Schrödingers Katze

Es ist fünf Uhr früh. Der Wecker klingelt und scheucht den Hahn auf den Mist, um die Almbewohner zu wecken. Artig kräht er so lange, bis sich jeder aus seinem Bett wälzt und zur Arbeit begibt.
Nur einer ist schon vor dem Hahn auf den Beinen. Es handelt sich um unseren Almhausmeister Egon Schrödinger, der bereits im Beitrag „Normaler Wahnsinn“ kurz Erwähnung fand. Punkt vier Uhr steht er auf und deckt emsig den Frühstückstisch. Natürlich hat er auch die Adventsdekoration angefertigt und zündet heute das erste Kerzchen an.
Herr Schrödinger ist im wahrsten Sinne des Wortes der gute Geist unseres Anwesens und sorgt dafür, dass hier alles seinen gewohnten Gang geht. Er ernährt sich ausschließlich von speziellen japanisch-schwäbischen Bioprodukten aus Malibu. Diese bescheren ihm ein besonders langes Leben. Der gute Herr ist nun schon weit über 350 Jahre alt und hält sich ausgezeichnet.
Bevor er seinen Dienst auf der Alm antrat, war er in vielen anderen Berufsfeldern unterwegs. Seine letzte Tätigkeit liegt über 30 Jahre zurück. Zu dieser Zeit lebte er in einem heruntergekommenen Wohnwagen am Strand von Malibu und verdiente sich dort seinen Unterhalt als Privatdetektiv.
Mittlerweile ist er aus unserer Mitte nicht mehr wegzudenken, zufrieden haust unser fleißiger Alleskönner in einer kleinen Hütte neben dem Kuhstall. Und mit ihm sein Hund. Seit nunmehr einem Jahr wird er von dem Vierbeiner begleitet, der sogleich sein bester Freund geworden ist. Zuvor umgab sich Herr Schrödinger jahrelang mit einer Katze namens „Doggy“, mit der er regelmäßig auf den Wiesen spazieren ging. Sie waren das unzertrennliche Traumpaar der Alm.
Doch die liebe „Doggy“ kam durch tragische Umstände ums Leben. Der entfernte Nachbar unseres Hausmeisters, Herr Albert Zweiholz, hatte ihr, ganz ausversehen natürlich, den Garaus gemacht. Der werte Herr ist Erfinder mit Leib und Seele und bastelt meist an recht eigentümlichen Dingen. So hatte er damals aus drei Ananassamen vom Nordpol zwei elektronische Tropenhunde herangezogen. Dieser überraschende Zuchterfolg überforderte Herrn Zweiholz ein wenig, er hatte seine Elektrohunde nicht im Griff, sie rissen aus und zerfleischten Herrn Schrödingers Katze.
Seither sind die zwei Herren nicht besonders gut aufeinander zu sprechen. Herr Zweiholz schenkte Herrn Schrödinger zur Versöhnung zwar einen Hund, wohlgemerkt keinen Tropenhund, doch so ganz verzeihen kann unser Egon diese Misere dem Erfinder nicht.
Und nun leben also der Hausmeister und sein bellender Vierbeiner namens „Katze“ unzertrennlich beisammen.
Dank Herrn Schrödinger greift auf der Alm ein Rädchen ins andere, er repariert defekte Eieruhren, baut neue Nistkästen und leert natürlich die Mülleimer. Nur ab und an regt er sich ein wenig über streunende Hunde auf. Zu tief sitzt der Schmerz über den Verlust seiner Doggy, die von den Tropenhunden einst ins Jenseits befördert wurde.
Aber alles in allem ist unser guter Geist ein humorvoller, ehrlicher und zuverlässiger Arbeiter, mit dem wir sicherlich noch jede Menge Spaß haben werden. Und das in einem Alter von über 350 Jahren. Respekt! 🙂

Hier sehen Sie nun eine alte Aufnahme aus glücklichen Zeiten, als Herr Schrödinger noch mit seiner „Doggy“ auf den Almwiesen unterwegs war, bevor er dann mit seinem neuen Weggefährten, der geliebten „Katze“ Freundschaft schloss.

