Richtungsmäßig

Heute haben wir die große Ehre, Ihnen ein Interview mit der neuen Nummer Eins aus dem Kunst- und Kulturbereich präsentieren zu dürfen. Ihre Werke wurden innerhalb kürzester Zeit weltberühmt. Bahnbrechend ist die modern-skurrile Ästhetik der Künstlerin, die in jeglicher Hinsicht kein Blatt vor den Mund nimmt und uns gerne einige Fragen beantwortete und trotz ihres fulminanten Aufstieges bodenständig geblieben ist.

Objektbeschreibung der Installation von Birgit Tetenwihl-Zesch.

Titel: „RICHTUNGSMÄßIG“ (bzw. „Der Weltenpisser“)

Einleitend ist vorauszuschicken, dass wir eine Installationsbeschreibung nicht selbst ausführen durften. Die Künstlerin bestand auf eine eigene Installationsanalyse. Wir trafen uns mit ihr in ihrem Heimatort Rostock zu einem Gespräch.

Redaktion: Sehr geehrte Frau Tetenwihl-Zesch, warum erscheint es Ihnen so relevant,  eine Eigeninterpretation vorzunehmen?

Birgit Tetenwihl-Zesch: Ja nun, so darstellungsmäßig denke ich, dass ich meine Installation am besten beschreiben kann, weil ich sie ja schließlich gemacht habe.

R.: Was wollten Sie mit dieser Installation zum Ausdruck bringen?

B.T.-Z.: Nun ja, so themamäßig beinhaltet diese Arbeit alles, von Norden nach Süden, von Osten nach Westen: Eine trügerische Idylle, Traditionen, Symbol für Unendlichkeit, Orakelsysteme und vieles mehr.

R.: Woran ist das im Einzelnen festzumachen?

B.T.-Z.: Nun ja, die Eichenblätter sind ja vier. Und weil die Oliven auch, die eigentlich Kackbollen von afrikanischen Ziegen sind. Hier haben wir schon mal einen interkontinentalen Aspekt. Die vier Rabbit-Meat-Keulen, auch wieder vier, stehen natürlich für die Himmelsrichtungen, die in jedem Land gleich sind. Man kann die Installation drehen und wenden wie man will, deshalb die Kurbel an der Rückseite, es bleiben immer vier.

R.: Sagen Sie doch mal was zum Material.

B.T.-Z.: Nun ja, ich sehe meine Installation als klassische Bildhauerei. Lediglich die Materialien entsprechen der Neuzeit. Wie bereits erwähnt, zu den Kackbollen empfand ich es als eine gute Symbiose, so verbindungsmäßig, dass die Blätter aus Kunstharz sind. Die Kaninchenschenkel sind aus harmlosem Silikon-sein.

R.: Silikon-sein?

B.T.-Z.: Nun ja, das ist Silikon von meinem Bruder, der ist Silikonfabrikant, also ist es sein Silikon. Silikon-sein! Die Flasche hab ich leergetrunken, also Flasche-mein.

R.: Und die schwarze Figur auf der Flasche?

B.T.-Z.: …besteht aus, nun ja, der schwarzen Masse des Alls. Nun ja, so erklärungsmäßig sag ich mal: schwarzes Porzellan. Durch all diese Materialien spreche ich natürlich vor allem die Synästhesie des Weltbürgers an. Hinter der nüchternen Konstruktion verbirgt sich auch ein soziales Experiment. Ja, weil die Materialassemblagen stehen konzeptuell in krassem Gegensatz – Fleisch gegen Natur. Die Ambivalenz des „Hunger-oder-nicht?“ bringt den Betrachter in starke Bedrängnis.

R.: Was symbolisiert das Männle da oben?

B.T.-Z.: Nun ja, das Allmännlein, wie ich es liebevoll genannt habe, betrachtet alles nochmal von einem anderen Standpunkt, aus der Vogelperspektive. Wenn man die Kurbel betätigt und die Installation dreht, aus der Maulwurfperspektive. Er denkt sich: “Wie lächerlich und klein die Welt von dort oben doch ist. Ich pisse auf Euch herab.“ Nun ja, ich dachte so kalauermäßig wäre das noch ganz gut, weil schließlich darf der humoristische Aspekt auch nicht fehlen. Er ist so was wie der kleine architektonische Übervater.

