Winter-Si-n`est-ma: „Wie es euch gefällt“

Kalt ist es geworden. Nebel und Regen haben sich auf der Bloghüttenalm eingenistet. Wer nun heute bei der neuesten Freiluftaufführung des Almkinos dabei sein will, muss sich wohl oder übel durch das etwas ungemütliche Wetter begeben, um noch einen trockenen Sitzplatz auf den Wiesen zu ergattern. Aber Frischluft ist ja bekanntlich gesund, so sehen wir den Spaziergang am besten als gesundheitsfördernde Maßnahme.

Die Herren Hitchblog und Nozart haben sich für die kalte Jahreszeit einen absoluten Klassiker aufgehoben. Früher oder später wagt sich schließlich jeder große Regisseur und selbsternannte Kunstfilmer an … genau, Sie ahnen es bereits, an die Werke von William Schüttelbirne. Der Meister aller Meister, zumindest für die Meisten, steht auf dem Programm. Unser unverwüstliches Kreativgespann zeigt eine Neuinterpretation des Stückes „Wie es euch gefällt“. Die Protagonisten dieser Inszenierung wurden unter 2500 Bewerbern nach mehrjähriger Suche sorgfältig ausgewählt. Den Zuschlag erhielten zwei Kammerschauspieler des Almtheaters. Eine große Ehre für unser überschaubares Ensemble. Und ohne unbescheiden sein zu wollen, sind wir der Meinung, dass die Herren Hitchblog und Nozart keine bessere Wahl hätten treffen können. Überzeugen Sie sich selbst von einer schauspielerischen Glanzleistung, die Ihresgleichen sucht und vermutlich niemals finden wird. Theaterkenner kommen hier voll auf ihre Kosten.

Warme Decken und Regenschirme liegen auf den Almwiesen bereit, so dass dieses Spektakel höchstens für den Gaumen ein feuchtfröhliches werden kann. Genießen Sie den kulturellen Höhenflug … wie es Euch gefällt

Viel Vergnügen! 🙂

 

Wir hoffen, dass unsere Almschauspieler mit ihrer Darbietung aus den Theatermuffeln unter Ihnen künftige begeisterte Theatergänger machen konnten und freuen uns auf Ihren nächsten Besuch!

©mauswohn
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54 Gedanken zu “Winter-Si-n`est-ma: „Wie es euch gefällt“

  1. Liebe Frau Malleybeau,
    Ist es so nebelig auf der Bloghüttenalm oder steht jemand vor der Kamera? Ich kann den Film nicht sehen. Moment, der neben mir macht gerade seine Milchtüte zu … so ein richtiger Plämperotto ist das. Alles daneben, die gute Milch.

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    1. Liebe Frau Thoring!

      Möglicherweise hat die Milch Ihren Bildschirm verspritzt. Ich habe extra nochmals die Kinoleinwand gewischt und den Projektor geölt. Alles funktioniert hier reibungslos.
      Aber mit einer frischen Tüte Milch und geröstetem Popcorn wird bei Ihnen sicherlich auch bald wieder bessere Sicht sein. 🙂

      Herzliche Grüße aus dem Kino
      Mallybeau

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      1. Die ausgelaufene Milch ging bis in den großen Kinosaal mit der Reklame unten dran . Da lief der Film schneller, als die Schnecke sprechen konnte.
        Was haben Sie es gut – die besten Kriecher sind immer in ihrer Nähe. Neidisch werden könnte man.

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          1. … richtig spannend die kleine Schnecke. Und so tüchtig! Sie schleppt ein ganzes Haus … nicht nur eine volle Einkaufstasche. Und die zarten Fühler erst mal … ach wie niedlich!

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            1. Diese Nacktschnecke zieht das Leben unter freiem Himmel vor und wollte sich nicht mit einem Eigenheim belasten, wie ihre Weinbergkollegen. Als Schauspieler braucht man natürlich auch etwas mehr Bewegungsspielraum. Ein echter Freigeist, unsere Schnecke!

