Gebratene Eiskuchen

Heute widmet sich die Alm einer neuen Sparte. Kochsendungen erfreuen sich bekanntlich größter Beliebtheit und sprießen schon seit Jahren wie Unkraut aus dem Boden. Und so haben wir beschlossen, der Löwenzahn unter den Pflanzen zu sein und uns unerbittlich durch den geteerten Boden empor zu schieben und zwischen all den kulinarischen Shows einen Platz zu suchen. Plopp … hier am Wegesrand gefällt es uns, unweit eines Gullideckels. Doch wir kommen ein wenig vom Thema ab, schließlich wollen wir heute kochen. Die alltäglichen Gerichte wie Bratkartoffeln, Pasta und der gefüllte Schweinebraten vom Lamm werden von Starköchen hinreichend besprochen. So widmen wir uns einem Rezept, das uns von dem berühmten Polarforscher Eduard Pörzelmann (1455-1544) überliefert wurde, der diese Speise oft nach einem erfolgreichen Arbeitstag in seinem Iglu zubereitete.

„Gebratene Eiskuchen“.  Ein unspektakulärer Titel, der nicht unbedingt eine Geschmacksexplosion vermuten lässt. Doch lassen Sie sich nicht täuschen. Die einzigartigen, zugegebenermaßen auch schwer erhältlichen Zutaten machen dieses Essen zu einem unvergesslichen Erlebnis. Wenigen war es bisher vergönnt, dieses Gericht nachzukochen. Nun haben auch Sie die Möglichkeit, der Entstehung gebratener Eiskuchen beizuwohnen und können mit etwas handwerklichem Geschick anschließend selbst Ihr Glück versuchen. Vorauszuschicken wäre noch, dass beim Arbeitsablauf die Atmosphäre in der Küche eine entscheidende Rolle spielt. Mit eiskalt stoischer Ruhe bei einer Zimmertemperatur von exakt Minus 7 Grad muss dieses Gericht zubereitet werden, ansonsten ist ein Mißlingen vorprogrammiert.

Wir wünschen viel Vergnügen beim Nachkochen und guten Appetit! 🙂

 

 

 

©mauswohn
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94 Gedanken zu “Gebratene Eiskuchen

    1. Liebe Frau Thoring!

      Das Rezept habe ich beim Stöbern auf dem Dachboden gefunden. Es war mit Eisbärblut auf eine alte Pergamentrolle geschrieben und steckte in einer antiken Wärmflasche. Das konnte ich der Öffentlichkeit natürlich nicht vorenthalten 🙂

      Herzliche Grüße aus der Küche
      Mallybeau

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        1. Glücklicherweise war das Pergament imprägniert, so dass alle Zutaten gut lesbar waren. Wir haben uns dann sogleich an die Beschaffung selbiger gemacht und sind zu Werke gegangen. Aber es hat 456 Versuche gedauert, bis wir die richtige Zimmertemperatur eruiert hatten, bei der die Kuchen auch die entsprechende Form erhalten.
          Ein hartes Stück Arbeit!

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          1. Bei den vielen Versuchsgängen mussten sie sicherlich punktuell die ganze Küche unter Eis setzen, um die optimale Temperatur zu finden. Spezial Hitze-Kältekleidung gibt es nicht zum Rezept, oder?

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            1. Da haben Sie völlig Recht. Anfangs hingen Eiszapfen von der Decke, dann war Tauwetter angesagt und die Küche stand unter Wasser. Vom Taucheranzug bis zur Astronautenkleidung haben wir alles durchprobiert. Und siehe da, der simple Strickpulli, wie im Film zu sehen, eignet sich am besten als Kochkleidung. Allerdings muss darunter eine Rochenhaut getragen werden.

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            2. Hab ich mir gedacht. Die einfachen Topflappen sind technisch völlig überholt. Den Pulli gibt es also zum Rezept …? Das macht den Kuchen wirklich lecker. Bei den Zutaten kann man sicherlich das weiterhergeholte Eis durch unsere heimischen Pfützeneis-Schollen ersetzen.

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            3. Leider müssen es die Original-Zutaten sein. Wir haben alles versucht, gleichwertige heimische Produkte zu verwenden. Doch dieses Geheimrezept funktioniert nur auf der Basis dieser seltenen Zusammensetzungen. Das macht diese Eiskuchen auch so einzigartig. Jährlich werden ca. 7 Stück bei Sotheby`s für mehrere Millionen Euro versteigert. Eine luxuriöse Rarität, die wir hier anbieten. Der Pulli hingegen kann von jeder Hausfrau oder dem eifrigen Hausherrn nachgestrickt werden.

