mit einem Schluck Gebirgswasser. Promillefrei und klar 🙂

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            7. … Der Käufer wird gesucht … vielleicht sitzt der direkt in der Flasche … der Korken ist doch wohl luftdurchlässig … Wenn man ganz still ist, können Sie was hören?

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            8. Ach das wäre wirklich raffiniert. Vielleicht hat Ernas Geist die Flasche erworben und sich anschließend in dem guten Gesöff verkrochen. Und tatsächlich wurde im Auktionshaus ab und an ein Knurren vernommen. Man schob es aber auf den leeren Magen des Auktionators.

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            9. Ich sag’s Ihnen … Sachen gibt’s, die gibt’s gar nicht. Liebe Frau Mallybeau, ich klapp jetzt hier meine Tipmaschine zu und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag, trotz aller Arbeit.

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  1. Liebe Frau Mauswohn,

    als Bewohner in der Nähe des großen Binnensee kann ich Ihnen mitteilen, dass ich das wilde Wesen bisher noch nicht zu Gesicht bekommen habe. Aber die Fischer können jede Unterstützung gebrauchen.

    Grüsse auf die Alb

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    1. Lieber Bodyguard!

      Herzlich willkommen auf der Bloghüttenalm.
      Und willkommen im Club der Unwissenden. Wir sitzen hier auch alle beisammen, köpfen mittlerweile das 25ste Fläschchen alkoholfreien Rotwein (Leopardinger eindeutig unerschwinglich) und sinnieren über den Verbleib des mysteriösen Käufers der ominösen Karaffe. Kommt Zeit, kommt Rat. Wenn nicht, hatten wir wenigstens einen schönen Tag und ausreichend Getränke.
      Auch ein Schlückchen? Wohl bekomms! 🙂

      Herzliche Grüße aus der vergnügten Runde
      Mallybeau … hicks

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            1. mit nichten … lieber Mäuserich oder Mäusin … es MUNDETE … also früher mal … 😦

              was das wissen angeht … so war mein verstand einst mein kapital … nach all den jahren mit den guten schottischen tropfen … kann ich mir also jetzt kein gewissen mehr leisten … seufz jammer klag

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  2. Hallo, liebe Mallybeau Mauswohn, nach einem gesunden Nachmittagsschläfchen komme ich zu dir und lese von einem weltweit zu suchendem Experiment: Frau und Leopard gemeinsam am Tisch. Und sofort fiel mir auf, dass die Frau mit der durchgebissenen Kehle sich so wie du mit Ma…… Ma……schrieb. Ich hoffe ganz inständig, wenn du nebenbei so einem gefährlichen Hobby frönst wie Marisa Mauthe, du länger durchhältst und besser dabei verdienst, so dass es für dich eine Kleinigkeit wäre, dieses Millionenfläschchen zu kaufen. Aber bitte, schütze deine Kehle ausreichend.
    Mit gespannten Grüßen von Clara

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    1. Liebe Clara!

      Nachdem auch ich die Geschichte der werten Frau Mauthe genauestens verfolgt habe, habe ich kurzerhand mein einwöchiges Bunge-Jumping-Extremwochenende mit einer Boa Constrictor abgesagt. Das Risiko ist mir dann doch zu groß. Die Aussicht auf Millionen spielen bei mir keine Rolle. Wen interessiert schon der schnöde Mammon? 🙂 Ich bin mir auch nicht ganz sicher, ob ich das Fläschchen Leopardinger ersteigern würde. Denn ich frage mich schon die ganze Zeit, nach was dieser edle Tropfen wohl schmeckt … bestialisch gut, in jedem Fall 🙂

      Liebe Grüße in die Abendruhe nach Berlin
      Mallybeau

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      1. Hach, genau diese Antwort habe ich bei dir erwartet. Mit stolz erhobenem abgewendeten Kopf an der Million vorbei. Und da du doch eh keinen Alkohol trinkst, hättest du mit dem 5-l-Fläschchen gar nichts anfangen können.
        Aber dass du nicht Bungee springen willst und nicht der Boa constricta den Kopf kraulen willst – da staune ich nun doch. Auf das erste könnte ich auch verzichten, aber mal mit einer Boa Auge in Auge????? Stelle dir diesen Post danach vor!
        Liebe Grüße zu dir!