Die Bloghüttenalm wünscht allen Lesern einen angenehmen Adventssonntag! Zünden Sie in aller Ruhe die erste Katze äh Kerze an 🙂

©mauswohn
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73 Gedanken zu “Schrödingers Katze

  1. Liebe Frau Mallybeau von Hüttenwohn,
    Ich habe kaum Zeit zur anständigen Begrüßung – meine weißen Söckchen sind so allergisch gegen Verbeugungen – und Ihren Film sehe ich später an – Mein Hund mag es nicht, wenn ich auf eine Stelle starre – sagen Sie mal, Sie haben sich diesen automatischen Arbeitshelfer für die Küche angeschafft, der mit japanischem Strom funktioniert? Wo gibt es das Maschinchen zu kaufen? Ich habe schon alle Schaufenster abklabastert und such mir die Augen aus dem Kopf …

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    1. Liebe Frau Thoring!

      Dann lassen Sie Ihren Hund nicht lange warten, in freier Wildbahn gibt es schließlich wesentlich mehr zu sehen, als hier.
      Da wir uns hier auf der Alm nicht länger mit elektronischen Küchenhelfern aus Japan abgeben wollten, (man weiß ja nie was diese kopierten Geräte für Fehler haben) sind wir dazu übergegangen, unseren lieben Hausmeister Schrödinger einzustellen. Der ersetzt in allen Belangen jede Maschine und arbeitet doppelt so schnell. Ich könnte anfragen, ob er einen Zwillingsbruder hat, der dann in Ihre Dienste tritt.
      Derweil wünsche ich einen angenehmen Sonntagsspaziergang mit Hund 🙂

      Herzliche Grüße
      Mallybeau

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      1. Eine Hausmeistermaschine, genau das suche ich, seitdem meine Hundemeistermaschine laufen gegangen ist. Einfach ausgerissen ist der Deibel. Unglaublich. Nun ja, woher sollte ich wissen, dass er japanische Fütterung gebraucht.

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        1. Es scheint wohl für alles eine Maschine zu geben. Alles nur noch made in Japan. Hat allerdings auch seine Nachteile. Kürzlich habe ich einen japanischen Rasenmäher bestellt, weil chices Design und günstig, doch oh Schreck, statt den Rasen zu mähen, wickelte er Sushiröllchen auf und der Karpfenteich war leer.

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            1. Da Herr Schrödinger bereits im Januar diesen Jahres mit dem Plätzchenbacken angefangen hat, ist ein beträchtlicher Vorrat entstanden. Da fällt bestimmt auch etwas für Ihre Katze ab. Zur Weihnachtszeit soll schließlich niemand leer ausgehen.

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            2. Das muss ich ihr gleich sagen. Eigentlich freut sie sich zu Weihnachten auf einen Puppenwagen. Puppenwagen mit Plätzchen für die Kleinen als Aufmerksamkeitsdefizit-Spielzeug … Sie haben einen tollen Hausmeister!

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            3. Wie gesagt, unser Hausmeister ist fantastisch. Ich bin selbst immer wieder überrascht, welche Ideen er parat hat. Er würde bestimmt auch gerne einen kleinen Puppenwagen aus brasilianischem Tropenholz für die liebe Katze schnitzen. Das Beste ist gerade gut genug.

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            4. Wir haben seit vergangenem Jahr auch eine Katzenholzplantage mit biologisch abbaubaren Brettern, die sich zum Hausbau verwenden lassen. Daraus ließe sich natürlich auch der Katzenwagen schnitzen. Und in die Räder ist ein Motorchen eingebaut, das gemütlich schnurrt, wenn man den Wagen vorwärts schiebt. Also beinahe eine hölzerne Katze.

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            5. Frau Mallybeau, meine Suppe kocht über. Ich komme später mal wieder. Bis dahin einen schönen Sonntag, auch für die Grasnarben. Sie gebrauchen auch etwas Entlastung. Bis später

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            1. Da unser Herr Schrödinger so zuverlässig ist, gestatte ich ihm auch chirurgische Eingriffe an den Graswurzeln. Der liebe Hausmeister hat immer eine Lösung parat und weiß bereits mit Sicherheit , wie er das Gras färben wird. Ich bin auch schon ganz gespannt.

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            2. Das Matschbaden hat er hoffentlich beibehalten. Batikkleidung ist einfach individuell und so einfach. Ein paar Seile Seile passend um das Hemd geknotet, ab in den Schlamm, fünf Stunden still stehen, fertig. Wissen Sie, ob es noch viel braunen Schlamm gibt? Ich habe gehört, dass er unter dem weißen Schnee vorerst verschwinden soll …?