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            4. Dort kann man nur die fertigen Kuchen ersteigern. Die Zutaten muss man nach wie vor selbst im Haus haben, wenn man sich an das Rezept wagt. Ich habe allerdings meinen Bausparvertrag aufgelöst, um all die Dinge erwerben zu können. Ein recht kostspieliges Unterfangen, das einem leider auch sehr schnell unter den Fingern wegtaut. Der Erfinder Herr Pörzelmann hatte es da besser in seinem Iglu, er war umringt von Eis. Vielleicht sollte ich in die Kälte ziehen …

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            5. Wollen Sie bei Herrn Pörzelmann wohnen? … nicht schlecht, die Rezeptzutaten hätten Sie schon, wenn Sie die Wände renovieren. Dabei fällt sicherlich so mancher Eisbrocken ab.

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            6. Oh, der werte Herr lebt schon lange nicht mehr. Er wurde an seinem Todestag im Jahre 1544 im ewigen Eis von einer Horde Pinguine beigesetzt.
              Ich denke, ich werde hier bleiben, denn Kühe haben sich auf Eis noch nie besonders wohl gefühlt. Vielleicht finde ich doch noch ein Alternativrezept. Es muss ja nicht immer die extravagante kulinarische Küche sein.

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            7. Der werte Herr ist längst im Buch des kulinarischen Alltags verankert, auf Seite 1500-noch-was, das ist wohl wahr. Und Sie gehören zu den über-übernächsten Nichten … oder wie hat der Nachrichtensprecher von Kuchen-Aktuell es nochmal ausgedrückt …, neulich in der Herdabteilung im Kaufhaus in der Stadt …?

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            8. Soweit mir bekannt ist, ist unser Hausmeister Schrödinger der 10te Urenkel von Herrn Pörzelmanns Großneffen aus 11ter Ehe. Die Meinungen gehen da etwas auseinander. Und wenn die Werbeindustrie mitmischt, wird sowieso alles nur von der schönsten Seite gezeigt. Da wurde auch schon behauptet, dass der Eiskuchenerfinder adliger Abstammung gewesen sei …

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            9. Außergewöhnliches beim Essen und Trinken wird von der Werbeindustrie aufgegriffen, das kann man nicht anderes sagen. War denn schon jemand von ihnen in Ihrer Küche und wollte mal eben schnell mit dem Finger naschen … so ein feiner Herr vielleicht oder die Dame aus dem Fernsehen?

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            10. Das Fernsehen reisst sich um das Rezept. Und seit Herr Ösi seine Interpretation bezüglich der Kuchen zum Besten gegeben hat, werde ich von allen Seiten belagert. Vermutlich muss ich jetzt einen 21sten Pressesprecher einstellen, sonst werden nur wieder Falschmeldungen fabriziert.

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            11. Pressesprecher vor Ort, das sind die mit der echten Erfahrung. Die Leute vom Radio kommen doch sicherlich auch…? Die Original-Herstellungsgeräusche sind nämlich ein besonderer Genuss. Manchmal knallen die dunklen Punkte im Kuchen, nicht wahr? Aufregend, das ganze Backen und dann noch dazu die heiße Pfanne mit dem Stil zum Anfassen . Man bekommt das Zittern beim Zusehen … wie weit wächst der Kuchen über sich hinaus … man bibbert richtig mit.

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            12. Ja, ursprünglich wollten wir den neugierigen Zuschauern die Originalgeräusche präsentieren. Doch bei den Probeaufnahmen stellte sich heraus, dass bei Explosion der kleinen Schokokugeln das Trommelfell platzen kann. Dieses Risiko wollten wir den unvorbereiteten Hörern nicht zumuten und so sind wir kurzerhand auf musikalische Untermalung umgestiegen.

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            13. Das ist ja interessant. Die außergewöhnlichen Kuchen werden untermalt … wie machen Sie das? Der Kuchen läuft doch so schnell weg. Backen Sie die Farbe mit ein?

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            14. Das Interessante ist, dass während des heißen Bratvorgangs die Kuchen eiskalt sind. Und solange dies der Fall ist, haften die Klangfarben des Herrn Knopfler wunderbar im Raum. Sobald die Kuchen dann fertig gebraten sind und ein Schmelzvorgang einsetzt, verlieren auch die Noten ihre Haltbarkeit und Ruhe kehrt ein.