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        1. Ja, also ich weiß ja nicht, ob der Leopardinger wirklich aus Alkohol besteht. Zwar hatte Marisa Mauthe ein Weingut, doch für so eine spezielle Flasche traue ich ihr auch ganz andere Sachen zu. Leopardenblut gemixt mit allerlei geheimnisvollen Extrakten beispielsweise.
          Und jetzt sehe ich einer imaginären Boa in die Augen. Wenn ich nicht mehr schreibe, bin ich erwürgt worden 🙂

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            1. Na von der Boa erwürgt. Ist aber alles gutgegangen. Wir haben uns geeinigt. Sie erwürgt den Besitzer der Weinflasche und wir schenken den Inhalt dann an alle Bloghüttenbesucher aus 🙂

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    1. Lieber Herr Moser!

      Ich rätsele auch schon die ganze Zeit, ob vielleicht ein animalisches Wesen die Flasche Leopardinger ersteigert hat. Das würde wesentlich mehr Sinn machen und mich irgendwie beruhigen, dass nicht schon wieder so ein hirnverbrannter Millionär sein geld zum Fenster rausgeschmissen hat 🙂

      Herzliche Grüße zum baldigen Dschungelcamp Austria-Guatemala
      Mallybeau

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  3. Was für a tolles Gschichtle zu dene Bilder, i bin begeischdert! 🙂
    Übrigens: mei Dochder hoißt au Marissa, mit 2 s aber. Und: Sie hat heut Geburtsdag! Wenn i dei Story früher gwisst hett, hett i a Fläschle Leopardinger mit eipackt ins Gschenkkörble. 😉

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    1. Liebe Anhora!

      Ha des isch ja schee. Do winsch i nadierlich Deira Dochdr älles älles Gude zum Geburdsdag und hoff, dass se no ganz lang läbt ond et so granadamäßig abgratzt wie die Marisa Mauthe. Abr Dei Dochdr hot jo wahrscheinlich au koin Leopard. S isch ja au nimmer so in Mode, gell 🙂
      Wenn i rauskrieg, wer des Fläschle kauft hot, frog i, ob r s Deira Dochdr schiggt. So a Namensähnlichkeit verbindet schließlich 🙂
      Grüßle ausm Sonnauntrgang
      Mallybeau

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      1. Ach, des wär zu nett, wenn du so a Fläschle Leopardinger bsorga könndesch. Am Freidag kommt se auf Bsuch und i kennt ihrs dann grad gäba mit em Grüßle von dir. Dange für deine Geburtsdagswünsch, i richt ihrs gern aus, und nadierlich wellemer koine weidere Gemeinsamkeida mit der Marisa Mauthe, außer halt dem Bierle. Des kann mr immer brauche und isch au net so gfährlich wie an Leopard. 🙂

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            1. Wordbräss spinnt net bloß bei dir! Weil se au ständig was ändred und manchmol gohts in d’Hos. Aber was solls. Koschded ja nix. Da beschwera mir uns mol lieber net. So an Blog isch ja doch a subber Sach. 🙂

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    1. Lieber Konkretträumer!

      Des isch a gute Frog. Also die Flasche isch aus edlem Leopardaglas, do sieht mr leicht durch. Wemmers gega s Licht hält, sieht mr a baar Flegga. Am Anfang han i denkt des isch Dregg ond bin mitm Butzlumba driebr. Abr dr Dregg isch et wegganga. Ond jetzt muss i jo erschmol rauskriega, wer den Woi kauft hot. Also i glaub n Schwob wars et 🙂

      Grüßle aus dr Maulwurfshöhle
      Mallybeau

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  4. Hm, vielleicht eher unser Nochbor. Der könnt die Leopardaflasch auf ma Podeschdle in sein Skulpturapark stella. Ansehnlich isch die Flasch jo.
    I würd echt zu gern wissa wie des aussieht, wemmr den Woi in a Glas gießt. Flüssigkeit mit Muschder. Des wär scho was.

