Rührei

Der Frühling lässt die Knospen spriesen. Die Vögel zwitschern. Und die Hasen bereiten sich auf das bevorstehende Osterfest vor. Eifrig werden Eier bemalt, Nester geflochten und Süßwaren verpackt. Natürlich bleibt es bei all der Arbeit nicht aus, dass die geliebten Hoppelhasen mit energiereichen Speisen gefüttert werden müssen, damit die Produkte bis Ostern auch alle kreiert sind.
Diese kulinarische Hasenerstversorgung übernehmen auf der Alm unsere zwei Spitzenköche Barney Bär und Heinz Hund. Und am besten halten sie die Hasen mit ihrem Leibgericht bei Laune. Nichts leichter als das, denken sich unsere zwei Köche. Ist doch Rührei das Lieblingsessen der Langohren. Und Eier stapeln sich hier momentan zu Hauf.
So stellt es für Bär und Hund keinerlei Problem dar, dies simple Menü zu zaubern. Doch, wie kann es anders sein, auf der Alm ticken die Uhren ein wenig anders, und Barney und Heinz haben ihre ganz eigene Methode entwickelt, wie ihnen das beste Rührei gelingt. Und da unsere Starköche zwei ganz liebe Zeitgenossen sind, haben sie sich gerne beim werkeln über die Schultern schauen lassen. Wir wollen Ihnen diese Art der Rühreizubereitung nicht länger vorenthalten. Vielleicht kommen Sie auf den Geschmack und versuchen es auf ähnliche Art und Weise.

Guten Appetit und viel Vergügen beim Nachkochen! 🙂

 

 

 

©mauswohn
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69 Gedanken zu “Rührei

    1. Liebe Priska!

      Ich bin auch sehr glücklich über meine Köche. Aber Sie sprechen da in der Tat das sogenannte „Osterproblem“ an. Um diese Zeit sind die Chefköche rund um die Uhr für das wohl der Hasen im Einsatz, dass ich mir oftmals in Nachbars Garten ein paar frische Mohrrüben klauen muss, um über die Runden zu kommen 🙂 Aber ein bißchen fasten kann vor dem Verzehr der Sckokeier schließlich nichts schaden.

      Herzliche Grüße
      Mallybeau

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    1. Liebe Frau Waldmann-Brun!

      Die Werbung ist freilich nicht von mir initiiert, plädiere ich doch eindeutig für einen angenehmen kleinen Speckgürtel, der lässig über den Hosenrand hängt.
      Und dass nach dem Koch-und Essvorgang wieder alles ist wie zuvor, finde ich auch grandios. Die Chefköche haben sich die schwäbischen Tugenden regelrecht einverleibt ond räumet nachm schaffa au emmr wiedr schee auf.
      So solls sei 🙂

      Herzliche Grüße
      Mallybeau

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    1. Lieber Herr Dorn!

      Ich hoffe auch, dass mir meine Köche und Gehilfen noch lange erhalten bleiben und zahle ihnen daher weit mehr als es unter Schwaben üblich ist. Mittlerweile hat der Bär auch einen Bausparvertrag abgeschlossen und wird sich in naher Zukunft eine Höhle auf der Alm bauen. Damit ist seine Anwesenheit gesichert 🙂

      Herzliche Grüße
      Mallybeau

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  1. Liebe Mallybeau, ich habe, bevor ich dir hier lobend antworte, gleich im Möbelkatalog gewälzt. Mir fehlt diese hohe gelbe, tortenstückähnliche, mit Käses zu verwechselnde Kletter-Ei-Hochreich-Vorrichtung. Wie soll das mit den gerührten Eiern sonst funktionieren?
    Aber am besten finde ich eben doch die Ordnung nach dem Kochen – bei mir ist immer alles bespritzt.
    Jetzt mache ich mir herkömmlich Champignons mit gescrambelten Eiern 🙂
    Und tschüss sagt Clara

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    1. Liebe Clara!

