Gebratene Eiskuchen

Heute widmet sich die Alm einer neuen Sparte. Kochsendungen erfreuen sich bekanntlich größter Beliebtheit und sprießen schon seit Jahren wie Unkraut aus dem Boden. Und so haben wir beschlossen, der Löwenzahn unter den Pflanzen zu sein und uns unerbittlich durch den geteerten Boden empor zu schieben und zwischen all den kulinarischen Shows einen Platz zu suchen. Plopp … hier am Wegesrand gefällt es uns, unweit eines Gullideckels. Doch wir kommen ein wenig vom Thema ab, schließlich wollen wir heute kochen. Die alltäglichen Gerichte wie Bratkartoffeln, Pasta und der gefüllte Schweinebraten vom Lamm werden von Starköchen hinreichend besprochen. So widmen wir uns einem Rezept, das uns von dem berühmten Polarforscher Eduard Pörzelmann (1455-1544) überliefert wurde, der diese Speise oft nach einem erfolgreichen Arbeitstag in seinem Iglu zubereitete.

„Gebratene Eiskuchen“.  Ein unspektakulärer Titel, der nicht unbedingt eine Geschmacksexplosion vermuten lässt. Doch lassen Sie sich nicht täuschen. Die einzigartigen, zugegebenermaßen auch schwer erhältlichen Zutaten machen dieses Essen zu einem unvergesslichen Erlebnis. Wenigen war es bisher vergönnt, dieses Gericht nachzukochen. Nun haben auch Sie die Möglichkeit, der Entstehung gebratener Eiskuchen beizuwohnen und können mit etwas handwerklichem Geschick anschließend selbst Ihr Glück versuchen. Vorauszuschicken wäre noch, dass beim Arbeitsablauf die Atmosphäre in der Küche eine entscheidende Rolle spielt. Mit eiskalt stoischer Ruhe bei einer Zimmertemperatur von exakt Minus 7 Grad muss dieses Gericht zubereitet werden, ansonsten ist ein Mißlingen vorprogrammiert.

Wir wünschen viel Vergnügen beim Nachkochen und guten Appetit! 🙂

 

 

 

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Lehnduell

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Carl Benzmann und Susie Seider beim Lehnduell

Es ist wieder soweit. Nach 11 Jahren Wartezeit öffnet die örtliche Turnhalle von Gönningen erneut ihre Pforten und lädt zum weltberühmten Lehnduell ein.
Sollte jemandem unverständlicherweise dieses Spektakel kein Begriff sein, wird hier nun allen Unwissenden Klarheit verschafft.
Wie allgemein bekannt, hat man ständig, ob beim Wäsche waschen, Einkaufen, Holz hacken oder anderen alltäglichen Beschäftigungen seine Arme in Gebrauch. Und so manch einer stellt dabei fest, wie die Muskelpartien im Ober- und Unterarmbereich sowie in der Nackengegend plötzlich gestärkt ob dieser Tätigkeiten hervorgehen. Und stets den Ehrgeiz im Visier, versuchen wir bekanntlich immer, aus unseren Kräften Kapital zu schlagen und das Bestmögliche aus uns heraus zu holen.
So melden sich aufgrund des zum Teil völlig überraschenden Muskelüberflusses jährlich über 3000 Armprotze- und Protzerinnen bei dem von Alberta Große vor über 150 Jahren gegründeten Lehnduell zu den Vorentscheidungskämpfen an.
Damen und Herren aus aller Welt versammeln sich in der beschaulichen Gönninger Turnhalle. Dort werden jeweils zwei Personen einander zugelost und müssen sich in einem langwierigen Lehn-, Lächel- und Ausstrahlungsprozess gegeneinander durchsetzen.
Die gut gekleideten Anwärter legen ihre vom Alltag trainierten Unterarme gekonnt auf ein Pauschenpferd, präsentieren ein jahrelang geübtes Lehnlächeln, sehen ihrem Gegenüber kämpferisch elegant in die Augen und versuchen so, den Gegner aus dem Konzept zu bringen, bis dieser einen Arm unkonzentriert vom Pferd nimmt.
Für die Kampfrichter muß stets eine eindeutige Lehnstellung der Spieler erkennbar sein. Die Armposition kann nach Belieben geändert werden, niemals jedoch darf nur ein Arm auf dem Lehnpferd liegen. Auch spielt das Charisma der Lehnsportler eine gewichtige Rolle, dauert dieser Wettbewerb doch oftmals mehrere Wochen an. Da gilt es Contenance zu bewahren und nicht ins Schwitzen zu geraten. Des Weiteren sollten Kleidung und Frisur über die Dauer des Wettkampfes so akkurat als möglich gehalten werden. Knitterfalten, Schweißflecken, eine unsaubere Bartrasur et cetera führen zu erheblichen Punktabzügen.
Beim diesjährigen Kampf um die beste Lehnhaltung liefern sich die gewiefte Schuhverkäuferin Susie Seider aus Reutlingen und der belesene Politikwissenschaftler Carl Benzmann aus Tübingen ein Kopf-an-Kopfrennen.
Scheinbar mühelos hängen sie seit exakt sieben Wochen lässig am Pauschenpferd und zeigen ihr ganzes Können. Dabei ist auffallend, dass die Statur der Beiden eher schlank und zierlich anmutet, ganz im Gegensatz zu ihren muskelbepackten Konkurrenten aus dem In- und Ausland.
Das Fernsehen überträgt dieses Ereignis wie immer rund um die Uhr, so dass jeder Zuschauer live bei der Kürung des Lehnsiegers dabei sein kann, der als Anerkennung für seine durchgehaltene Haltung fünf goldene Buchstützen aus reinstem Kupfer erhält.
Ob nun die werte Frau Seider oder der elegante Herr Benzmann das Rennen machen werden, bleibt weiter völlig ungewiss. Noch können Wetteinsätze bezüglich des Lehnduellausgangs am Sportwettenschalter der Bloghüttenalm platziert werden. Die zwei Spezialisten bewahren derweil weiter Haltung und spannen den Zuschauer auf die Folter. Lehnen Sie sich solange gemütlich im Fernsehsessel zurück. Mal sehen, ob Sie mithalten können. 🙂