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    1. Au, klingl doch oifach mol bei Deim Nochbr ond frog ganz scheiheilig noch, ob de a Schüssele Sahne han kannsch. Ond wennr in d Kiche goht, guggsch, ob de in ra Vitrine, ma Panzerschrank (Marke Franz Jäger) des Fläschle siehsch. I fänds au toll, wenns gmuschterta Woi gäb. In meim Tee send manchmol Heu ond a baar droggnede Bläddle drenna. Des isch jo dann au wie a Muschter 🙂

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  5. Eine herzergreifende Geschichte,. liebe Mallybeau Mauswohn!
    Und so exzellent recherchiert!
    Wunderbar aufbereitet. Mit diesem Artikel haben Sie mir eine große Freude gemacht.
    Diese Fotos von Marisa und Erna – die haben was. Haben mich an ein Lehnduell erinnert, dem ich neulich beiwohnen durfte. Giri (ein Kamel mit Leopardenfell – Giraffa camelopardalis und Dalmi ein Dalmatiner traten gegeneinander an

    Sie haben BEIDE gewonnen! Schon nach ein paar Sekunden.
    Darum ist es nicht einfach, ein Lehnduell zwischen einer Giraffe und einem Hund überhaupt auf Platte zu bannen.
    Darum freue ich mich über die doch sehr nachhaltige Angelegenheit, die Sie für uns dokumentiert haben.
    Gruß Heinrich

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    1. Lieber Herr Heinrich!

      Ich bin ebenfalls ganz begeistert von Ihrer raschen Recherche und diesem herzergreifenden Duell Kamel versus Hund. Man sieht deutlich, dass es hier nur zwei Gewinner geben kann. Gerade flüstert mir unser Maulwurf Macksi ins Ohr, dass der Leopardenmantel eine raffinierte Tarnung der Giraffen ist, die ohne dieses elegante Kleidungsstück sofort von den richtigen Leoparden in Stücke gerissen würden und keinerlei Überlebenschancen hätten. Der Hund wollte ursprünglich einen Zebratarnanzug, leider hat die Farbe nicht mehr ganz gereicht und er musste sich mit einigen Flecken begnügen.
      Zu gerne hätte ich jetzt natürlich eine akustische Lehnduellvariante gehört. Dies ist mir bisher noch nicht unter die Ohren gekommen. Ich freue mich, dass Sie herausgefunden haben, dass es auch derlei Kuriositäten gibt.
      … und könnte so eine Giraffe nicht Ihren Hochentaster als Haarschere gut gebrauchen? 🙂

      Herzliche Grüße aus dem Lehnarchiv
      Mallybeau

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      1. Liebe Mallybeau Mauswohn,
        nun aber – bei aller Freundschaft – was heißt hier MEINEN Hochentaster?
        Sie tun ja gerade so, als hätte ich so einen gekauft!
        Mal unter uns Pastorentöchtern: Selbst mit 20% Rabatt könnte ICH mir nie einen Hochentaster leisten!
        Das würde bedeuten, mehrere Tage keine….ähmm ….keine ….SIE wissen besser als ich, was ich immer horte: Tomaten mit Schokopudding – oder so etwas in der Art. Wie soll ich mir denn das merken?
        Es ist schrecklich, was von den alten Menschen noch alles erwartet wird.
        Ich habe schon genug mit den anderen Sachen zu tun – regelrecht und praktisch – und überhaupt! PUNKT!
        Gruß Heinrich

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        1. Keinesfalls wollte ich Ihnen selbstverständlich unterstellen, dass SIE, als vielbeschäftigte Pastorentochter, einen Hochentaster besitzen oder auch nur ansatzweise in Erwägung ziehen, einen solchen zu kaufen. Ich weiß ja, dass Ihr Drohenfuhr- äh Flugpark regelmäßig gewartet werden muss und der Schokopudding und die Tomaten knöpfen einem den letzten Cent ab. Im Grunde ist diese Werbemail, die Sie erhalten haben eine absolute Schande. Die Hochentasterfirma hätte wirklich ahnen müssen, dass Sie mit derlei Gerätschaften aber auch wirklich nichts am HUT haben! Ich plädiere für Schadenersatz! 🙂
          Pastorentochter Mallybeau

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  6. Mal ganz etwas anderes, liebe Mallybeau Mauswohn,
    ich habe meine Finanzen überschlagen. Wenn ich auf den Hochentaster zu 100% verzichte und die Firma mir die 20% Rabatt auszahlen würde, dann könnte ich mir nach Abzug der Kosten für die wesentlichen Dinge, die nächsten paar Tage zu überleben, doch noch 0,00001 MILLILITER, also 0,00000001 Liter Leopardinger leisten.
    Ich möchte gerne 2 Gläser à 0,000000005 Liter füllen (das ist sicher mehr als der berühmte Tropfen auf heißen Steinen) und mit Ihnen auf unseren Sieg anstoßen! Dass wir die KLage gewinnen, ist ja wohl klar!
    Gruß Heinrich