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            15. Ruhe und Haltbarkeit, das ist das Geheimnis von Qualität. Diese Geheimnisse bleiben in der besonderen Kraft der Zutaten. Gutes schmeckt man, Gutes kommt überall durch. Hoffentlich gibt es den gebratenen Eiskuchen morgen noch …

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            16. Glücklicherweise gibt es Tiefkühltruhen. Da friere ich immer eine Portion Eiskuchen ein. Leider musste ich auch hier feststellen, dass sich nach spätestens einem Monat die Gugelhupfformen zu unschönen Klumpen transformieren. Die Haltbarkeit ist also begrenzt.

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    1. Lieber Meermond!

      Vielen Dank. Ich hatte ja gehofft, dass Sie unsere Alm möglicherweise mit dem seltenen Eis beliefern könnten, das auch in den verwinkelsten Ecken Nordjütlands zu finden ist. Das wäre doch eine tolle Sachensuchaktion für Ihre Kinder 🙂

      Herzliche Grüße
      … ich bin am Kochen 🙂
      Mallybeau

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  1. Liebe Mallybeau Mauswohn,

    gebratener Eiskuchen ist das Nonplusultra!
    Darüber müssen wir gar nicht lange nachdenken!
    Was ich aber anmerken möchte, ist die äußerst geschickte Auswahl der Musik!
    Mark Knopfler Musik kann davon ablenken, wenn das Tomaten- oder ein anderes Mark alle ist, und wenn es dem Genießer nach dem Eiskuchen etwas frösteln sollte, kann ein Knopfler behilflich sein, die Knöpfe der Strickjacke zu schließen!
    Gruß Heinrich

    P.S. ich war schon etwas „filmmüde“. Da haben Sie den genialen Einfall gehabt, selbst und höchst persönlich in Ihren Filmen aufzutreten. Seitdem kann ich ja gar nicht genug kriegen! 😉 (und für die „Längen“ gibt es ja ’ne Vorspultaste 😉

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    1. Lieber Herr Heinrich!

      Sie haben natürlich sofort richtig erkannt, dass der werte Herr Knopfler über die etwas eintönige Zwischenpassage hinweghelfen soll. Ihnen kann man da einfach nichts vormachen.
      … Ihr „Schreibfehler“ wäre mir als schwäbische Kuh mal wieder nicht aufgefallen. Wir genießen in allen grammatikalischen Fällen 🙂
      Wenn Sie einen Rezeptvorschlag für unser aufwändig gestaltetes Kochstudio haben, will ich gerne versuchen es nachzukochen.
      Jetzt will ich Ihre Augen aber nicht länger in Anspruch nehmen, nicht dass Sie auch noch „lesemüde“ werden 🙂

      Herzliche Grüße von der Laienkochkuh
      Mallybeau

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  2. Liebe Frau Mallybeau,

    noch ganz perplex von der wunderbaren Kochvorführung beginne ich zu kommentieren, wohl wissend, dass meine Finger bereits über die Tastatur huschen und Worte formen, noch ehe ich einen klaren Gedanken fassen kann. Aber so ergeht es mir meistens.
    Der Heißenberg und der Kaltenbrunner haben es bereits formuliert. Zuerst die Ursuppe mit ein paar Molekühen drinnen, irgendwie zerstreut verstreut, in unserem Fall handgedrehte Schokoladenkugeln, welche das Universum immer noch am besten abbilden. Während Herr Knopfler sich auf Betriebstemperatur bringt: „I’m runnin‘ hot“, sehen wir hier praktisch den Urknall.
    Nanu, fragt sich jetzt manch einer, warum hör ich denn den Urknall nicht? Bin ich etwa taub? Nö, ganz einfach: weil es zu diesem Zeitpunkt noch keine Ohren gab.
    Urknall also und schon beginnt die Suppe zu brodeln und zu expandieren. Es bilden sich Inselchen, vulgo Planeten oder Sonnen oder sonst was genannt, die nichts anderes im Sinne haben, als in alle Richtungen davonzustieben, vulgo abzuhauen, fort, weg von hier. Aber die Pfanne, wär ja doch gelacht, bietet ihnen Einhalt.
    Wo die Leschen und Yogeshwahner sich im Öffentlichen einen abbrechen, dem Privaten zu erklären, dass dieses sich drehende Dingens über uns, mal erleuchtet, dann wieder nicht oder nur halb, der Mond ist und manche Amis sich damit brüsten, sie wären schon mal dort gewesen, wo wir genau wissen, dass eine Menge Leute nicht vor sondern hinter dem Mond leben,
    aaaaaah
    tief durchatmen
    (ich schreibe schneller als ich denken kann)
    während das Weltall, je mehr wir darüber zu wissen glauben, mysteriöser und geheimnisvoller wird, dunkel, dunkel, die Atome auseinander fallen als hätten sie sonst nix zu tun, da erklären Sie, liebe Frau Mallybeau, der erstaunten Leser- Seher- und Hörerschaft, wie die Welt und das ganze Zeugs drumrum funktionieren … und kochen, man möchte fast sagen: mit einer lockeren Leichtigkeit und ganz nebenbei, einen lecker gebratenen Eiskuchen.
    Wissenschaft meets Kochkunst und oder umgekehrt.
    Ich bin baff und gratuliere zu dieser meisterhaft wohlschmeckenden Symbiose.