R.: Aha, hat das Etikett der Flasche eine besondere Bedeutung?

B.T.-Z.: Nun ja, das Wort „Trappist“ ist englisch und bedeutet so viel wie „Drapierung“. „Dubbel“ kommt aus der urbanen Jugendsprache und  heißt so viel wie „Schlemmkreide“. „Westmalle“ kommt aus der ehemaligen DDR. Damit bezeichneten die Ostbürger den Arbeiter beim Malteser Hilfsdienst, der im Westen gearbeitet hat. Der Westmalle. Und als Geste, also so freundschaftsmäßig, hab ich meiner besten Kumpelin Andrea Walter die Buchstaben AW gewidmet.

R.: Welche Bewandtnis hat es mit der grünen Fläche?

B.T.-Z.: Nun ja, also das ist der verbindende rote Faden zwischen dem Werk und der allumfassenden Welt. Dies ist mein philosophischer Leitgedanke.

R.: Wie lange kann diese Installation noch betrachtet werden?

B.T.-Z.: Nun ja, bis jemand Hunger hat. Und Durschd.

R.: Wieso, die Flasche ist doch leer?!?

B.T.-Z.: Nun ja, so verarschungsmäßig.

R.: Wir danken für das Gespräch.

 

richtungsmaessig

 

Ab kommenden Mittwoch können Sie Frau Tetenwihl-Zeschs Arbeiten in einer Dauerausstellung täglich von 14.00 Uhr bis 14.05 Uhr in der Wilhelmshavener Postfiliale am kalten Markt besichtigen. Der Eintritt ist kostenlos. Der Austritt beträgt 13 Euro für Kinder und 77 Euro für Erwachsene. So bezahlungsmäßig ist das ein absolutes Schnäppchen! 🙂

 

 

©mauswohn
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55 Gedanken zu “Richtungsmäßig

  1. Also aus künstlerischer Sicht gesehen und dreifach betrachtet ist das Gesamtkunstwerk doch wirklich eher Kunst als Werk aber ich frage mich ob dieser starke Widerspruch den die Künstlerin ja offensichtlich zu demonstrieren versucht nicht auch die Vision einer Versöhnung zwischen Flasche und Schenkel beinhaltet? Schwere Kost! Sehr anspruchsvoll!

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    1. Liebe Any!

      Sie haben das betrachtungsmäßig wirklich hochintellektuell begutachtet! Ich vermute ja eher so veräppelungsmäßig, dass sich die werte Dame als Pseudokünstlerin entpuppt. Aber vermutlich sind das so schätzungsmäßig alle Künstler irgendwie 🙂
      Wie wärs mit einem Schluck Westmalle aus der Flasche-mein? Kostenfrei, so garantiemäßig …

      Herzliche Grüße aus dem Künstlerkeller
      so kuhmäßig
      Mallybeau M.

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  2. Oh sehr gerne! Prost! Auf Sie und Ihren hochgeschätzten Blog der meinen Tag immer wieder zu erheitern versteht! PS. Keller -> Hier etwas zum Thema: Unterhalten sich zwei Stangen Dynamit im Keller . Sagt Die eine „Wolen wir hochgehen“ ? Tut mir leider Flacher gings nicht aber Sie befinden sich ja eh im Keller da ist es egal auch wenn der Mauswohn´sche Keller sicherlich sehr entzückend ist. Wünsche noch einen angenehmn Abend und schaue bald wieder rein in der Hoffnung das es wieder irgendwas zu bestellen gibt^^ LG Any

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    1. Das ist ja sehr erfreulich, dass es Ihnen hier so gut gefällt. Ich habe neulich auch Ihre Traktorstulpen bewundert 🙂 Leider konnte man keinen Kommentar hinterlassen. Von denen hätte ich für die Alm umgehend eine Palette bestellt, im Winter haben es Traktoren immer besonders schwer.
      Der Dynamit ging hier so kalauermäßig richtig gut los. Wunderbar.
      Die Flasche-mein ist unterwegs und darf sich also bald glücklich schätzen, Flasche-Any zu heißen 🙂 Wohl bekomms ….