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    1. Unglaublich, wie schnell Sie das immer alles berechnen. Welch eine Ehre, dass Sie diesen kostbaren Tropfen mit einer Kuh, einer Pastorenkuh, teilen würden. Ich hoffe nun natürlich, dass es sich bei dem Leopardinger um einen alkoholfreien Wein handelt, weil ich ja keinen Alkohol zu mir nehme. Aber vielleicht könnten wir uns auch darauf einigen, dass Sie beide Gläschen trinken und mir stattdessen diese außergewöhnliche Karaffe überlassen. Flasche zu Flasche … 🙂

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  7. Hmm, ich trinke auch keinen Alkohol (mehr). Also sind wir darauf angewiesen, dass der Leopardinger alkoholfrei ist.
    Ich will uns jetzt auch nicht überreden, dass 0,000000005 Liter mit einem Alkoholgehalt von egal wieviel Prozent weniger ist, als ein hundertstel Mon Chérie, vielleicht sogar ein tausendstel. Aber da geht es schon los! Man bietet einer Dame nicht ein tausendstel Mon Chérie an. Was soll das denn!? Da wäre ich auch sauer.
    Das ist ja eine Verhöhnung allererster Kajüte.
    Wissen Sie was. So einen Kerl schickt man ins Bett. Da soll er mal drüber schlafen, was er da wieder angerichtet hat!
    Gute Nacht!
    😉

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  8. Liebe Frau Mallybeau,

    die jungen Frauen gehen heutzutage unglaubliche, ja geradezu leichtsinnige Risiken ein, sobald ihre alten angegraut angetrauten Ehemänner den Löffel samt Weinheber abgeben und stürzen sich holterdipolter in die gefährlichsten Lehnduelle, die man sich vorstellen kann, hinein. Der Leopard seinerseits, typisch, wird mal wieder nicht gefragt, ob er denn überhaupt und so weiter, sein ungestümer Hunger aber treibt ihn automatisch auf den Lehnduellstuhlsessel hinauf, wenn der Leopardenmagen knurrt und der knurrt bekanntlich immer und immer schlimmer.
    Darum, ach, du unglückliche Marisa Mauthe, merke dir folgenden Merksatz oder hättest du dir bloß folgenden Merksatz gemerkt, bevor es zu spät war:

    Trägt Leopard eine Serviette
    darauf jede Wette
    hat das Stil und Etikette
    er trägt sie freilich nicht zum Spaß
    sondern weil zu fressen er vergaß
    knurrt dem Raubtier erst der Magen
    sollte das Lehnduell man nicht wagen
    für die Marisa war’s zu spät
    ach, wie fanden wir das bled

    Wer erst im Raubtiermagen einsitzt, der braucht für den Spott nicht zu sorgen. Er ist kostenlos. Ganz im Gegensatz zum wertvollen Leopardinger im Schwindel erregenden Milliardenbereich. Dafür aber lässt der sich super zum Einreiben verwenden, die Gelenke, das Zipperlein oder die Hinterseite vom Knie … ein bisschen was vom Leopardinger drauf und es läuft wieder wie geschmiert. Apropos geschmiert. Eine nicht genannt werden wollende Investorengruppe bereitet nach dem überraschenden Kauf von „Löwenbräu“ eine Umbenennung in „Leopardenbräu“ vor. Warum? Hat wohl was mit dem Klimawandel zu tun, wie ich höre. Und nebenbei haben sie eine Expedition gestartet, die den Boden vom Bodensee nach der gesunkenen Erna absuchen soll, trotz anhaltender Proteste von der Fischereiverwaltung, die einen merklichen Rückgang beim Fischfang der Leopardenforelle befürchtet. Ich befürchte, mich mal wieder vom Thema zu entfernen …

    Liebe Frau Mallybeau,
    dank Ihres furchtlos investigativen Einsatzes fördern Sie in gewohnter gekonnter Weise Dinge ans Tageslicht, die uns – der herkömmlichen Schlafmittelpresse sei ausdrücklich nicht Dank – ansonsten für immer im Verborgenen geblieben wären. Darauf stoße ich mit Ihnen mit einem heimlich im Keller gekelterten Ersatz-Leopardinger an. Prosit! Auf Ihr Wohl!

    Herzliche Grüße und ein wunderschönes Wochenende 🙂
    Herr Ösi
    (Ahhh, dieser Ersatz-Leopardinger geht runter wie Öl …)

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    1. Lieber Herr Ösi!