Und während die zwei trainierten Lehnspezialisten weiter ihre Muskeln spielen lassen, hat die Kuh aus Malibu ebenfalls ein kleines Duell mit ihrem Laubosaurus gewagt. Kuh gegen Drachen schien ihr eine interessante Herausforderung zu sein. Und so begaben sich die zwei Tiere an den Esstisch in der Almstube und versuchten ihr Lehnglück. Doch bereits nach einem Tag zeichnete sich deutlich ab, dass der Laubosaurus das Rennen machen würde. Unverrückbar stand er da und bewahrte Haltung. Bis zum fünften Tag konnte die Kuh aus Malibu noch mithalten, musste sich dann aber völlig entkräftet geschlagen geben. Ob dies nun ein Hinweis dafür ist, dass sie ihre Armmuskeln zu wenig trainiert oder ob ein Drachen einer Kuh grundsätzlich überlegen ist, bleibt unbeantwortet. So begibt sie sich lieber wieder auf ihre Weide um ordentlich Energie zu tanken und überlässt den Lehnkönnern das Feld.

Duell Drachen

Haben Sie sich auch schon einmal einem Lehnduell gestellt? Die Jury ist permanent auf der Suche nach erfolgsversprechenden Aspiranten … 🙂

 

 

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In jedem steckt ein Menschenfresser

Geraume Zeit ist es her, dass wir über den bis dahin unbekannten Laubosaurus berichtet haben. Erneut konnte nun unser Tierfilmer Isidor Sonnwed gemeinsam mit Regisseur Almfred Hitchblog Neues über das vielseitige Wesen in Erfahrung bringen. Die zwei Freunde legten sich auf die Lauer und entdeckten spannende Details, die sie Ihnen selbstredend nicht länger vorenthalten möchten. Rare Nachtaufnahmen werfen ein völlig neues Licht auf den gutmütigen Drachen. Sehen Sie selbst! 🙂

Film ab!

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#Lebkuchen #Cookies

Wissen Sie, warum wir auf der Alm vor ein paar Tagen den Entschluss gefasst haben, nie mehr Lebkuchen zu essen?
Dies haben wir erneut einer höchst äußergewöhnlichen Begebenheit zu verdanken:
Sicherlich kennen Sie auch dieses Gefühl. Sie schlagen morgens die Augen auf, schälen sich verschlafen aus der Bettdecke und noch bevor Sie einen Fuß auf den Boden gesetzt haben, liegt eine Atmosphäre in der Luft, die andeutet, dass heute alles anders verlaufen wird, als an den übrigen Tagen.
Man scheint in einem surrealen zweiten Universum zu erwachen, in dem man all seine üblichen Handlungen wie sonst auch vollführt, nur hüllt sich dieses Mal ein unnennbares Gefühl um diesen Tag.
Neulich lag wieder solch eine Stimmung über der Alm.
Sämtliche Almbewohner waren ein wenig verwirrt, nichts wollte so recht gelingen, bis wir dann beschlossen, den Rest des Tages frei zu nehmen. Einige verkrochen sich sogleich wieder in ihren Betten, andere zählten Schneeflocken, die seit geraumer Zeit still und heimlich vom Himmel fielen.
Und die Kuh aus Malibu schnappte sich ihre Jacke und lies bei einem abendlichen Winterspaziergang ein wenig frischen Wind durchs Oberstübchen wehen.
Und Sie können sich kaum vorstellen, was dann passierte …

Verstehen Sie nun, warum wir keine Lebkuchen mehr essen? 🙂

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Zur Lage der Nation

Das Jahr 2017 hat begonnen. Auf der Alm haben wir uns an Silvester gemütlich von unserem Maulwurf Macksi ins neue Jahr tanzen lassen. Der ein oder andere kann sich sicherlich noch an das Knallfolienhappening erinnern. Doch nun haben wir die Kalender umgeblättert, verstauen die Zahl 6 im Karton und rücken die 7 in den nächsten 12 Monaten in den Vordergrund. Und wie das häufig der Fall ist, fasst man sich gute Vorsätze für die bevorstehende Zeit, die man dann größtenteils nicht umsetzt. Da jedoch diese Vorhaben ohnehin nie sehr ernst gemeint sind, misst man auf der Alm dieser Tatsache nicht allzu viel Bedeutung bei. Hingegen spitzen hier alle die Ohren, wenn sich eine gewichtige Stimme zu Wort meldet. Herr Kuhnibert Kuhmann, seines Zeichens Politikwissenschaftler der Kuhni Tübingen gibt sich zu Beginn eines neuen Jahres stets die Ehre und hält eine wortgewaltige Rede zur Lage der Nation. Seine vorausschauende Denkweise und die bedächtige Art, mit welcher er seine Vorträge zum Besten gibt, machen seinen Auftritt jedes Mal zu einem ganz außergewöhnlichen und unvergesslichen Ereignis. Nun wollen wir auch Sie, liebe Leserinnen und Leser, daran teilhaben lassen, was unser geschätzter Kuhllege zu sagen hat. Wir sind uns sicher, dass Sie am Ende dieses Jahres rückblickend sagen werden, welch weise und treffende Worte unser werter Herr Kuhmann erneut gefunden hat. Er käut nicht wieder, er denkt voraus!

Viel Vergnügen! 🙂

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