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            3. Oh, die Matschbatik ist ja eine tolle Idee! Das gefällt mir gut. Das ist etwas für unsere Wildschweine, die hier gerne dem Dreckplantschen frönen. Frisch gebatikte Matschtücher von Almwildschweinen, wenn das kein originelles Weihnachtsgeschenk ist!

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            4. Wie machen Sie das nur – Sie sind von Unternehmern umgeben. Schon wieder läuft Ihnen eine neue Produktionsstätte hinterher. … klar, bei den glänzenden Arbeitsbedingungen auf der Alm. Hut ab, kann man nur sagen, alles ist gesund und munter!

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            5. Jetzt wo Sie es sagen … Überraschenderweise ist das hier kein Problem. Aber Dank der fleißigen Almhelfer muss ich sowieso fast nichts arbeiten und kann gemütlich auf der Wiese grasen, während sich unser Weltkonzern sukzessive vergrößert.

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        1. Ich kann da natürlich nur von den Erfahrungen mit Herrn Schrödinger berichten. Und dieser ist absolut zuverlässig. Vor allem hält er schon so viele Jahre durch. Das finde ich äußerst beachtlich. Aber Sie haben selbstverständlich Recht, sein Personal muss man sich heutzutage sorgsam aussuchen, sonst endet das Ganze in einem Desaster.
          Herr Schröööödinger, wo sind Sie?

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            1. Da haben sie vollkommen recht. Erst singen sie, dann tanzen sie und dann hüpfen sie vom Tisch und das ganze Schlamassel liegt verschmiert auf dem Boden. Sollen die Gäste etwa vom biologischen Fußboden essen …?

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    1. Liebe Berni di Brezel!

      Sie sprechen Herrn Schrödinger aus der Seele. Der gute Herr hat sich bereits bestens mit „Katze“ angefreundet und genießt mit ihr jeden Sonnenuntergang, selbst an nebligen Herbsttagen. Und da unser Hausmeister ein sehr ordentlicher Mann ist, shampooniert er seinen Hund nach jedem Spaziergang auch kräftig ein. Es riecht manchmal beinahe wie in einer Parfümerie 🙂

      Die Almbelegschaft wünscht Ihnen eine schönen ersten Restadvent!
      Herzliche Grüße von den Almwiesen
      Mallybeau

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  2. Liebe Mallybeau, lange habe ich nach der passenden akustischen Untermalung für das Entzünden der ersten Kerze gesucht und bin Gott sei Dank bei Ihnen fündig geworden.
    Weihnachtlich ist ja auch immer eine Definitionssache. Das Benennen des Hundes mit Katze ist schlüssig. Maus würde dann doch albern klingen.
    Immer wieder fasziniert vom Almleben, sende ich herzliche Grüße.

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    1. Liebe Mitzi!

      Dass die Almakustik beim Entzünden Ihrer ersten Adventskerze auf Gefallen stößt, freut unseren Herrn Schrödinger sehr, der höchstselbst als Hobbykomponist rasch die Liedchen komponiert und zu den bewegten Bildern geliefert hat. Und da, wie Sie völlig richtig sagen, alles Definitionssache ist, heißt die Maus auf der Alm weiterhin Maus. Simpel aber schön 🙂
      Wir wünschen Ihnen und Ihrer vielfältigen Hausgemeinschaft einen wohlig warm ausklingenden ersten Advent!

      Herzliche Grüße
      Mallybeau

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  3. Liebe Mallybeau, und i han immer denkt, dem Schrödinger sei Katz isch bloß dann dod, wenn mr a Schachdel aufmacht, in die mr se vorher neigsperrt hat, und des Ganze hat dann was mit Gwandephysik zum due. Sowas kann verstanda wer will – i net! Und jetzt bin i scho froh, dass es ganz andersch war. Han i mir glei denkt. In Wirklichkeit isch des Tierle halt von einem Hund zerrissa worda, was au net viel besser isch, aber wenigschdens verstoht mans! 😉

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    1. Liebe Anhora!