      Es handelt sich bei der Klettervorrichtung tatsächlich um einen Käse. Einen Spezialkäse von der Alm natürlich. Freiwachsend auf Bio-Obstbäumen zwischen Äpfel und Birnen. Für Dich pflücke ich gerne einen, er eignet sich auch ausgezeichnet für Gymnastikübungen. Ansonsten schicke ich meine Köche vorbei, dann bleibt Deine Küche spritzsauber 🙂

      Liebe Grüße aus der Küche
      Mallybeau

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      1. Liebe Zauberin, du bringst mein altes, konservatives Weltbild total durcheinander. Aber wie ich sehe, kann ein ordentlicher Käse auf deinen Alm-Obstbäumen wachsen, – Mit Gymnastikübungen habe ich es leider nicht so, deswegen brauchst du mir auch keinen zu schicken – aber danke für das Angebot.
        Auf deine Kochwunder werde ich zurückgreifen, falls ich hier mal eine größere Feier ausstatten muss – aber ich bin ja noch 9 Jahren von einem runden Geburtstag weg – und den lasse ich dann im Restaurant kochen – nicht den Geburtstag, sondern das Essen für die Gäste.
        Und tschüss

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            1. Hoffentlich kommt nicht zu viel Sonne durch die Fenster, sonst schmilzt der Käse und das kann eine ganz schön klebrige Angelegenheit werden. Es sei denn, Du magst Ganzkörperraclette 🙂

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            2. hhhhhmmmmmmmmm, ich überlege. Einen Menschen, den ich zum Fressen gern habe, in ein Ganzkörperraclette zu verwandeln, um dann an ihm zu knabbern – ich hatte schon blödere Phantasien.

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    1. Lieber Herr Moser!

      Wir danken ganz herzlich für die kulinarische Ehrung. Wenn Herr Lafer mit einem Sattelschlepper das Kochstudio betreten würde, wäre ich auch geneigt, mir diese Sendungen wieder mal anzusehen. Derweil bleibe ich bei Heinz und Barney 🙂

      Herzliche Grüße in die frische Küche
      Mallybeau

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    1. Liebe Bella!

      Unseren Chefköchen ist es selbstverständlich eine Ehre, wenn sie Dir ein leckeres Hundemenü kredenzen dürfen. Auf Wunsch auch mit einem rohen Straußenei 🙂 Hundeomlette-XXL sozusagen…

      Herzliche Grüße
      Mallybeau

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  2. Liebe Frau Mallybeau!
    Ich bin begeistert, Barni und Heinzi bei der Arbeit zu sehen. Was sind das flinke Gesellen geworden. Mit leckeren Eiern haben sich die beiden selbstständig gemacht und so ideal Sport und Arbeit kombiniert. Welch ein Glück für hungrige Eierliebhaber.

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    1. Liebe Frau Thoring!

      Ursprünglich wollten sich die Chefköche schon zur Ruhe setzen, doch da beide durch die langjährige Arbeit hinterm Herd leicht übergewichtig waren, beschlossen sie bewegungsfreudigen Kochsport zu betreiben. Auf diese Weise sind schon einige Pfunde gepurzelt. Wenn das kein gutes Konzept ist 🙂

      Herzliche Grüße aus der Küche
      Mallybeau

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      1. Liebe Frau Mallybeau,
        Kochsport, fliegende Rühreier und die Fernsehwirkung von Starköchen – alles unter einem Dach! Herzlichen Glückwunsch! Das gibt es nur auf der Blogalm. In den Osterferien haben Sie sicherlich keine Parkplätze mehr frei, nehme ich an.

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          1. Sportliche Ostern, etwas Wunderbares! Mit den beweglichen Rühreiern beginnt der Tag. Es folgt das Suchen, mit den Augen versteht sich. Nachdem die gesichteten Eier per LKW zur Abrollrampe transportiert worden sind, kommen die Kenntnisse der Starköche ins Spiel. Rollen, schwebend in der Pfanne landen, nicht aufklatschen, das will gekonnt sein.

            Seit wann schreibt sich unser Barni so ausländisch mit „y“? Hat das was mit Lolly zu tun … will ja nicht neugierig sein …

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            1. Ach … jetzt weiß ich, warum er ein „i“ anstelle eines „y“ schreibt … so privat, … er hatte seinen Anspitzer verloren und wollte Schreibstoff sparen. Deshalb kam er auf die Idee, den langen Unterstrich, den das „y“ macht, einfach wegzulassen …

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            2. Liebe Frau Mallybeau, ich muss jetzt hier Schluss machen. Die Verabredung zum Doppelkoppspiel ruft. … dabei ist es doch schön auf der Blogalm. Tschüss bis demnächst!

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            3. Ich sehe ein Ein,
              dann Rührei in Ihrem wunderbaren Film,
              denke an Ei,
              assoziiere unbewusst Eierlikör,
              und lese, dass Frau ingeborgthoring,
              eine „Doppelkorn-Verabredung“ hat.
              Tsss 😉

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            4. Lieber Lo!