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            2. Da lassen Sie die gute Frau ohne Garderobe auf Ihrem Grundstück verweilen und dann noch ohne ihr ein Stück Kuchen anzubieten …? Ich dachte, sie wäre auf dem Weg zur Umkleidekabine, weil sie ein Luftbad genommen hat …

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            3. Da bin ich ja froh. Und die Kuh passt gut auf die kleine, hilflose Schnecke auf, nicht wahr? Damit sie nicht über die verschüttete Milch ausrutscht. Ihre Schleimspur und die weiße Milchspur zanken sich immer. Um die Bienen. Jede Spur beansprucht den Honig für sich. Alles Leckermäuler sage ich Ihnen. Die Kuh will den Honig und die ganze Schneckensippe auch … oh Moment, oder ging es um Bier …?

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            4. Es ist eben alles ein Theater. Passend zum Stück. Jeder macht, was ihm gefällt.
              Dass die Schauspieler da gerne ein wenig extrovertiert agieren, ist wohl normal. Aber hier kehrt nach jeder Filmvorführung glücklicherweise schnell wieder Ruhe ein. Nur vor den Aufräumarbeiten drückt sich jeder und Herr Schrödinger hat alle Hände voll zu tun.

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            5. Sie sagen es. Ein Theater. Ich setzt mich jetzt auch hin und mach etwas Theater in der Küche. Mal endlich wieder laut kochen. Dann bekommen wenigstens alle Hunger und kommen zum Aufräumen. Bis später, Frau Mallybeau. Haben Sie auch einen genussreichen Abend! Die Schnecke bleibt doch noch in Ferien, nehme ich mal an. Tschüss Frau Mallybeau, sonst verpasse ich mein kochendes Wasser, alles Gute!

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  2. Vergnüglich war es anzuschau’n,
    dem Hitchblog kann man schon vertrau’n,
    und Nozart dieser Schlingel gar,
    gefällig bot uns Gutes dar.
    Fürwahr gelungen das Spektakel
    von Rosalind und ihr’m Debakel,
    das Schneck und Kuh dort dargestellt.
    Just einzigartig auf der Welt.

    „Daumen hoch“

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    1. Liebe MaranaZ3!

      Das freut Herrn Hitchblog wirklich sehr,
      dass er kriegt nen Daumen mehr.
      Auch Kuh und Schnecke danken für Applaus,
      selbst wenn so mancher sagt: Ach welch ein Graus!
      Die Kuh, sie hofft, es wurde auch gelacht
      und wünscht ne gute stille Nacht! 🙂

      Herzliche Grüße und Gratulation an Werder zum Sieg … ole ole
      Mallybeau

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  3. Liebe Frau Mauswohn,

    wie immer ein cineastischer Leckerbissen, ohne der Schnecke nun zu nahe zu treten zu wollen.Ich frage mich noch, ob der Spaziergang durch die Winterlandschaft, das Ende der Beziehung, die Kälte, das Ruhen symbolisieren sollte?

    Schöne Grüsse aus dem Nebel

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    1. Lieber Herr Dorn!

      Die Schnecke hat sich nach dem Ende der Vorstellung sicherheitshalber gut versteckt. Es gab doch einige gierige Zuschauer, die bereits lechzend mit Messer und Gabel am Bühneneingang auf sie lauerten. Als Star hat man es eben nicht leicht!
      Und wie immer bleiben bei Herrn Hitchblogs tierischem Streifen immens viele Fragen offen. Ich glaube, der Regisseur wusste auf Vieles selbst keine Antwort und hat alles rasch vom kalten Winde verwehen lassen. 🙂

      Herzliche Grüße von den Brettern die die Welt bedeuten
      Mallybeau

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    1. Lieber Herr Moser!

      Ich konnte bisher nur in Erfahrung bringen, dass sich der Film möglicherweise nicht auf Smartphones, Spielkonsolen oder Tablets abspielen lässt. Aber am Computer müsste es eigentlich funktionieren … 🙂

      Herzliche Grüße aus dem IT-Bunker
      Mallybeau

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  4. Sehr geehrte Frau Regisseurin, am meisten geschmunzelt habe ich bei dem Dialog zwischen Kuh und Schnecke: „Gute Grasung! ute Kriechung!“ Einmalig, diese Wortwahl.
    Ansonsten habe ich mich ein wenig besorgt gefragt, ob alle Theaterbesucher im herrlichsten Frühling unter beblätterten Bäumen ins Theater kommen und bei Schneewehen, die meterhoch zu sein scheinen, wieder nach Hause gehen. Das muss ja ein packendes Drama sein, über mehrere Jahreszeiten.
    Das bringt nur eine hochbegabte Regisseurin auf die Leinwand!
    Beste Grüße von Clara

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    1. Liebe Clara!