      Gell, s isch doch viel oifacher, wenn dr Hond oifach Katz hoißt ond omkehrt. Des Füsiggzeigs vrschdoht jo sowieso koiner außer de Füsigger. Wahrscheinlich send des au die, die da ganza Dag den komischa Kaffee trenkat, den Du et kennsch. Wahrscheinlich ischs mit dem ähnlich, ond in echt isch des Gsöff bloß Tee 🙂

      Grüßle von dr Alb
      Mallybeau

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      1. Des ka nadierlich sei! Der Kaffee hot wahrscheinlich a baar Gwantasprüng gmacht und des dud de Füsiker net gut. Da machet die komische Exberimente die koiner verstoht. Katz isch Katz und Hund isch Hund, und wenn se am Leba sind, dann sind se net dod. Nemmlich. 😉

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  4. Liebe Mallybeau Mauswohn,
    bei Ihren einleitenden Sätzen:
    „Es ist fünf Uhr früh. Der Wecker klingelt und scheucht den Hahn auf den Mist, um die Almbewohner zu wecken. Artig kräht er so lange, bis sich jeder aus seinem Bett wälzt und zur Arbeit begibt. Nur einer ist schon vor dem Hahn auf den Beinen. Es handelt sich um unseren Almhausmeister Egon Schrödinger,“
    habe ich darüber nachgedacht, ob ich mich nicht als Hausmeister auf der Alm bewerben sollte, wenn Egon Schrödinger mal in Rente geht. Er ist ja unter Umständen im rentenwilligen Alter.
    Alles andere passt bei mir auch! Es klingelt zwar um 5 Uhr kein Wecker, aber meistens bin ich dann NOCH wach. Da hier kein Wecker klingelt, wird hier auch kein Hahn irgendwohin gescheucht. Ist hier auch nicht nötig, da es ja HIER keine Almbewohner gibt.
    Wenn Sie nun denken, ich bringe deswegen nicht die nötige Eignung und Erfahrung mit, werde ich mir einen Almsimulator besorgen und fleißig üben. Den Rest ersetze ich durch einen unbeugsamen, geringen Tatendrang, Sturheit und die antrainierte Fähigkeit der Vortäuschung von Tatsachen, die von Haus aus nicht in die Umgebung passen, aber mit etwas Feinschliff durchaus zu verwenden sind.
    Gruß Heinrich

    P.S. es eilt nicht, sollte aber vor 2058 entschieden sein!

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    1. Lieber Herr Heinrich!

      Unser Hausmeister findet Ihr Angebot gar nicht schlecht. Zwar meinte er lässig, dass er noch vorhabe, mindestens weitere 350 Jahre zu arbeiten ehe er in Rente geht, aber er dachte da an eine Aushilfskraft, wenn er mal Urlaub machen möchte. Hierfür hat sich nämlich bisher noch niemand gefunden und so hatte unser Egon seit ca. 100 Jahren keine Freizeit mehr. Das schlaucht dann doch ein wenig.
      Die Idee mit dem Almsimulator finde ich klasse. Ich denke, so sind Sie in jedem Falle gerüstet für die chaotischen Tätigkeiten, die hier anfallen. Mit der Bezahlung wird es allerdings etwas schwierig. Sie könnten kostenfrei in Herrn Schrödingers Schuppen kampieren, von dem es nicht weit auf die Almwiesen ist. Und von dort aus können Sie auch problemlos Ihre Drohnen fliegen lassen, das wäre eine willkommene Abwechslung hier. Zu Essen gibt es für Sie natürlich nur das beste Gulasch und Tomatensalat. Wenn Sie damit einverstanden sind, wird Herr Schrödinger morgen seinen längst überfälligen Urlaub antreten und Sie können seine Position einnehmen. Achso, als Hausmeister müssen Sie sich das Essen allerdings selber kochen. Nun ja, so besteht immerhin keine Gefahr, dass es zu wässrig wird. 🙂