              Eieiei, mit den Assoziationen ist das so eine Sache. Da sieht man ein Ei, denkt an Einstein, an eine rausgestreckte Zunge, kriegt Hunger … und schon sind wir wieder beim Rührei. Wie gut, dass sich dieser KrEIslauf geschlossen hat 🙂

              Herzliche Grüße vom Eierlauf
              Mallybeau

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  3. Von diesen flinken Küchenkünstlern kann man echt noch was lernen. Ich unbedarftes Katzenschaf habe es bisher immer mit der Poesiemethode versucht. Ich habe den Eiern traurige Gedichte vorgelesen in der Hoffnung, dass sie gerührt sein möchten. Sie mochten leider nie – und die ungerührten Eier mochte ich wiederum nicht.

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    1. Lieber Random!

      Eine grandiose Idee, auf poetische Art und Weise die Eier zum schmelzen zu bringen. Vielleicht ist die Methode auch daran gescheitert, dass man als Katzenschaf doch eher nur seltsam miauend-blökende Laute von sich geben kann, die auf die empfindlichen Eier nicht ganz so poetisch gewirkt haben. Ich bin mir sicher, mit der richtigen Aussprache wird das noch was 🙂

      Herzliche Grüße an die DichterEI
      Mallybeau

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  4. A tolle Kochshow isch dei Filmle, da wird unser schwäbischer Starkoch Nelson Müller ja blass vor Neid. 🙂
    I hons scho a baarmol nachkocht (isch ja a guds und günschdigs Essa), hot jedesmol wunderbar funkzioniert. Bloß oimol ischs daneba ganga. Do hots dann verlorene Oier gäba. 😉

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    1. Liebe Anhora!

      Ha i bin ganz von de Sogga, dass Du des glei nachkocht hosch. S isch schließlich et ganz oifach mit ma Laschtwägele auf ma großa Käs romzomfahra ond a Oi rondr in a Pfanne plotza lassa. Reschbegt.
      Abr ons Schwoba liegt halt s handwergliche em Blut, gell.
      N Guada 🙂

      Grüßle von dr Alb
      Mallybeau

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      1. I hons halt a bissel abgwandelt, weil mei Laschtwägele grad in dr Werkstatt isch. I bin oifach auf de Dunschdabzug glättert. Des goht genauso gud, und gschmacklich ischs wahrscheinlich koin großa Underschied. 😉

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            1. Des isch wohr. Abr a Selfie isch ja au äbbes fir die jonge Leit, die et so viel Wärt auf Kwalität leget, wo dann schomol a Oi drnäba goht. Bei Dir woiß mr dann halt, dass s a brofessionelles Riehroi isch ohne Patzer ond moderna Schniggschnagg. Ond des isch jo d Hauptsach 🙂

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  5. In der Spitzenkoch-Küche:

    Bär: Schon wieder Ostern.
    Hund: Wuff! Wuff! Hatten wir erst letztes Jahr.
    Bär: Scheint sich zu wiederholen.
    Hund: Ein einziger Kreislauf.
    Bär: Sie sagen es, werter Kollege, ein Kreislauf … ein einziger.
    Hund: Mache ich nach dem Weihnachtsfest 3 Mal Wuff! Wuff! Wuff!, schon ist Ostern.
    Bär: Indeed. Sie machen wie jedes Jahr gleich nach Weihnachten ihr Brumm! Brumm! Brumm! und schon …
    Hund: Nein, nicht Brumm! Brumm! Brumm! sondern Wuff! Wuff! Wuff!
    Bär: W-Rumm! W-Rumm! W-Rumm!
    Hund: Wuff! Wuff! Wuff! Sie müssen es in ihrem Inneren bilden, bevor sie es heraus lassen. Wuff! Wuff! Wuff! Sooo, schauen sie: Wufff! Wuff! Wuff! Versuchen sie’s.
    Bär: W-Rumm! W-Rumm! W-Rumm!
    Hund: Im Inneren, im Inneren, denken sie an ihr Inneres.
    Bär: W-Rumm! W-Rumm! Rumm!
    Hund: Wuff! Wuff! Wuff! Ist doch nicht schwer. Noch einmal.
    Bär: W-Rumm! W-Rumm! Rrrruuu … Ich glaub, schaff es nicht.
    Osterhase: Tach, die Herren.
    Bär & Hund: Eure Exzellenz, Herr Osterhase, wir sind gerührt.
    Osterhase: Apropos gerührt, was macht mein Rührei?
    Hund: Ist in Arbeit.
    (Bär & Hund mühen sich mit dem Ei ab)
    Osterhase: Die Herren belieben zu klettern? Ich vermute mich erwartet erstklassigste Hochgebirgskochkunst.
    Bär: Das Ei muss zuerst nach oben in den Kater Pillar hinein und dann … sssssst!
    Osterhase: Sssssst?
    Hund: Sssssst! Dann aus dem Kater Pillar nach unten … äh gekippt.
    Osterhase: Nach unten?
    Bär: Gekippt! Gekippt!
    Hund: Wir kippen das Ei aus dem Kater Pillar …
    Osterhase: Versteh ich nicht.
    Bär: Hinaus!
    Hund: Heraus!
    Osterhase: Hinaus? Heraus? Heraus? Hinaus?
    Bär: Das Ei aus dem Kater Pillar nach unten … sssssst!
    Osterhase: Äh?
    Hund: Macht nichts. Sie sind ja zum Essen da, nicht zum Verstehen.
    Osterhase: Verstehe. Apropos Kater Pillar. Wussten sie schon, dass dieser Kater Pillar und die Katze von dem Herrn Schrödinger … (tuschel, tuschel)
    Bär & Hund: Nööö …. was sie nicht sagen.
    Osterhase: Und wenn ich’s ihnen sage …
    Bär: Jetzt bin ich baff. Wuff! Wuff!
    Hund: Brumm! Brumm! Ich kann es nicht fassen.
    Osterhase: Oha! Sie sprechen Fremdsprachen?
    Bär: Spitzenmäßigen Spitzenkochspeech.
    Hund: Und woher wissen sie von … (tuschel, tuschel)
    Osterhase: In meiner Funktion als Osterhase gehört derlei Wissen zum meinen allerersten Aufgabengebieten. Nicht auszudenken, wenn wir durch eine kleine Unachtsamkeit womöglich (bedeutungsvoll gestikulierend) … sie wissen, was ich meine?
    Bär & Hund: Durchaus, durchaus.
    Osterhase: Mein vorösterlicher Osterhasenmagen knurrt beträchtlich.
    Hund: Geradezu gefährlich.
    Bär: Man könnte sagen: beängstigend.
    Osterhase: Nicht, dass sie denken, ich würde die Herren Spitzenköche zur Eile drängen, nicht, dass sie glauben, meine Ungeduld wäre eine gespielte, wenn ich hier, im Refugium kulinarischer Genüsse, dem legitimen Wunsch nach einem Rührei in aller Bescheidenheit meinen Ausdruck verleihe.
    Bär: Rührei?
    Hund: Das Rührei für den Herrn Osterhasen.
    Bär: Ach, das Rührei …
    Ab hier beginnt der urheberrechtlich geschützte Teil der Konversation, der leider an Ort und Stelle nicht fortgesetzt werden kann.

    AND THE OSCAR GOES TO … TO … RÜHREI – SCRAMBLED EGG
    Tobender Applaus

    Liebe Frau Mallybeau,

    die Pannenserie bei der Oscar-Verleihung 2017 setzt sich weiter fort. Zuerst wurde „La La Land“ versehentlich als Sieger ausgerufen, dann „Moonlight“ … ebenfalls zu Unrecht. Nun wurde endlich der richtige Umschlag gefunden und geöffnet.
    Das warmherzig einfühlsame und furios gedrehte Drama „Rührei“ gewinnt den Oscar in der Kategorie „Bester Film“.
    Die beiden erstgenannten Filme werden noch im Verlauf der nächsten Woche eingestampft und durch „Rührei“ ersetzt. Es ist nicht immer so, dass Qualität sich in Hollywood durchsetzt. Diesmal schon. Wir gratulieren feierlich!

    Herzliche Grüße an das wunderbare Filmteam 🙂
    Herr Ösi

    Saftschubse: Gott-sei-Dank, dass die da drüben in L.A. noch die Kurve gekriegt haben.
    Herr Ösi: Die Kettensäge können sie nun getrost im Halfter lassen.
    Saftschubse: Ja … leider …