      Hätte, hätte
      die Erna die Serviette
      nur rechtzeitig erkannt
      die Gefahr wär gebannt.
      Und hätte Marisa auf Ihren Merksatz gehört
      auf den ja wohl jeder schwört
      dann hätte die Erna nicht das Handtuch geschmissen
      und ihr schnapp happ die Kehle zerbissen.

      Aber nun ist es einmal geschehen und die Geschichtsbücher sind erneut um eine Sensation reicher.
      Viel mehr erfreut mich jedoch, dass Sie so gut über Leoparden und den Leopardinger und dessen Auswirkungen Bescheid wissen. Hier sind unsere nimmermüden Investigativreporter schnell an ihre Lehnduellgrenzen gestossen und blicken etwas neidisch auf Ihr Wissen.
      Die Leopardengelenksalbe „Leo flex“ ist bereits in Arbeit und wird binnen einer Woche auf dem Markt erscheinen. Die Apothekenrundschau empfiehlt hierzu noch einen wohltuenden Leopardentee, der frische Kräfte verleiht, leider aber auch kleine braune Flecken auf der Haut hinterlässt. Doch zu Risiken und Nebenwirkungen können wir ja jederzeit unseren Tierarzt oder Apotheker fragen. Ich würde mich jedoch gleich an Sie wenden, da ist man auf der sicheren Seite!
      Auch die dreiste Investorengruppe „Leopardenbräu“ ist uns hinter den Bergen Lebenden unverständlicherweise entgangen. Hätte man doch von einem so spannenden Tauchprojekt am Bodensee längst etwas hören müssen. Vermutlich sind unsere Reporter doch nicht ganz so eifrig, wie ihnen nachgesagt wird und sie haben sich ein wenig zu sehr mit dem Thema „Löwenbräu und die Auswirkung auf das menschliche Gehirn“ auseinandergesetzt. Aber sei`s drum. Dank Ihnen haben wir nun auch diese Bildungslücke geschlossen, legen eine frische Leopardenflohrelle auf den Grill und trinken … ach ja richtig, da war doch noch was. Ihr heimlich gekelterter Ersatz-Leopardinger. Wir sind hin und weg von dieser Entdeckung und würden jetzt natürlich gerne ein Schlückchen davon probieren. Die milliardenschwere pekuniäre Investition für den richtigen Leopardinger können wir uns sowieso nicht leisten und hoffen sehr, dass Sie uns einen Sonderpreis machen, sofern von dem wunderbaren Gebräu noch etwas vorhanden ist. Überhaupt könnte ich mir gut vorstellen, dass der Ersatz-Leopardinger ein richtiger Renner wird. Die Möchtegern-Milliardäre und Lehnduellliebhaber werden Ihnen die Flaschen aus den Händen reissen, um ein bißchen das Gefühl zu haben, das Flair der werten Frau Mauthe und den Geist der verschollenen Erna zu erspüren. Ich würde mich selbstverständlich bereiterklären, die passenden Etiketten für das neue Mode-Getränk beizusteuern, während Ihre Frau Saftschubse eifrig einen Werbespot nach dem anderen abdreht. Und Sie zählen mit Ihren Mäusen im Hinterzimmer in aller Ruhe die eingenommenen Mäuse.
      Prosit!

      Herzliche Grüße und eine entspannte Leopardinger-Woche wünscht
      Mallybeau, am Schreibtisch lehnend und auf ein Gläschen Ersatz-Leopardinger hoffend 🙂
      PS.: Und dass Sie so viel Verständnis für den Leoparden aufgebracht und mit ihm gefühlt haben, wo er doch ungefragt zu dem Lehnduell herausgefordert wurde, wissen die Almtiere ganz besonders zu schätzen 🙂

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    1. Liebe Bella!

      Der milliardenschwere Käufer der Karaffe ist nach wie vor unbekannt. Aber da hier sonst auch niemand Alkohol trinkt und wir alle gemütlich an einem Tässchen Kräutertee nippen, ist es uns mittlerweile auch egal. Lediglich die Flasche würde sich gut im Eingangsbereich der Almhütte machen 🙂

      Herzliche Grüße aus dem Leopardendschungel

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        1. Das stimmt allerdings. Dann werden wir weiter unsere Schnuppernasen in den Wind strecken und abwarten, ob wir nicht doch den geheimnisvollen Käufer ermitteln können um ausreichend Moneten für neue Kraftnahrung zu haben. An Hundefutter darf es schließlich nie mangeln 🙂 Wuff!

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