    Herzliche Grüße et bon appétit 🙂
    Herr Ösi
    („Nein, Frau Saftschubse, schauen sie bloß genau hin, dann sehen sie, dass wir nicht dahinter sondern davor leben…“)

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    1. Lieber Herr Ösi von und zu Schnelldenker-und Schreiber!

      Hier laufen die Telefondrähte heiß, seit Sie Ihre bahnbrechenden Erläuterungen bezüglich der Eiskuchen abgegeben haben. Denn, wie Sie völlig richtig sagten, Herr Lesch erklärt lasch, Herr Yogeshwar versinkt im Yoga und an der Princeton University versinkt man in ellenlangen Gleichungen, um die allumfassende Kraft des Universums zu berechnen. Und während Nobelpreise verliehen und Adelstitel und Ehrungen vergeben werden, brutzelt sich der unscheinbare Polarforscher Herr Pörzelmann sein Leibgericht zurecht. Nichtsahnend, die Weltformel in Händen bzw. in der Pfanne zu halten (in der Sie grandioserweise sogleich den Kosmos erkannt haben). Und dieser sensationelle kalte „Hot Bang“ wurde erst jetzt durch Zufall entdeckt, da, wie Sie erneut völlig richtig sagen, es damals noch keine Ohren gab. Die Ohrlos-Inuits und die eine Generation später lebenden Van-Gogh-Eskimos konnten also nichts von dieser physikalisch-kulinarischen Sensation mitbekommen, was ihnen zweifellos zu Ruhm und Ehren verholfen hätte, hätte einer ihrer Stammesmitglieder den Eiskuchen an die Öffentlichkeit gebracht und damit berühmt gemacht.
      Doch es mussten Jahrhunderte vergehen, ehe ein Musiker namens Knopfler das Eis zum Schmelzen und somit den Urknall in Gang gebracht hat.
      So weit so gut. Doch wie immer braucht es nach der Entstehung eines eisigen Universums ein Genie, das den völlig überforderten Hinter-dem-Mond-Lebenden zeigt, wo`s langgeht. Und ratter, ratter, ratter, Herr Ösi greift zur Tastatur und schüttelt eine Gleichung aus dem Ärmel, die sämtliche Sterneköche, Professoren, Pseudointellektuelle, im Grunde alle, in Staunen versetzt.
      Nun trudelt hier eine Anfrage nach der anderen ein, wann denn eine Pressekonferenz mit diesem Herrn Ösi stattfinden soll. Denn schließlich werden derlei Neuigkeiten immer auf einer großen Fanmeile vor einem Millionenpublikum zelebriert.
      Ich habe mir erlaubt zu antworten, dass ein Herr Ösi viel zu bescheiden ist, sich von der Presse auf oberflächliche Art und Weise verheizen zu lassen und habe die nicht loszuwerdenden Gaffer an Ihre Frau Saftschubse verwiesen. Ich denke, sie wird die richtige Antwort parat haben.
      Lieber Herr Ösi, ich bin restlos begeistert, wie flugs Sie hier eine fantastische Interpretation eines scheinbar simplen Eiskuchenrezeptes herbeigezaubert haben. Gerne sende ich Ihnen einige frische Exemplare zu. Ich hoffe, der Express ist fix genug. Die Dinger schmelzen verdammt schnell weg … nanu, wo sind sie denn? 🙂

      Ich danke Ihnen für diese wunderbare Erläuterung und wünsche Ihnen und Ihrer Belegschaft einen angenehmen Abend … that`s what it is …
      Herzliche Grüße aus dem Kuchenuniversum
      Mallybeau

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    1. Lieber Herr Dorn!