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    1. Hund: Wuff Wuff! Wuff!
      Bär: W-rumm! W-rumm! W-rumm!
      Hund: Wuff! Wuff! Wuff!
      Bär: W-rumm …
      Hund: Das heißt doch „brumm“.
      Bär: Ich weiß. Ich glaube ich habe das „brumm“ verlernt und das „w-rumm“ vom Lastwagenfahren übernommen. Das färbt ab.
      Hund: Das könnte sein.
      Osterhase: Das könnte nicht nur sein, meine Herren. Das ist so. Ich lausche schon eine beträchtliche Weile ihrer hochintellektuell lautmalerischen Konversation und kann nur bestätigen, dass Spitzenköche im Laufe ihres Lebens die sie umgebenden Geräusche in ihr Sprachrepertoire aufnehmen und oftmals die angeborene Sprache verlernen. Im schlimmsten Falle verwandeln sich äußerst akribisch zu Werke gehende Köche in ein Küchengerät mit dem sie täglich arbeiten. Die Pfanne beispielsweise ist unser Fünf-Sterne-Koch Emil Schnecke. Einst stand er fleißig am Herd und verschmolz aufgrund der starken Hitze so mit seinem Arbeitsgerät. Sie sehen also was passieren kann. Ich halte es für dringend angebracht werter Herr Bär, wenn Sie sich Ihren Brumm-bzw W-rummfehler umgehendst wieder abtrainieren, bevor Sie zu einem Lastwagen mutieren.
      Bär: Oh Schreck. Was mach ich nur?
      Hund: Da hilft nur eins: Der Brummbär vom Herrn Ösi muss her.
      Bär (strahlt): Der mit der Beary-Bag? Der, der so wunderbar harmonsich durchs Bild tapst? Du hast Recht, es gibt kein schöneres „Brumm“, als das von diesem Bären.
      Hund: Sag ich doch. Wir sollten Frau Saftschubse anschreiben, ob der liebe Brummbär einen Termin frei hat für ein Brummbärenbrummtraining.
      Osterhase: Eine ausgezeichnete Idee, die Herren. Leider gibt es da ein kleines Problem.
      Bär: Oh nein.
      Osterhase: Ohja. Ich wollte mich soeben bei Frau Saftschubse erkundigen, was an dem Gerücht dran ist mit Herrn Schrödingers Katze und dem Kater, na sie wissen schon, und da meinte die Dame, Herr Ösi wäre außer Haus.
      Hund: Wie jetzt? Außer Haus? Das kann ja nicht ewig dauern.
      Osterhase: Das wusste Frau Saftschubse auch noch nicht so genau.
      Bär: Ja wieso, wo ist denn unser Herr Ösi?
      Osterhase: Tja, werter Herr Bär, unser lieber Herr Ösi befindet sich auf dem Wege nach Hollywood, wo in diesen Minuten der Oscar für den BKD verliehen wird.
      Bär: Hä? BKD?
      Osterhase: Kategorie: Bester-Küchen-Dialog, meine Herren.
      Hund: Küchendialog? Ich wusste gar nicht, dass sich Herr Ösi mit seiner Küche unterhält.
      Bär: Blödmann. Er schreibt Dialoge die …
      Osterhase: Ich sehe schon, Sie verstehen mal wieder nur Bahnhof. Und der ist in Stuttgart ja eine einzige Baustelle. Also kein Wunder. Ich erklärs Ihnen: Herr Ösi hat Ihnen beiden Worte in den Mund gelegt und Sie überhaupt erst zum sprechen gebracht.
      Bär: ???
      Osterhase: Bisher haben Sie immer nur eifrig im Rhythmus gekocht ohne sich zu unterhalten. Sie haben sich bis jetzt in einem Stummfilm befunden.
      Hund: ???
      Osterhase: Und da hat sich Herr Ösi einfach rasch in seinem Schreibstüberl verkrochen und Ihnen einzigartige Dialoge auf die Zungen gelegt.
      Bär: Jetzt bin ich baff.
      Osterhase: Sehen Sie, nun können Sie reden. Diese Worte stammen zwar nicht mehr aus Herrn Ösis Feder, doch durch ihn haben Sie sprechen gelernt. Und leider hat sich hierbei auch dieser kleine Brumm-Fehler eingeschlichen.
      Bär: Aber dann muss ich ja gar nicht mehr zum Ösi-Brummbär ins Brummbärenbrummtraining.
      Hund: Warum denn nicht?
      Bär: Ganz einfach. Wenn Herr Ösi mit seinen Oscars aus Hollywood zurück ist, muss er nur schnell in seinem Manuskript radieren und das „W-rumm“ in ein „Brumm“ verwandeln.
      Hund: Mensch äh Bär, Du bist klasse. Darauf wäre ich nicht gekommen.
      Bär: Ich finds schade.
      Hund: Was?
      Bär: Dass ich nicht zum Brummtraining kommen muss. Ich hätte den Brummbären so gerne brummen gehört. Der brummt soooo schöööön.
      Osterhase: Nun, wer weiß, werter Herr Bär. Vielleicht tauscht Herr Ösi die Buchstaben in seinem Manuskript ja gar nicht aus und lässt Sie in alter Tanzbärenmanier bei ihm und seinem Brummbären antanzen. Schließlich ist er immer für eine Überraschung gut und für originelle Einfälle bekannt.
      Bär: Oh Mann, das wär toll.