      Auf Rückmeldung wartend, herzliche Grüße i.A. Egon Schrödinger

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  5. klingelt der wecker früh um fünfe
    tu ich so als hätt ich es nich gehört
    ich bleib einfach liegen
    hi die bella 🙂 hier
    sollte sich jedoch ein hahn erdreisten
    hier
    HIER in BeSSOC auf den misthaufen
    zu steigen und lautschallend sein
    „kikkeriekuh “
    genn morgensonne zu schicken
    dann is das nimmer lustich
    freilich
    ja freilich hörte ich davon das es seine aufgabe is
    genau dies zu tun
    doch meine aufgabe isses nunmal
    ihn dort runterzu holen und für ruhe und “ frieden “ in BeSSOC zu sorgen
    aaaaalso
    “ kräht der hahn früh´s auf´m mist
    ihn ganz schnell die bella 🙂 frißt “
    mit dem ableben der hausmeisterkatze hab ich nix zu tun
    da bin ich leider mal ausnahmsweise unschuldig
    und
    JAA
    es tut mir leid
    doch ich kann nich immer an allem schuld sein
    und auchnich überall im einsatz sein 😦
    die katze tod
    und in der not
    frißt auch der teufel fliegen
    oder der hausmeister läßt sich nen hund schenken
    und so schließt sich der kreis
    ich hab zwar mein ronnyherrchen adoptiert
    doch hat mich mein exfrauchen dann an ihn verschenkt
    das schlimme is
    sie vermißt mich nichmal
    egal
    wir hunde sind sowieso die besseren katzen
    🙂
    und damit schönen rest-ersten-advent
    gruß bella 🙂

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    1. Liebe Bella!

      Unser Hahn ist glücklicherweise ein gut durchtrainierter Kung-Fu-Hahn aus Shanghai. Hier muss er sich nämlich auch oft zur Wehr setzen. Zwar nicht gegen Hunde, aber die Katzen ärgern ihn schon so manches Mal.
      Heute hatte er krähfrei, ausnahmsweise zum ersten Advent. Das kam ihm auch ganz gelegen, da er ein wenig Halsweh hatte. Kein Wunder bei dem Job. Doch morgen wird wieder pünktlich geschrien. Sicherheitshalber bekommt er von unserem Hausmeister jetzt noch einen warmen Kräutertee eingeschenkt. Sonst schlafen wir möglicherweise durch bis zum zweiten Advent! 🙂
      Die Almbelegschaft wünscht ebenfalls noch einen angenehm ausklingenden ersten Advent und einen guten Start in die neue Woche 🙂

      Herzliche Grüße vom Misthaufen
      Mallybeau

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      1. kräHHHHfrei ^^
        wegen halsschmerzen ???????
        na HALLLOOOOO ^^
        was is denn das für ein “ weichpitti “
        ?
        der gehört auf halbe ration gesetzt wegen
        arbeitsverweigerung
        nur weil er ein “ gut durchtrainierter Kung-Fu-Hahn aus Shanghai “
        is
        darf er sich noch lang nich auf seinen lorbeeren ausruhen ^^
        ich hab den zweiten “ dan “ im mikado und den vierten im origami
        mikado is übrigens wesentlich anstrengender
        du weißt ja bewegt sich´s
        😦
        biste raus 😦 😦
        jaja “ hol stock “
        der alte befehl
        kann ich gut
        doch bewegt sich´s schredder ich den ganzen haufen
        😀
        warum
        na
        – weil ich es kann –
        achten sie übrigens auf ihren hahn
        hier in BeSSOC is momentan “ wildgeflügel-pest-beobachtungszone “
        gegen die hilft kein jack russel und auch kein kamillentee 😦
        gruß bella 🙂