      Wie schön, dass die Dialoge ein wenig das Herz erwärmen. Die Kuchen sind schließlich kalt genug und haben den Almköchen schon so manchen Schnupfen eingebracht 🙂

      Herzliche Grüße und einen schönen Sonntag wünscht
      Kochkuh Mallybeau

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    1. Liebe Frau Waldmann-Brun!

      Ach, wie wunderbar, dass Sie selbst in Kenia unsere kalte Eiskuchensendung verfolgen können. Sie dürften vermutlich am nähesten an der Eiswasser-Quelle sitzen, die sich in der afrikanischen Arktis befindet. Vielleicht finden Sie Zeit, ein paar kleine Gebäckstücke zu brutzeln.
      Auf die Holzhandschuhe bin ich auch besonders stolz, habe ich doch in mühevoller Kleinarbeit harte 11 Jahre daran geschnitzt, bis sie ihre Elastizität erreicht haben.
      Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg bei Ihrem tollen Hilfsprojekt. 🙂

      Herzliche Grüße in die Hitze
      Mallybeau

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  3. Sehr geehrte Frau Mallybeau,
    Als erstes meine Hochachtung dieses Rezept höchstselbst darzubieten!
    Punktgenau zirkeln Sie da das Wasser Wasser in die Wanne ähm Pfanne unde das mit diesem ausdrucksstarkem nichtssagendem Blick um den geneigten Betrachter nicht abzulenken! Bravo! Der elegante Gang spricht natürlich Bände! Ich denke Sie verheimlichen uns hier eine vergangene Modelkarrierenausbildung!?
    Wie dem auch sei. So elegant wie Sie streift wohl selten einer die hölzenden Handschuhe uber seine Extremitäten wie Sie! Nichts destotrotz ist uns aufgefallen mit welcher fast schon liebevollen geste Sie die Kugeln ins Eiswasser geben. Ich denke da war ein wenig Wehmut im Spiel!? Und wieder dieser Hüftschwung der den eleganten Gang gekonnt unterstreicht! Und dann passiert es!
    Das Eiswasser ist bereit sich zu formatieren und deutet dies exakt an Stelle 02:35 mit einem lächeln an! ist Ihnen das aufgefallen? Oder ist es ein diabolisches Grinsen in Vorahnung was gleich passieren wird? Das ist ja noch besser als der grinsende Salzhering unter der Bettdecke!
    Diese Meisterleistung schafft wahrlich nicht jeder! Respekt! Bitte schicken Sie doch ein Exemplar vorsichtig ins Forschungslabor nach Süd-Sibirien damit wir vorsichtig erforschen können ob solch ein Exemplar nicht eventuell klonbar ist und somit die aufwändige Suche der Zutaten entfällt. Freundlichst Ihr Kreativasyl !

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    1. Liebe Any!

      Als geübte Forscherin ist Ihnen selbstredend der monotone Blick der Köchin nicht entgangen. Wie Sie ja sicherlich wissen, ist dies ein wichtiger Aspekt, wenn man sich akribisch in Forschungsarbeiten vertieft und auf Entdeckungen begibt. Sich selbst zurücknehmen und das unbekannte Objekt voll zur Geltung bringen lassen. Der Hüftschwung, da muss ich Sie ein wenig enttäuschen, rührt nicht von einer Modelkarriere, sondern entspringt der Tatsache, dass der Küchenboden spiegelglatt war und ich somit stets kurz vor einem Ausrutscher stand. Die niedrigen Kochtemperaturen ließen leider keine andere Umgebung zu.
      Das Lächeln an 2:035 ist mir nicht aufgefallen. Da macht sich definitiv Ihre jahrelange Erfahrung bemerkbar. Ich werde umgehend ausreichend Experimentiermaterial zur Verfügung stellen und hoffe auf neue bahnbrechende Erkenntnisse aus Süd-Sibirien. 🙂

      Herzliche Grüße ins Kreativasyl
      Mallybeau

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  4. Liebe Frau Mallybeau,
    Heute, am hoch heiligen Sonntag stehen die wieder in der Küche, Sie Ärmste. Einmal Herd – immer Herd. Erst kommt die Wurst in die Pfanne und jetzt auch noch die besten Kuchen, die die Welt noch nicht gesehen hat. Hoffentlich halten sich die Nachahmer in Grenzen. Alles in die Pfanne hauen, das kann bei Laien zur Chaos-Küche führen.

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    1. Liebe Frau Thoring!