      Hier beginnt nun der zwar nicht urheberrechtlich geschützte aber dafür immer langweiliger werdende Teil der Starkochkonversation. Deshalb Schnitt. Und nun noch eine kurze Videobotschaft von Barney Bär an Herrn Ösi bezüglich des Brummbärenbrummtrainings:

      Lieber Herr Ösi!
      Ich kann mich unseren Starköchen aus vollstem Herzen anschließen. Wie gut, dass wir Sie haben und unsere Tiere Dank Ihnen solch wunderbare Dialoge in der Küche abhalten.
      Und Ihre Frau Saftschubse ist wirklich Gold wert. Mit ihrer Hilfe ging wenigstens Ihre Oscarverleihung ohne Pannen über die Bühne. Was hinter den Kulissen von statten ging, weiß zum Glück keiner so genau. Ich hoffe, Ihre Mäuse haben Ihnen zu Hause einen fürstlichen Empfang bereitet und etwas Leckeres gekocht.
      Erholen Sie sich gut von den Hollywood-Strapazen und dem Dialoge-Schreiben.
      Die Almcrew wünscht eine angenehme Nacht und schöne Träume 🙂
      Mit den herzlichsten Grüßen
      Mallybeau … achso, was war denn jetzt mit dem Kater und der Katze?

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      1. Lieber Barney,
        das aktuelle Brummbärenbrummtraining ist so weit fortgeschritten, dass wir gerade die Brummunterschiede eines Grizzleys aus Anchorage im Vergleich zu seinem östlicheren Verwandten aus Valdez herausarbeiten, Unterschiede, die oberflächlich betrachtet, aber eben nur oberflächlich gesehen, für den Laien überhaupt nicht wahrzunehmen sind, sich aber im Echtbetrieb immer wieder als entscheidend erweisen, besonders wenn sich für einen Nicht-Bären gewisse Fragen auftun, die das Kapitel „Flucht“ nicht nur am Rande streifen, sondern als zentrale Handlung entstehen lassen.
        Kurz: ein Quereinstieg ist hier selbst für den begabtesten Bären nicht möglich … jedoch, lieber Barney, für das nächste Brummbärenbrummtraining sind Sie schon jetzt eingetragen und der beste Platz in der ersten Reihe ist für Sie reserviert.

        Liebe Frau Mallybeau,
        meinen Küchen-Dialog-Oscar gebührend in der Preisverleihungsküche begießend, hörte ich von Ihrer plötzlichen Abreise, kaum dass Sie Ihre Trophäe in Empfang genommen hatten. Auf Ihrer Alm, so die Begründung, wäre während Ihrer Abwesenheit das reinste Chaos ausgebrochen, wobei die Katze von dem Herrn Schrödinger, so munkelt man, gewissermaßen als Auslöser fungiert haben soll. Ich hoffe, Sie haben die Lage wieder vollständig Griff. Nein, ich weiß es, dass Sie sie im Griff haben …

        Herzliche Grüße von L.A. nach Malibu 🙂
        Herr Ösi
        („Wa was heißt, wa wa wahrscheinlich fa falscher Umschlag?“)