      Die Wetterbedingungen schwanken hier auf der Alm beträchtlich. So war ich selbst überrascht, dass ich zu Beginn der Dreharbeiten im T-Shirt arbeiten konnte und nach den Schlussszenen mit einer Grippe im Bett lag 🙂
      Und die Wahl der Dialoge war natürlich absolute Schwerstarbeit. Ich vermute, dass uns für die Grasung und die Kriechung eine Oscarüberreichung bevorsteht .

      Liebe Grüße aus dem Tierreich
      Mallybeau

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        1. Der Oscar würde vermutlich unter einer Schneckenschleimspur verschwinden und durch die Witterungsverhältnisse bedingt irgendwann mit Moos bewachsen in einer Ecke stehen. Der Regisseurin ist eine Oscar-Überreichung absolut unwichtig, sie würde vermutlich eher eine Zerschlagung der Skulptur in Betracht ziehen, um daraus einen neuen Film zu kreieren 🙂

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            1. Ich könnte höchstens den Oscar auf dem Haupte des Oscarüberreichers zerschlagen. Das wären dann zwei Fliegen mit einer Klappe … und vermutlich jede Menge Gitterstäbe in den kommenden Jahren 🙂

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            2. Da so ein kleiner Renault Twingo vollkommen unauffällig ist, käme niemand auf die Idee, dass damit eine Flucht begleitet wird.
              Und wenn ich mich zwischendurch giraffenverwandle, kann ich dich aus dem ausgesägten Gitterfenster herausheben.
              Andersherum – vielleicht muss es doch nicht sein, es könnte was schief gehen – du könntest mir aus dem Maul fallen und Schaden nehmen!!!!

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  5. also wenn die rosalindebestie so auf mich zustürmt
    bleib ich mal gaaaanz gelassen
    der erste teil vom film war eher entspannend
    zum zweiten teil kann ich nur sagen
    vieeeel zu kurz und das wichtigste fehlt 😦
    nämlich
    ICH
    ich agire ähnlich wie rosalinde
    nur wesentlich schneller rasanter
    gruß bella 🙂

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    1. Liebe Bella!

      Leider fehlt hier auf der Alm ein so grandios rasanter Hund, der das Schauspiel gehörig durcheinanderwirbeln könnte. Das wäre ein toller Actionfilm.
      So muss ich auf die etwas ruhigeren Akteure zurückgreifen. Aber ich freue mich, dass ich so quirlig bellende Zuschauer habe! 🙂

      Herzliche Grüße in den Wald
      Mallybeau

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  6. Oh, liebe Mallybeau, i kennt mi wegschmeißa! William Schüddelbirne, wo hosch denn des her? 😀
    I kann mi gar net beruhige und hon sofort dem Bridde näbe mir erklärt, wie luschdig des isch. Aber er hot gar net richdig mitglacht, obwohl i’s ihm immer wieder versucht han verständlich zu mache. Der briddische Humor isch au nemme des was er mol war. 😉
    I muss no a Bayerische Variante draufsetze:
    Hamlet zur Kellnerin: Two beer or not two beer, that is the question.
    🙂

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    1. Liebe Anhora!

      🙂 Ha mir hent oifach da beschta Humor pachtet, gell. Und Word für Word übersetza isch halt emmer no am beschta. S freit mi, dass de des tiefgründige Meischtrwerk vrschtanda hosch ond hosch lacha missa. So wars gmoint.
      I nemm au a Bierle 🙂