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  3. Werte Frau Mauswohn im Keller-da, haben Sie recht herzlichen Dank für die Information des nicht-kommentieren könnens welche mir noch gar nicht aufgefallen ist. Es sollte nun gehen und sie können alles kommentieren was ihnen auf der mauswohn´schen Kuhzunge liegt! 😀 Ich freue mich !

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    1. Prima! Das werde ich in Kuhkunft auf jeden Fall machen. Ihre praktische Veranlagung bringt wirklich sehr nützliche Sachen für die Alm hervor, da werden mit Sicherheit einige Daueraufträge bei Ihnen eingehen. 🙂 Wie gesagt, für die Traktoren eine Reifenummantelung für den Winter, das wäre fantastisch!

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  4. Ein solches Kunstwerk übersteigt meinen Horizont – wie schön, dass die Künstlerin es selbst interpretiert hat. In meinem Fall hat sie sich damit einen großen Gefallen getan. Ich hätte nichts verstanden oder alles missverstanden. Es ist ja immer hilfreich, wenn einem gesagt wird, was man von etwas zu denken hat.
    Mit schwirrendem Kopf, herzlichen Dank
    Ihre Mitzi

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    1. Liebe Mitzi!

      Sie haben ja so Recht!
      Die Bloghüttenalmredaktion war ebenfalls sehr froh, hier keine Interpretation vornehmen zu müssen. Und da bei Kunst schließlich immer alles erlaubt ist, wäre das ohnehin schwer gewesen. Die sogenannten Künstler haben es da im Grunde sehr leicht. Einfach eine Flasche austrinken, eine Hasenkeule danebenlegen und behaupten, es sei Kunst … und schon ist man weltberühmt … mehr oder weniger 🙂
      Im Übrigen rate ich von einem Besuch der Dauerausstellung ab, dort ist nur das hier abgelichtete Werk zu sehen. Das lohnt sich nicht!

      Herzliche Grüße und entschwirren Sie gut Ihre Gedanken beim Nichtstun
      Mallybeau

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      1. Mich schreckte auch der Austrittspreis. So ungewöhnlich und individuell das scheint.
        Weltberühmt ist ja auch nicht mehr das was es mal war. Eh man sich versieht landet man in einem Dschungel. Mit anderen Berühmten. Sie aber, liebe Mallybeau, haben das Interview bravourös gemeistert.

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        1. Ach liebe Mitzi, reizenden Dank. Aber Sie ahnen ja gar nicht, wie mich das Interview mitgenommen hat. Die Dame hat mich, wenn Sie es nicht weitersagen, permanent dazu aufgefordert, mit ihr auf ihr Wohl anzustossen, mit einer frischen hochprozentigen Flasche Westmalle. Es war wahrlich eine Kunst, das zu überleben, zumal ich überhaupt keinen Alkohol trinke! … hicks … 🙂

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  5. Stelle mir gerade vor, welche erhebenden Worte Allmännlein aus der ISS sprechen würde. Und wie er der einem gerichteten Strahl entgegen wirkenden Schwerelosigkeit die Stirn (die Stirn?) bieten würde.

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    1. Lieber Herr Runge!

      Diese schwergewichtige Frage wird umgehend an die Künstlerin weitergeleitet. Ich bezweifle jedoch, dass sie sich ernsthaft so tiefgründig mit ihrem Werk auseinandergesetzt hat. Wenn wir von ihr keine Antwort erhalten, senden wir die Frage direkt weiter an die ISS, mal sehen welcher Antwortstrahl uns von dort aus erreicht 🙂 Vielen Dank für Ihren nicht unerheblichen Einwand!

      Herzliche Grüße
      so schwerelosmäßig
      Mallybeau Kuhkuhrin

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      1. Danke für die zeitverzuglose Behandlung meiner Anmerkung.
        Deshalb traue ich mich jetzt noch einen weiteren Gedanken hier loszuwerden.
        Das Kunstwerk hat mit seinen vierfaltigen Orientierungshilfe etwas von Sisiphos 2016: Gehe immer weiter nach Norden. Und wenn Du dort angekommen bist, gehe einfach weiter.