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  6. Didi: Katzenvideos … Katzenvideos sind die populärsten Videos im ganzen Internet.
    Herr Ösi: Ich weiß.
    Didi: Nach dem Ausbleiben der 2-Uhr-Katze im entscheidenden Moment plädiere ich dafür, dass …
    Herr Ösi: Willst du mich etwa für das Nichterscheinen der 2-Uhr-Katze verantwortlich machen?
    Didi: Wer hat denn das Drehbuch für das „Katzenvideo“ geschrieben?
    Herr Ösi: Ich. Das Erscheinen oder das Ausbleiben einer Katze ist immer noch die Freiheit des Künstlers.
    Didi: Mit der Behauptung, Sie wären ein Künstler, stehen sie ziemlich exklusiv und allein im Raum.
    Herr Ösi: Na hör mal! Frau Mallybeau hat mich immerhin mit der Palme d‘ Oesi ausgezeichnet.
    Didi: Das ist ja das schlimme.
    Herr Ösi: Und wenig später im Film „Käse“ hattet ihr euren nächsten Auftritt. Schon vergessen?
    Didi: … und wurden mit virtuellem Käse abgespeist.
    Herr Ösi: Probst du etwa den Aufstand?
    Didi: Wir, die Mäuse, wir sind die wahren Stars … also zumindest ICH, Didi.
    Herr Ösi: Jetzt bleib du mal auf deinem Dachsteppich unten.
    Didi: Wir fragen die Frau Mallybeau ganz einfach, ob sie uns die Katze …
    Herr Ösi: Doggy?
    Didi: … ob sie uns die Katze von diesem Herrn Schrödinger leiht. Dann drehen wir das Video noch einmal. Diesmal mit einer richtigen, mit einer echten Katze. Sie, Herr Ösi, sie locken dann die Katze in die Katzenvideoschachtel hinein. Die Katze von der Malibu-Ranch wird in die Katzenvideoschachtel hinein verfrachtet werden müssen. Sie, lieber Herr Ösi, sie locken die Katze in die Katzenvideoschachtel …
    Herr Ösi: Stop! Stop! Stop!
    Didi: … in die Katzenvideoschachtel hinein. Die Katze wird, nein, die Katze muss in die Katzenvideoschachtel hinein.
    Herr Ösi: Dir ist wohl das Schicksal der armen Doggy entgangen.
    Didi: In der Quantenoptik wird ein Katzenzustand als kohärente Überlagerung von zwei bestimmten kohärenten Zuständen mit entgegengesetzten Phasen definiert.
    Herr Ösi: Äh? Wo hast du das denn her?
    Didi: Steht im Internet.
    Herr Ösi: Dacht‘ ich mir’s doch.
    Didi: Konkreter Spezialfall ist der Katzenzustand als Zustand in einem Register eines Quantencomputers, der aus der Überlagerung der beiden Zustände besteht, bei denen alle Qubits |0⟩ bzw. alle |1⟩ sind. In der Bra-Ket-Notation wird er als proportional zu …
    Herr Ösi: AUS!!!
    Didi: … |00…0⟩ +|11…1⟩ geschrieben. Erste mesoskopische Katzenzustände werden mit Elektronenstrahlen und Strahlteilern erzeugt, bei denen eine Überlagerung der Zustände besteht …
    Herr Ösi: Was soll der Blödsinn?
    Didi: | c a t e ⟩ ∝ 2 e − | α | 2 2 ( α 0 0 ! | 0 ⟩ + α 2 2 ! | 2 ⟩ + α 4 4 ! | 4 ⟩ und so weiter … Doggy lebt! Sie ist nur im Film … sssssst! Verstehen sie, Herr Ösi, aber in Wirklichkeit … das Einstein-Podolsky-Rosen-Paradoxon, nicht wahr, nicht?
    Herr Ösi: Ich wusste gar nicht, dass Physiker und Fußballer sich mit Katzen beschäftigen.
    Didi: Das ist Quantenmechanik. Davon verstehen sie freilich nichts, wenn sie immerzu nur Katzenvideos ohne Katzen drehen.
    Herr Ösi: Jetzt reicht es aber!

    Liebe Frau Mallybeau,
    bitte entschuldigen Sie den frechen Bengel. Ihnen ist einmal mehr ein bravouröses Video gelungen, wozu ich Ihnen meine aufri …
    Didi: Ganz ohne dem Einstein-Podolsky-Rosen-Paradoxon, bravo, bravo!
    … bist du jetzt endlich still, Didi … aufrichtige Bewunderung teilhaftig werden lassen … Entschuldigung, dieser Didi bringt mich noch völlig aus dem Konzept … wo war ich? … die Katze und der Tropenhund, nun ja, nach den neuesten Berechnungen von dem Mäuserich dürften, beziehen wir die kohärente Überlagerung der einzelnen Phasen mit ein, was wir ja angeblich sollten, wollen wir die Ergebnisse nicht unnötig verfälschen, dürfen wir davon ausgehen, dass sowohl „Doggy“ als auch die „Katze“ – und das ist besonders erfreulich – sich weiterhin bester Gesundheit erfreuen.

    Herzliche Grüße 🙂
    Herr Ösi
    („Didi, sag mal, wie war das noch mit dem mesoskopischen Katzenzustand?“)