      Grüßle – i schüttl mi vor lacha
      Mallybeau

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  7. Liebe Frau Mallybeau,

    mit Rosalinde und Orlando geht es heute hurtig in den Theaterhimmel des lyrisch-wortgewaltigen Kammerspiels äh hinein. Kaum im bequemen Ohrensessel Platz genommen, ein bisschen nach hin und ein bisschen nach her gerutscht, bis die optimale Sitzform gefunden, das Popcorn auf der Zunge fast jungfräulich und noch ungeschmolzen, ein kurzes Pssst hinüber zum schmatzenden Nachbarn, der sich in seiner Stammkneipe wähnt, glaubt, jetzt kommt erst mal ein Werbeblock, legen unsere Adepten auch schon los als gäbe es kein Morgen und noch weniger kein Vorgestern.
    Langwieriges Vorspiel, zeitraubende Einleitung, umständliche Erklärung, unnötige Ouvertüre … Fehlanzeige!
    Weil schon sind wir mittendrin im Geschehen, da wird nicht lang gefackelt, wenn die Schnecke mit Karacho auf die Bühne rauscht, Orlando weicht vorsichtig zurück, Bretter äh Gräser, die die Welt bedeuten, herba et orbi, quasi mindestens.
    Rosalindes Klagen ist das Klagen einer Sirene, jetzt natürlich Mythologie und nicht Alarmanlage, der gesamte Weltschmerz ist nun in dieser einzigen Schnecke gebündelt, die, kaum das Hohelied ihrer Verzweiflung angestimmt, den vorsichtig schnuppernden Orlando in die Schranken verweist, Haha!, ein imaginäres und doch deutliches Haha! da, das schneckische Tremolo allerhöchster Vollendung, dort, der sichtlich überforderte Orlando und ohne Kettenhemd.
    Gebannt lauschen wir den Dialogen, versuchen zu interpretieren, was der theatralischen Wissenschaft, wenn überhaupt, in einigen Jahrhunderten, ja, wenn überhaupt … nicht abschweifen, tausende Gedanken durchzucken unser Gehirn, Konzentration! Bitte etwas Konzentration! ruft es von irgendwo her und duldet keinen Widerspruch … wir zurück, am Ort des Geschehens, Rosalindes schleimige Spur im Gras, Schnecke, Schnecke gib nur Gas. Benommen und gefangen noch während der Vorhang fällt, lässt und das Schauspiel rastlos ratlos zurück.

    Liebe Frau Mallybeau,
    einmal mehr ist Ihnen ein großartiger Wurf gelungen, von dem wir ahnen, dass die Tragweite des Dargebotenen wie ein hungriger Seeadler hoch über den Köpfen unserer unbestimmten Ahnung seine immer enger werdenden Kreise dreht, bevor er sich hinieder oder besser hinunter stürzt. Theater vom Allerfeinsten.

    Herzliche Sonntagsgrüße 🙂
    Herr Ösi
    („Was soll das heißen, Frau Saftschubse, sie hätten nicht verstanden?!“)

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    1. Lieber Herr Ösi!

      Ihre Frau Saftschubse hat nicht verstanden? Absolut unverständlich, hat diese Dame doch sonst einen messer-bzw. sägescharfen Verstand. Und nachdem nun endlich Sie, werter Herr Ösi, der Fachwelt und allen Filmlaien nicht besser hätten erklären können, worum es in Herrn Hitchblogs Almkino geht, sollten eigentlich keine Fragen mehr offen bleiben.
      Da sitzt selbst der Seeadler mit offenem Schnabel in seinem Horst und lauscht mit unsichtbaren Ohren gebannt Ihren Worten und vergisst hierüber seine frisch geangelten Flohrellen.
      Doch da nun trotz ausführlicher Umschreibung vielen Betrachtern das cineastische Werk nach wie vor recht kryptisch erscheint, bieten die Hauptdarsteller Kuh und Schnecke demnächst einen VHS-Kurs an: „Schüttelbirne sehen und verstehen – Ein dreiteiliger Kurs an zehn Abenden“.
      Allerdings habe ich erhebliche Zweifel, dass sich nach deren Erläuterungen eine Besserung im Verstehen bezüglich Herrn Hitchblogs Werk einstellen wird. So werde ich sämtliche Besucher künftig gleich auf den ösiblog schicken, wo man für brilliante Kinokost noch kein Handbuch benötigt und bestens von Frau Saftschubse bedient wird.
      Ich sage es unserem Regisseur immer wieder, dass er noch viel lernen muss, um an Ihre grandiosen oscarprämierten Filme auch nur annähernd heranzureichen. Doch er versucht es eben immer wieder. Zum Leidwesen der Betrachter. Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, so drücken wir die Daumen, dass die nächste Almkinodarbietung nicht allzu viele Rätsel aufgibt und auch für Kuh und Schnecke verständlich ist 🙂