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        1. Unglaublich! Erneut ein so philosophischer Interpretationsansatz am frühen Sonntagmorgen. Wenn das die Künstlerin zu hören bekommt, gerät sie vermutlich erstmal selbst ins Grübeln. Aber ich nehme stark an, dass sie noch betrunken nach einer durchzechten Westmalle-Nacht in den Federn liegt. Oder, noch schlimmer, orientierungslos durch die Gegend torkelt. Da wäre die Orientierungshilfe in der Tat angebracht.
          Wir werden Sie in Zukunft immer gerne zu solch fachmännischen Analysen zu Rate ziehen! 🙂
          Herzlichen Dank … wo bin ich denn ?

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  6. Liebe Frau Mallybeau,

    ich ziehe alle meine Kopfbedeckungen vor Ihnen und diesem Werk. Ein Hut ist ja, wie aus meinem letzten Video ersichtlich, leider nicht dabei, obgleich ich diesen selbstverständlich und unverzüglich ebenso gezogen hätte.
    Als durchschnittlich begabter Ösi musste ich erstmal googeln, um mich in die Komplexität der Materie einzuarbeiten. Ehrlich gesagt, war mir die Marke „Westmalle“ nicht geläufig, und ich hätte sie, unbedarft wie ich nun mal bin, für ein Gesöff gehalten, das speziell für die Urlauber auf dem Westteil der Urlaubsinsel Mallorca, also im Arenal von El Arenal, genauer gesagt, am Ballermann, zusammengebraut wird. Dazu hätte auch gut das Männchen obendrauf gepasst, das ab dem 17. Bier, dafür aber unablässig …
    Etwas verstörend dagegen die Kaninchenschenkel, die, sofern sie noch ihre Fellklamotten tragen, eher zum Streicheln als zum Reinbeißen veranlassen. Womit wir bei den Kackbollen der afrikanischen Ziegen angelangt wären. Ein ganz heißes Thema. Bisher hatten diese Katzen quasi das Monopol darauf. Bitte fragen Sie mich nicht, woher diese Katzen kommen, aber Sie wissen schon, welche ich meine. Ich spreche von diesen Katzen, die ihre Kacke als besondere Kaffeebohnen ausgeben, und die dann von Gourmets zu exorbitanten Preisen erstanden werden … um beispielsweise Schwiegermütter und ähnlich beliebte Anverwandten mit exotischen Köstlichkeiten zu erfreuen. Hat die afrikanische Ziege nun oder hat sie nicht das Zeug dazu, die Vorherrschaft der Katzen in der Kaffeeproduktion zu brechen? Darüber berät zur Zeit das Katzenkartellamt in einer geheimen Klausurtagung und schließt, ersten Berichten zufolge, selbst eine feindliche Übernahme des Ziegenkonglomerats nicht völlig aus. Kommt womöglich den Ziegen ein Weißer Ritter in letzter Sekunde zu … Entschuldigen Sie mich, ich schweife mal wieder ab.
    „Trappen sind kleine bis sehr große, flugfähige Vögel. Der Rumpf ist kräftig, Hals und Beine sind lang, der Schwanz und der Schnabel recht kurz.“, schreibt Wikipedia. „Ausgequetscht und verflüssigt wird die Trappe in mittelgroßen Flaschen als ‚Trappist‘ zu Verkauf angeboten.“ Igitt!
    Beuys und andere Boys waren gestern. Hier wird ein neues Zeitalter der Kunst eingeläutet. Klingelingeling und Bravo! 🙂

    Herzliche Grüße
    Herr Ösi

    Start erbost ist sie, die Trappe,
    und sagt zum Ösi: Halt die Klappe!

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    1. Ach lieber Herr Ösi!