      Solange das Experimentieren hinterm Herd solch herrliche Eiskuchen hervorzaubert, stehe ich mir gerne die Füße in den Bauch. Zumal auch Herr Schrödinger gerne die Hausarbeit übernimmt, da hält sich die Belastung in Grenzen. Eine Wurst habe ich allerdings noch nicht in die Pfanne gehauen, das wäre eine neue Herausforderung. 🙂

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      1. Eine Wurst ist auch kein Geschenk zum Mitnehmen. Von der Qualität der Eiskuchen können Würste nur träumen. Obgleich … mal kurz überlegt, tiefgefrorenes Wasser als Wurstzutat aus konservierten Wolken gewonnen, das wäre schon nicht schlecht.

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            1. … praktisch. Von der Wiege bis zur Bahre gewissermaßen. Unser Onkel Fritz im Altersheim kriegt dann auch noch etwas mit von der neuen schönen weiten Welt. Er kann nämlich nicht mehr gut hören und sehen. Und so ist die Welt ganz nach seinem Geschmack. Er wohnt in Eisdorfhausen, so weit ist das nicht. Sie können die guten Sachen sicherlich mit dem Fahrrad dort hinbringen.

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            2. Die Burger schneien in kalten Wintermonaten sogar direkt vor die Haustüre. Man muss nur eine Schale in den Garten stellen und warten, bis Schneeflocken niederrieseln. Mit einem mitgelieferten Freischaltcode kann dann die Schneemasse püriert und getrunken werden.

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            3. Oh, was für eine Herausforderung: Freischaltcode … den Schaltknüppel von seinem Opel Admiral kennt er in und auswendig … und freies Schalten, ohne das Lenkrad dabei festzuhalten, mannomann, war das verboten. Wie soll ich ‚Freischaltcode‘ nur erklären…?

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            4. Ich würde dem alten Herrn einfach den Zettel mit den Geheimzahlen in die Hand drücken. Diese werden anschließend in einen Eisburgerhandy-Adapter eingetippt und im Nu püriert sich der Burger von selbst. Wünscht man ihn in gebackener Form, muss eine Zusatzapp installiert werden. Im Grunde ganz einfach 🙂

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            5. Komplettservice, das ist die Rettung! Sie sind ein Schatz! Jetzt kann Onkel Fritz in seinem hohen Alter noch einmal die weite Welt genießen.

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            6. Haben Sie schon die Einwände der Traum-Mütter gelesen, weiter unten? … Sie fürchten um das Schneeparadies für ihre Allerallersuperliebsten … dabei könnte Ihr Rezept besser nicht sein. Ich verstehe das ganze Gerede ums Kochen nicht …

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            7. Wie gesagt, da es sich um Zutaten mit Seltenheitswert handelt, dürfte diese Aufregung völlig überflüssig sein. Aber es gibt ja immer Menschen die meinen, sich mit unüberlegten Aussagen in den Vordergrund schieben zu müssen. Wir lassen uns nicht beirren und kochen ganz in Ruhe weiter 🙂

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            8. … ein Bild vom Burger, der frisch in Pulverschnee gerollt wird und in den man mit halbverfrorenen Händen reinbeißt, daneben die rote Nase vom Schneemann, ich glaube, dann kennt er das Rezept schneller …

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  5. Mensch, so a Rezept hon i mei Läba no net gsäa, und jetzt hosch mi nadierlich bei meiner schwäbische Mentalidäd verwischt. I kann mir nemmlich oifach net erkläre, wie des funktioniert! Wie hosch denn des gmacht, dass die Dinger ersch kochet und dann gfrieret? Stand i auf em Schlauch? I komm oifach net dahinter.
    Grübelndes Grüßle, Anhora

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    1. Liebe Anhora!

      Des isch ganz oifach. I han a bißle Schnee in Kuchaförmle gfüllt und die dann end Pfanne gsetzt. Dann da Herd angmacht ond die Dengr schmelzet. Des ganze han i gfilmt ond nochher oifach rüggwärts laufa lassa. Scho ferdig 🙂 Willsch a Küchle?