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        1. „Wa… wa … wa … waaas, jetzt habe ich Sie verpasst? Lieber Herr Ösi, ich stehe hier am Flughafen in äh, irgendwo zwischen Valdez, Anchorage, Malibu und L.A. Gestern schloß ich abends die Türe zum Bärenstüberl auf, um den lieben Barney ein wenig aufzumuntern und ihm zu versichern, dass er mit Sicherheit ein Brummtraining von Ihnen aufgebrummt bekommt, bis plötzlich … ring, ring, das Telefon klingelt. Die Flugsicherheit aus Vancouver war am Apparat und teilte mir in schwer verständlichen Worten etwas von Katze, Kater und blindem Passagier mit.
          Kurz: Herr Schrödingers Katze hatte sich als blinder Passagier im Gepäckraum einer Boeing 747 eingenistet und war gemeinsam mit dem Kater Pillar unterwegs in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Warum? Keine Ahnung. In jedem Falle muss ich dafür natürlich gerade stehen und bin den zwei Ausreissern hinterhergeflogen, um sie mir vorzuknöpfen. Aber finden Sie mal zwei Streuner auf einem Flughafen!
          Momentan habe ich noch keinen Plan, wie ich das Katzenpaar ausfindig machen soll. Vielleicht könnten Sie, nachdem Sie in aller Ruhe Ihren wohlverdienten Küchenoscarumtrunk genossen haben, auf dem Rückweg hier vorbeischauen. Dann könnten wir uns gemeinsam auf die Suche begeben. Von Vorteil wäre es mit Sicherheit, wenn Sie Didi mitbringen könnten, möglicherweise hat er mit seinem guten Gespür für Katzen mehr Erfolg als wir.
          Sie sehen, ich befinde mich mal wieder mitten im Chaos, und während Herr Schrödinger auf der Alm alle Fäden in der Hand hält, habe ich hier auf dem Airport überhaupt nichts mehr im Griff.
          Erbitte dringendst Ihre Hilfe. Ich warte in Abfertigungshalle 2B/34.
          … und die Tickets, mit denen wir nach Philadelphia sailen können, befinden sich ebenfalls schon im Gepäck 🙂 “

          Herzliche Grüße
          Mallybeau… on the way back to Tupelo

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          1. Eine verflixte Gratwanderung, diese Mason-Dixon-Linie – keuch – Herr Knopfler hatte da gut singen, auf seiner komfortablen Segelyacht, aber der Didi ist wasserscheu, nun gut, zu Fuß – schnaub – jetzt rauf, nach Philadelphia, da, die Abfertigungshalle 2B/34 fast in Sichtweite, noch Sixteen hundred miles of highway bis Tupelo, der Wanderer vor uns, ein gewisser Marlon Brando, sagt: When you’re young and beautiful – Your dreams are all ideals, na, der hat gut reden, wir überholen ihn, ich rufe zurück: Sometimes there’ll be the feeling – Things are going wrong, aber er lacht nur.
            Didi ist jetzt ziemlich aufgeregt, er scheint die beiden Katzen bereits zu wittern. Nur noch ein paar hundert Meilen.

            Liebe Frau Mallybeau, halten Sie durch … 🙂
            Herr Ösi

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            1. Ah, wunderbar, lieber Herr Ösi.
              Der Flughafentrubel nimmt hier immer mehr zu und ich sehe immer mehr Katzen. Ich bin mal wieder in trouble now und der moon ist hanging upside down … Was ist hier nur los? Ich bin mal wieder baloney again.
              Welch ein Glück, dass Sie und Didi mit eilenden Schritten nahen, auf Sie ist eben Verlass!
              Dann schreibe ich derweil noch eine postcard nach Paraguay … whoop de doo 🙂

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  6. Liebe Frau MM,
    Sisyphosarbeit anschaulich dargestellt! (das Ei ist der Felsblock, die gelbe Schachtel der Berg) . Allerdings ist die Arbeit nicht sinnlos, da das Ergebnis doch
    ein leckeres Rührei sein dürfte! Ach so, die Köche müssen ja auch keine Strafe verbüßen (wie Sisyphos), so emsig und liebenswert wie sie sind.
    Fazit: Mit Beharrlichkeit und musikalischem Schwung kann auch eine Sisyphosarbeit zum Gelingen führen.
    Danke für diesen Hoffnungsschimmer!
    Ihre Kulturreisende.

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    1. Werte Kulturreisende!

      Bei der gelben Schachtel handelt es sich um einen Almkäse XXL, der hier auf Obstbäumen wächst. Eine Spezialsorte, die besonders schimmelresistent ist und sich ausgezeichnet eignet, um mit Lastwagen befahren werden zu können. Ihr Vergleich mit Sisyphos ist eine wunderbare Idee, die erkennen lässt, dass Sie sich nimmermüde in verschiedenen Kulturkreisen bewegen und in die Materie eingearbeitet sind.
      Eieieieiei!
      Wir wünschen weiterhin gute Fahrt, gepaart mit musikalischem Schwung 🙂