      Was haben Sie mich mit Ihren Worten wieder erfreut!
      Ich habe beim Schreiben auch gedacht, im Grunde könnte ich mir und der sogenannten Künstlerin wirklich sämtliche Worte ersparen, da Sie in Ihrem grandiosen Video die Kunst der Kunst nun wirklich nicht treffender hätten beschreiben können.
      Um ehrlich zu sein, kannte ich den Westmalle auch nicht. Überhaupt war mir dieses skurrile Bild völlig unbekannt (wen wunderts?), und musste natürlich umgehend durch eine erdachte Künstlerin umschrieben werden.
      Sie setzen diesem verarschungsmäßig sinnlos-sein-Interview mit Ihrer Analyse nun wirklich die Krone auf. Absolut perfekt.
      Zumal ich noch gar nicht auf die Idee gekommen bin, nach den einzelnen Worten zu googeln, da, ich gestehe, der Beitrag gut und gerne 15 Jahre alt ist. Und damals war das mit der Googelei ja alles noch nicht so. Und man hat noch mehr mit dem Hirn hirnen müssen (wenn vorhanden).
      Und was haben Sie mich gerade zum lachen gebracht mit dem Einwand der Kaffeebohnen für die Schwiegermütter und dem Vogel zum trinken! Bisher war mir nur der Käse in der Flasche bekannt … und seit kürzlich natürlich Ihr virtueller Käse!
      Unglaublich, lieber Herr Ösi, Sie haben in diesen Kommentar wieder so viele Geschichten gepackt, da kann man mal wieder locker 10 neue Beiträge daraus basteln. Einfach grandios.
      Es regnet, endlich! Und Sie schreiben erneut so wundervolle Sätze. Was für ein Traumtag!
      Und die dumme Trappe soll halten ihre Klappe.
      Ihnen, werter Herr Ösi, höre ich immer gerne zu. Besonders in akustischer Form. Absolut unübertroffen! Tausend Dank!

      Die herzlichsten Grüße von der Regenalm … und ich dumme Kuh habe aus dem Schlauchboot die Luft gelassen 🙂
      Mallybeau – Wie gut, dass ich noch nie Kaffee getrunken habe …
      PS: Und Sie sind wahrlich nicht durchschnittlich begabt, sondern überdurchnittlich unterschätzt!

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    1. Lieber Noemix!

      Ich vermute stark, dass die werte Künstlerin vor lauter Dichte die Atmosphäre oder die Atmosphäre vor lauter Dichte … oder wie ging das mit dem Wald vor lauter Bäumen …
      Und mit der Metapher der menschlichen Hybris sieht sich die selbsternannte Überfliegerin vermutlich hoffnungslos überfordert, wie mit ihrem ganzen Werk, weshalb sie einen Westmalle nach dem anderen hinter die Binde kippt und sich ihre Installation schön zu reden versucht.
      Ich fürchte, da kann sie noch lange trinken 🙂

      Herzliche Grüße
      so metaphermäßig
      Mallybeau – Die Kuh mit den Hasenkeulen

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    1. Liebe Anhora!

      Ha des isch schee, dass de was zom lacha hosch, nach derra vrrägnata Akunft ausm Urlaub. Sähet Deine Eelfläschle au so schee aus? Vielleicht mit Fischgräda vrziert? Des wär sichr au a schees Mitbringsl für Dei Nochbre gworda 🙂

      Liebs Grüßle ausm Kunschtmischt äh Kuhmischt
      Mallybeau

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      1. Du, die kroadische Oliveneelfläschle hond a ganz und gar langweiliges Etikedd drauf. Moinsch die Künschdlere könnt da was Bessres disaine? Weil, wenn mir unsern Eel-Stand in Pula hond, dann dädemer uns abheba von dr Kongurrenz. Die Turischde dädets uns aus dr Hand reißa, glaub mrs! 😉

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        1. Ha glar! Mir hänget an die Fläschle oifach no a baar Hasaschenggl dra und butzet se, bis se in dr Sommrsonn blitzet ond blinket, des macht ordentlich was her. Ond no hot mr zom Eel glei s Floisch, no kennt mr glei no n Nochdisch drzu vrkaufa. Ach schdemmt, do hemmr jo s Gsälz. Ha, Mensch, des wird subber 🙂

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            1. Des geht beschdimmt! I hab au no a baar Scheine im Schbarschdrümpfle. Den Reschd zahlemer mit unserm Eelverkauf ab. Des rechnemer vorher nochmal durch, damit nix schiefgeht mit dr Finanzierung. 🙂

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            2. Pueela wär au was. Woran erinnert mich des? Ahja, Puella. „Salve Pueallae – salvete Magister.“ (Guten Tag, Mädchen – guten Tag, Herr Lehrer). Latein, erschde Schdunde. Woran mr sich manchmal erinnert …Aber däd doch bassa zu uns zwoi fortgeschriddene Mädle. 😉