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    1. Montag Abend. Herr Schrödinger hat seine Arbeiten im Haushalt erledigt. Da klingelt es an der Türe. Dingdong. Unser Hausmeister öffnet und sieht den ungeliebten Nachbarn Herrn Zweiholz, wie er in einen warmen Wintermantel gehüllt auf dem Treppenabsatz steht und ein großes Paket unter dem Arm hält. Mürrisch brummelt er durch seinen 3-Wochen-Bart:
      „Hier. Ist heute Mittag versehtlich bei mir abgegeben worden.“
      Er reicht missmutig das Paket Herrn Schrödinger herüber und entschwindet in der kühlen Nacht.
      „Danke“, grummelt Herr Schrödinger zurück und trägt das Paket ins Wohnzimmer. Es ist ein leichtes Paket aber mindestens so groß wie ein bequemer Polstersessel. Der werte Egon zückt sein hawaiianisches Taschenmesser und schlitzt mit einer scharfkantigen Haifischklinge das Paketband auf. Ratsch.
      Zwei Pappdeckel klappen jeweils nach links und rechts weg, die Schachtel ist offen, sie ist leer!
      „Nanu? Wer schickt mir denn da einen leeren Pappkarton?“ fragt sich Herr Schrödinger und reibt sich ein großes Fragezeichen von der Stirn. Da entdeckt er an der Unterseite des Kartons eine Inschrift: Ösi-Filmverleih, Requisiten en gros.
      Pling. Es wird hell in Herrn Schrödingers Oberstübchen. Jemand hat das Licht angeknipst und ihm wird klar: Das MUSS die Katzenvideoschachtel sein. Grandios! Mittlerweile haben sich die Almwaschbären neugierig um unseren Hausmeister versammelt und jubeln erfreut: „Hurra, hurra, wir drehen ein Katzenvideo!“
      Auch die liebe „Katze“ bellt fröhlich mit: „Katzenvideo, Katzenvideo!“
      Herr Schrödinger muss die Meute zur Ruhe bringen. Denn sogleich erkennt er das Problem. Er hat ja keine Katze für ein Katzenvideo parat, nur seine „Katze“ ist ihm geblieben. Und folglich steht er vor der gleichen Ausgangslage wie Herr Ösi bei seinem Katzenvideo. Und wo kämen wir denn hin, wenn wir ernsthaft versuchen würden, ein weiteres Katzenvideo zu drehen? Welch vermessener Gedanke, wo dieses Video doch unerreicht bleiben wird. Zumal Herr Ösi ein echter Künstler ist. Und der werte Egon ist schließlich nur ein Hausmeister, der ordnungsgemäß seine Dienste tut. Enttäuscht trollen sich die Waschbären bereits wieder gen Fernsehecke und sehen sich das Länderspiel Podolski gegen Deutschland an. Nur die treue „Katze“ steht brav neben unserem Egon und legt ihre Schnauze auf die Schachtel. Quantensprünge vollziehen sich, kohärente Überlagerungen von unterschiedlichen Zeitzuständen bilden den Augenblick, eine Dunstwolke wabert durch den Raum.
      „Ein Hundevideo, das ist es!“, ruft Herr Schrödinger erfreut aus und schnippt mit den Fingern. „Katze“ bellt zustimmend und wedelt mit dem Schwanz, während die Waschbären nur müde gähnen. Schließlich sind Katzenvideos die populärsten Videos im ganzen Internet. Hundevideos? Will doch kein Mensch sehen. Und Waschbären schon gar nicht. Kichernd quäkt ein Waschbär vom Sofa herüber: „Wie wärs denn mit einer Podolski-Video-Schachtel?“
      Herr Schrödinger verzieht das Gesicht und tippt sich an die Stirn. Der Podolski ist ja schon in einem Kasten, da soll er auch bleiben. Doch was machen wir jetzt mit der Schachtel? „Katze“ und der werte Egon sehen sich fragend an. Da erklingt ein Glöckchen aus der Ösi-Träsh-Coll-Äktschn, das lieblich an einem Kiefernadelzweig hängt und hell erstrahlt. Nun hat unser Hausmeister eine Idee. Er rennt in seine Kammer. Es rumpelt. Es scheppert. Erneut vergehen Quantensprünge, bis unser Egon mit einer Ladung Weihnachtsgeschenke zurückkommt, die er sogleich in die Schachtel packt. Nun kommen auch die Waschbären wieder neugierig angetrippelt und fragen: „Was machst Du da? Für wen sind die Geschenke? Kriegen wir auch welche?“
      Herr Schrödinger wickelt den Karton in Luftpolsterfolie ein und faltet anschließend ein Zeitungspapier um das Paket. „So“, meint er. „Das ist das Weihnachtspaket für Herrn Ösi. Immer hat er sich so viel Mühe gegeben und oscarreife Dialoge geschrieben, unnachahmliche Filme produziert und in nimmermüder Recherche das Weltgeschehen in Zusammenarbeit mit Frau Saftschubse zersägt. Das muss wenigstens einmal im Jahr, nicht nur mit Worten, sondern auch mit Taten, in diesem Falle einem Paket, gebührend gefeiert werden. Morgen früh werden wir das Päckchen gemeinsam zur Post bringen.“
      „Aber bis Weihnachten sind es doch noch 3 Wochen“, meint ein Waschbär.
      „Das ist schon richtig. Aber sollte sich aufgrund der kohärenten Relation des Weihnachtsstresses und der glühweingetränkten Postbotenschubsen eine Verschiebung im Tagesgeschehen ergeben, so bleibt immer noch ausreichend Zeit, dass die Ösi-Geschenk-Schachtel pünktlich eintrifft“, meint Herr Schrödinger zufrieden und zerkaut einen Zimtstern.
      Verwirrt sehen ihn die Almtiere an und wissen genau, dass es zwecklos ist, jetzt noch etwas zu sagen. Wenn Herr Schrödinger sich auf eine Meinung eingeschossen hat, dann ist er nicht davon abzubringen, während Podolski weiter unermüdlich Eigentore schießt.
      Lieber Herr Ösi!
      Ihr Didi ist wirklich fantastisch. Was für eine schlaue Maus. Nun ja, bei solch einem schlauen Herrchen! Ihren Worten entnehme ich, dass der Dachsteppich wohlbehalten bei Ihnen eingetroffen ist und noch nicht von Herrn Heinrich mit Tomatensalat oder Gulasch bekleckert wurde. Sonst hätte Ihnen Herr Schrödinger natürlich einen Neuen in das Paket gepackt. Wie gesagt, morgen bringt er die Ware mit dem Bollerwagen zur Post. Vielleicht trifft sie dann schon übermorgen auf dem Ösiblog ein. Wenn alles gutgeht. Wenn nicht, dann wissen ja, dass entweder die Katze oder der Hund dran Schuld sind. Oder aber Herr Schrödinger, der ganz einfach vergessen hat, das Paket ausreichend zu frankieren. Wir werden sehen. Hoffentlich ist in dem Päckchen dann überhaupt noch was drin … 🙂
      Herzliche Grüße von der Packstation
      Mallybeau
      (Didi, erklär mir doch nochmal den mesoskopischen Podolskizustand)