      Grüßle aus dr Küche
      Mallybeau

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      1. Oh Mann!! I han grübelt und grübelt und gwusst do muss an Drick sei, aber i bin oifach net draufkomma. Bin halt im Cineastische bei weidem net so versiert wie du. Genial! Wie gut, dass mir uns begegnet sind, do kann i no viel lerna. 🙂
        Und ja nadierlich will i so a Küchle, dankschee. Au, des isch saukalt, da bleibt mir grad d’Zunge dran bebba … 😉

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        1. Oh, bass bloß uf. Mir isch mei große Kuhzunge au scho dra kleba blieba. Des sah vielleicht komisch aus. Wemmrs vorsichtig mit ma Gäbele isst, gohts ganz gut. S isch halt älles bloß an Drick. Vielleicht fällt mr jo do au no äbbes für onsr Eel ei, dass älle Leit denkat, des sei a Wundereel. Mir misset jo scho gugga, wie mr n Absatz emmr schdeigra kennat. I greif nomol tief ins Zauberkäschtle 🙂

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  6. Liebe Frau Mallybeau,
    Ich konnte es nicht lassen, von Ihrer kulinarischen Neuigkeit zu erzählen. Den neuen Müttern heutzutage ist zuviel kalte Winterflüssigkeit im Rezept. Sie fürchten, dass ihre lieben Kleinen nicht mehr genug Schnee zum Rodeln haben, wenn Ihr Rezept weiterhin Schule macht. … Was sagen Sie dazu? Sollen sie doch erst mal den Schnee von den Bäumen und Sträuchern zum Rodeln gebrauchen, meine ich.

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    1. Ich denke, da besteht keinerlei Gefahr. Da für dieses Rezept ohnehin das Eis aus der afrikanischen Arktis benötigt wird und es hiervon aufgrund der Klimaerwärmung nur noch klägliche Restbestände gibt, können die Kinder bedenkenlos auf dem „normalen“ Schnee rodeln.

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  7. Importiert, sagen Sie. Behält es auch seine gesunde Temperatur? Im Flugzeug gibt es nämlich heiße Getränke. Wenn mal alles zusammenrutscht, so eng wie die Leute sitzen …

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      1. Das ist ja interessant. … wie alles miteinander zu tun hat. Der Zoo macht also mit, soso. Ausgebildete Kraniche verrichten die Hauptarbeit, keine Maschinen. Wurde auch mal Zeit, dass Meister eine adäquate Aufgabe wahrnehmen und nicht immer alles der Technik überlassen.

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        1. Es handelt sich bei diesen Kranichen um eine seltene Untergattung der afrikanischen Elefanten. Zurückgezogen leben sie in der spanischen Tundra und dürfen keinesfalls in Zoos oder Gehegen gehalten werden. Nur so lassen sie sich zu ausgezeichneten Eislieferanten ausbilden.

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      1. Leider nein. Dann wäre die Eisbeschaffung möglicherweise um einiges leichter. Die Alm erhält 5 Kilo Eis und beliefert die Eiszuchtfarm im Gegenzug mit frischen Milchprodukten. Dieser Handel funktioniert ganz gut. Allerdings müssen wir uns bei den häufigen Eisanfragen immer in einer Liste eintragen, damit wir auch rechtzeitig beliefert werden.

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    1. Die Milch wird von den Arbeitern getrunken, die in mühevoller Arbeit das Eis abtragen. Und die Schneeflocken werden, wie Sie ganz richtig sagten, für die einzelnen Länder konfiguriert. Für Lieferungen in wärmere Gefilde muss eine resistentere Variante gewählt werden, da sonst die Schmelzgefahr zu groß ist. Eine Sendung gen Norwegen hingegen kann recht problemlos und kostengünstig verschickt werden.

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      1. Komplizierter Welthandel, das kann man wohl sagen … selbst bei so einem Gourmet-Rezept. Sie sind wirklich gut im Aufwind mit Ihrem Gebäck. Meine Nachbarin schwärmt sogar auch schon davon. Und das will was heißen …

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  8. hallo frau mallybeau
    kugeln se mal
    “ trockentauchanzug -trilaminat “
    ich denk das is für dies rezept eine geeignete kleidung
    leider können wir es momentan nich nachbackbraten
    da es in BeSSOC inzwischen wieder zu warm is
    bei nur minus 2 bis minus 5 grad wirds ja nix
    gruß ronny

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    1. Lieber Ronny!