      Herzliche Grüße
      Mallybeau Sisyphos

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  7. Liebe Mallybeau Mauswohn,
    schon als kleiner Junge durfte ich mir ein besonderes Essen wünschen, wenn ich krank war.
    Meistens habe ich mir eine Tüte Rosinen gewünscht. Das war eine rote, rechteckige Packung aus dem Reformhaus. Ganz dunkle, saftige Rosinen (oder Sultaninen?) sehr teuer und die konnten wir uns normalerweise nicht leisten. Darum war das dann etwas ganz Besonderes für mich.
    Heutzutage wünsche ich mir bei Erkältung andere Sachen. Hühnersuppe, Pudding und zwischendurch auch mal einen Pfannkuchen.
    Darum kam mir eben die Idee, ob es unverschämt wäre, Barney Bär und Heinz Hund zu bitten, mir ein oder 2 Pfannkuchen zu machen. Das müsste ja so ähnlich gehen wie Rührei.
    Sollte das zu viele Umstände machen, dann eben nur eine Hühnersuppe und Schokopudding mit Vanillesoße.
    Darüber würde ich mich sehr freuen und bestimmt noch schneller gesund werden!
    Gruß Heinrich

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    1. Lieber Herr Heinrich!

      Zuallererst wünscht die gesamte Almbelegschaft natürlich gute Besserung und möglichst schnelle Genesung.
      Und damit diese auch voranschreitet wie gewünscht, haben Barney Bär und Heinz Hund bereits ihren Lastwagen gepackt und sind auf der Autobahn zu Ihnen unterwegs. Es soll unterwegs zwar viele Baustellen geben, doch da das Auto recht klein und wendig ist, lassen sich unsere zwei Starköche von nichts aufhalten und müssten jede Minute bei Ihnen eintreffen. Sie werden einfach vor dem Haus mit dem Sofa auf dem Gehsteig halten, auf dem bereits der schwarze Hund wartet.
      Am besten essen Sie bis dahin nichts mehr, da sie von unseren Küchenchefs so lange bekocht werden, bis Sie wieder putzmunter und zu jeder Schandtat bereit sind. Sie werden vor so vielen Rühreiern gerührt sein.
      … Schokopudding gibts natürlich auch 🙂

      Herzliche Grüße aus der Küchenapotheke … hatschi …
      Mallybeau

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  8. Liebe Mallybeau,
    ach, das war jetzt aber mal ein Lehrstück für mich, was Barney Bär und Heinz Hund da zum Thema Rührei zu bieten hatten! Einen ähnlichen Denkansatz zur unkonventionellen Rührei-Herstellung hatte nämlich Mimi hier mal, sie hat das Ei dann aber vom Küchentisch auf den Boden gesemmelt, leider war der, weil nicht im Hochsommer und auch nicht aus aufheizbaren Fliesen, nicht so gut geeignet, nun werde ich bei passender Gelegenheit einfach flugs die Pfanne drunter halten, genial!
    Ich danke sehr für die Erweiterung unserer Kochkünste hier und bin mindestens so gerührt wie die Eier, herzliche Grüße hinauf auf die Alm
    Monika und Mimi.

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    1. Liebe Mimi, liebe Monika!

      Vermutlich hat der lieben Mimi auch einfach ein Mitstreiter gefehlt, der im passenden Moment den Lastwagen fährt und die Pfanne auf dem Boden an die passende Stelle rückt. Ein eingespieltes Team ist schließlich das A und O, und manchmal auch das Ei, in der Küche. Aber glücklicherweise isst Mimi ja vorzugsweise Katzenfutter (nehme ich an), da kann ja nicht allzu viel zu Bruch gehen …
      … ansonsten hilft vielleicht das nächste Mal der Motivationsbär Charly aus, dann wird das Rührei mit Sicherheit gelingen 🙂

      Herzliche Grüße nach Balkonien
      Mallybeau

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      1. Liebe Mallybeau,
        ja, das wird es gewesen sein, der passende Mitstreiter, und richtig, da bietet sich doch unser Motivationsbär Charly an, dann klappt das auch mit dem Rührei!
        Ach, außer ihrem natürlich heißgeliebten Katzenfutter ist Mimi der menschlichen Küche nicht abgeneigt, man muß doch immer gucken, ob der Dosenöffner nicht vielleicht was viel besseres in seinem Napf hat. Alles fleischliche in selbigem schwebt dann in akuter Klau-Gefahr! Und alles, was fleischlich aussieht, auf die Art und Weise stellt man dann mal fest, daß Gnoccis bääääääh sind, lach! Wo auch die Nase stets in Reichweite ist (und das Leckermäulchen gleich hintendran, hihihi!) ist Zitronenquark, Sahne und Yoghurt!
        Balkonien macht wetterbedingt noch ein bissel Pause, aber dit wird schon wieder, herzliche Grüße hinauf auf die Alm
        Monika und Mimi.

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