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    1. Lieber Herr Moser!

      Tatsächlich? Da muss wohl Ihr Hausmeister den Papierkorb wieder entrümpeln. Unser Herr Schrödinger kennt dieses Prozedere zur Genüge. Die freilaufenden Hunde und Katzen rempeln hier auch immer die Mülltonnen um und lassen sich durch keinerlei Tastenkombinationen davon abhalten 🙂

      Tatsächlich herzliche Grüße ins virtuelle Wirrwarr
      Mallybeau

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        1. Das ist manchmal ein wenig kompliziert, wenn man bereits den Kommentar gelöscht hat. Denn sonst könnten Sie einfach bei dem entsprechenden Kommentar „bearbeiten“ anklicken, dann werden Sie auf Ihre innere Kommentarseite weitergeleitet, wo Sie alle ein-und ausgehenden Bemerkungen „überwachen“ können und dort kann man auch Kommentare löschen bzw. wieder herstellen. Alles ein wenig umständlich, aber ich habe ja nochmals bei Ihnen kommentiert … 🙂
          Kopf hoch!

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            1. Ah verstehe. Ja wenn man einmal jemanden als Spam markiert hat, kann man das auf der eigenen Administratorseite wieder rückgängig machen. Dort liege ich mit meinem Kommentar im Spamordner, den müssen Sie anklicken und mich als „Nicht-Spam“ markieren. Es gibt vielleicht bei google auch noch eine verständlichere Erklärung. Jedenfalls kann ich so lange nicht mehr bei Ihnen kommentieren, bis ich aus der Mülltonne gefischt wurde. Ich habe darauf leider keinerlei Einfluss mehr 😦

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            2. Also Sie müssen zu „Kommentare“ gehen, dort gibt es oben in einer kleinen Menüleiste folgendes zu sehen:

              Und wenn hinter „Spam“ eine 1 steht, dann klicken Sie die an. D.h. der Spamkommentar wird geöffnet, Sie markieren ihn und können ihn dann bei „Sammelaktionen“ als genehmigt markieren.
              Ich hoffe, ich konnte ein wenig weiterhelfen …

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