      Die Zutaten sind ja ohnehin sehr schwer zu erhalten. Und der Aufwand für diese kleinen Küchlein ist verhältnismäßig groß. Da kann man getrost auch in eine Bockwurst oder Pizza beissen und sich an simpleren Dingen erfreuen 🙂

      Herzliche Grüße aus dem Kochstudio
      Mallybeau

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  9. Mallybeau, dein Film mit diesem absolut extraordinary Eispfannkuchen hat dem Fass den Boden mitten ins Gesicht – oder so ähnlich. Erst einmal las ich Kochblog und wollte mich gleich verfatzen, da ich ja absolut nicht gern koche. Aber dann war ich zum Glück so klug, mir den Film doch anzusehen – faszinierend. Natürlich kann ich das Rezept nicht nachbacken, da mir die Beschaffung der Zutaten zu aufwändig ist. Die letzten „Meter und Sekunden“ des Films waren die spannendsten – wie sich unter deinen gestrengen Augen das Backwerk formte – das ist echte Film- und Koch- und Backkunst. Ich bin wirklich fasziniert, was du dieses Mal auf die Beine gestellt hast. Ist Youtube schon zusammengebrochen? Weil alle deine Filme sehen wollen?
    Ich habe mich heute rumgetrieben und es war sehr schön. Die Heimfahrt im dunklen Berlin war trotz Navi nicht so lustig, weil ich abends schon immer schlechter gucken konnte als morgens – was aber eigentlich auch klar ist.
    Jetzt werde ich noch ein wenig von den Eisküchlein träumen und dann ins Bett gehen. – Danke für diese kuhlinarische Überraschung sagt
    Clara

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    1. Liebe Clara!

      Na zum Glück konnte ich Dich bis zum Schluß des Filmes auf der Alm halten. Der Bratvorgang zieht sich ja doch ein wenig hin. Sollte jemals ein Zusammenbruch Youtubes stattfinden, so rührt der sicherlich nicht von meinen banalen Filmchen her. Ich habe nicht viele Zuschauer. Das hält sich in bescheidenen Grenzen.
      Ich bin froh, dass Du noch in der Dunkelheit gut nach Hause gekommen bist. Es wird Zeit, dass Dir die Bundesregierung einen höchstpersönlichen Clarachauffeur zur Verfügung stellt. Das hast Du Dir durch Deine Kinderarbeit äh Arbeit mit Kindern redlich verdient. 🙂 Ich hoffe, der Traum war nicht zu frostig und die Kuchen haben geschmeckt.

      Liebe Grüße an die Rumtreiberclara
      Mallybeau

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      1. Hallo, liebe Mallybeau, dieser Kommentar kann nicht unerwidert bleiben.
        Der arme Chauffeur, das ist bestimmt einer aus der Besserungsanstalt, der lernen muss, nicht aus der Haut zu fahren. Mein (armer) Exgemahl ist vor ca. 40 Jahren schon immer ungehalten worden, wenn er in der Dunkelheit am Lenkrad saß und ich immer rumgebarmt habe: „Fahr nicht so schnell! Pass auf! Du rast so schrecklich!!!“ – Irgendwann sagte er dann, berechtigt wütend: „Weil du nicht gucken kannst, soll ich im Schneckentempo fahren.“
        Das mit dem Schneckentempo habe ich übel genommen, jetzt kann ich zwar immer noch nicht gucken, aber ich fahre trotzdem ziemlich schnell (für meine Verhältnisse, alle anderen überholen mich trotzdem)
        Warum ist die „Schokolade“ nicht geschmolzen, obwohl das Wasser gekocht hat? Wie kam es, dass sich die Masse plötzlich zu Haufen geformt hat. FASZINIEREND!!!!

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        1. Aalsooo, ganz simpel: Ich habe Schnee in Kuchenformen gefüllt und mit Pfefferkörnern bestreut. Dann habe ich sie in der Pfanne schmelzen lassen und alles gefilmt. Anschließend habe ich einfach den Film rückwärts laufen lassen. Also ein bißchen getrickst und keine Schokokugeln, aber psssst, nicht verraten 🙂
          Liebe Grüße ins Schneckenhaus

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  10. Jetzt wäre mir dieser wertvolle Beitrag in den Turbulenzen des Moser´schen Alltags beinahe entgangen! Als Kochsendungs-Junkie werde ich Ihre Rezepte natürlich nachkochen oder es zumindest versuchen. Die Heizung in der Küche ist bereits abgedreht, die Fenster geöffnet… 😉

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    1. Lieber Alois!

      Herzlich willkommen auf der Bloghüttenalm!
      Die Eiskuchen sind zum Glück mittlerweile wieder aufgetaut, nachdem sich unsere Gäste eine ordentliche Grippe nach dem Verzehr dieser Köstlichkeiten eingefangen haben. Es hat eben alles auch seine Schattenseiten 🙂

      Herzliche Samstagsgrüße
      Mallybeau

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