      Herzliche Grüße an den Filmmeister 258 und einen gemütlichen Sonntag im Ohrensessel wünscht
      Mallybeau

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      1. Nein, nein, liebe Frau Mallybeau, Ihrem Reschisseur ist gar nix zu schwör. Ganz im Gegenteil.
        Die Ratlosigkeit bezieht sich auf unsere Unfähigkeit, Madame Rosalinde aus ihren Nöten zu helfen, wo, zumindest im ersten Akt, kein einziger Schneck ihre Wege kreuzt, um das schwere Gemüt wieder in die gemütliche Richtung zu lenken. Diese Hilflosigkeit ist dann in eine Ratlosigkeit hinüber geglitten … 🙂

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        1. Ihrer grandiosen Filminterpretation nach zu urteilen, ist von einer Ratlosigkeit Ihrerseits nicht das Geringste zu spüren. Erst durch Ihre Worte entsteht beim Betrachter ein verständliches Begreifen von Herrn Hitchblogs erneut verworrenem Streifen. Sie helfen also einmal mehr auf eine ganz wundervolle Art und Weise, damit Kuh und Schnecke nicht völlig hilflos auf der Wiese verweilen.
          Worte sagen schließlich mehr als Taten … oder so ähnlich … 🙂

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  8. Ich wollte Ihnen schon den Auslands-Oscar überreichen, habe es mir angesichts der obigen Kommentare aber doch anders überlegt! Sie bekommen den OsCOW für besondere Verdienste um das Alm´sche Filmwesen! Gefällige Grüße aus der Großstadt! 🙂

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  9. Diese Dramatik! Die Frage, ob hier gleich jemand auf die Hörner genommen wird, ob die scheinbare Betulichkeit der Situation nicht schon den Schatten der Tragik zeigt. Dann Kälte, Spuren der Zivilisation, vielleicht sogar der Kultur in urwirtlicher Eiswüste – und schließlich der mutige Schritt ins Neuland, dorthin, wo noch keiner war, niemand seine Fußspuren hinterlassen hat. Doch gibt es das noch? Unerkundete Gebiete? Nein, natürlich muss dieser Ausbruck scheitern, vor scheinbar anheimelnder Kulisse, abendliche Sonne, vollzieht sich die Erkenntnis der Ausweglosigkeit, der Unmöglichkeit, ganz und gar frei zu sein. Und wie heftig ist die Reaktion auf diese Erkenntnis! Der Zuschauer wird mitgerissen von dem plötzlichen Schwindel, dem Verlust aller so sicher gewähnten Selbstverständlichkeiten, das Bild vervielfacht sich, rast, fächert sich auf, kommt aber wieder zu Ruhe – und was bleibt schließlich, als die Heimkehr, der Weg zurück. Nur eine Frage ist noch offen: Was wollte ich eigentlich mit all dem sagen?

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    1. Lieber Herr Voita!

      Die Almbesucher drängeln sich um Ihre vielschichtige Interpretation. Die Kinnladen fallen den Betrachtern bis auf die Kniescheiben. Hier geben sich die großen Kritiker des Kinos die Klinke in die Hand. Bei so viel Intellekt wagt niemand zu widersprechen und hüllt sich in demütiges Schweigen. Ein weiterer Karasek hat weise Worte gesprochen, auch wenn er bescheiden deklariert, nicht mehr zu wissen, was er eigentlich sagen wollte. Doch wir alle sind uns natürlich im Klaren darüber, dass nur die ganz Großen sich in solch edler Zurückhaltung üben. Chapeau! Wir danken zutiefst für die gründliche Sezierung von Herrn Hitchblogs Nischenfilm und stellen Ihnen für die nächste Aufführung einen extra Logenplatz zur Verfügung! 🙂

      Herzliche Grüße von der applaudierenden Alm
      Mallybeau

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