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            3. Considite – setzt euch! (Ohgottle, isch des lang her …) Ha noi, die Leut sollet bloß schdandableiba und was kaufe. Dann kennetse wieder ganga. 😉
              Aber den Eelbreis könnemer scho no a bissel reguliera! 🙂

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  7. Verehrte MM,
    mit zusammengekniffenen Augen sieht das herausgerissene Blatt, das ein Kunstwerk darstellen soll, eher aus wie das alte Tapetenmuster aus der Abstellkammer. Ich mochte das Muster eigentlich immer gern, es hatte so etwas schön Altmodisches und Heimeliges an sich…. bei geöffneten Augen finde ich mich allerdings in eine Zeit versetzt, mit der ich mich gar nicht auseinandersetzen möchte. Muß man einen Sinn in dem Werk erkennen? Ästhetisch ist es sowieso nicht, das wäre ja noch das Einzige, was mich beeindruckt hätte.
    Mein neuer Gesichtsausdruck (Augen!) ist bereits meiner Untermieterin und dem Nachbarn ( der mit dem Hund) aufgefallen…Ein Besuch beim Augenarzt wurde mir ans Herz gelegt.
    Ihre Kulturreisende aus einer anderen Zeit.

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    1. Werte Kulturreisende!

      Am Besten schließen die Augen ganz und genießen die Ruhe. Es lohnt sich in der Tat nicht, sich diesem „Kunstwerk“ näher zu widmen. Behalten Sie Ihr ästhetisches Empfinden bei, solch feingeistige Menschen sind rar gesät. Ich bin mir sicher, selbst Ihre Abstellkammer ist aufs Kunstvollste gestaltet 🙂

      Mit herzlichen Grüßen
      Mallybeau – Kuh von vorgestern

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  8. Hallo Mallybeau, ich glaube so ab und an, dass uns nicht nur diese Frau Unaussprechlich-Nichtmerkbar mit ihrer Kunst ein wenig vera….lbert, ich denke, das schaffen andere Künstler auch so ab und an.
    Mir ist heute nicht nach langem Schreiben und deine Unterarme will ich auch nicht durch lange Antworten strapazieren.
    Mit lieben Grüßen von Clara

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    1. Liebe Clara!

      Du hast wie immer völlig Recht, diese „Kunst“ muss man sich wirklich nicht antun, da sind Deine Kürbisschnitzereien eindeutig ansehnlicher 🙂
      Erhol Dich noch gut!

      Herzliche Grüße
      Mallybeau … oder wie man das ausspricht 🙂

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  9. Liebe Mallybeau Mauswohn,
    also, die Sach ist die:
    Installationen werden vom Installateur gemacht!
    Wenn da was elektrisch ist, dann eben vom Elektroinstallateur.
    Es gibt also nun scheinbar auch Installateure für Gas, Wasser und ……Kunst.
    Ok, aber lassen Sie sich doch von Frau Tetenwihl-Zesch sicherheitshalber mal den Gesellenbrief zeigen, ob sie überhaupt installieren darf. Und DANACH erst ist es überhaupt erst, regelrecht und praktisch, relevant, sich über eine Installationsbeschreibung zu unterhalten.
    Gruß Heinrich

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    1. Lieber Herr Heinrich!

      Da sieht man mal wieder, wie naiv ich an die Sache rangegangen bin. Aber hinterher ist man ja bekanntlich immer schlauer. Das nächste Mal werde ich ganz bestimmt zunächst Sie um Rat fragen. Hätte ich mir auch denken können, wo es doch um technische Fragen geht.
      Ich habe die Dame sofort angerufen und nach einem Installationsnachweis gefragt, und siehe da, die werte Künstlerin windet sich aus der Affäre und meint, sie hätte das nicht nötig. Echte Kunst kommt von Können und dafür bräuchte man keinen Gesellenbrief. Mir scheint, da bin ich einer Betrügerin aufgesessen. Auf diesen Schreck muss ich erstmal eine Flasche Westmalle trinken.
      Sie auch? Prost! 🙂

      Herzliche Grüße von der betrogenen Kuh
      Mallybeau

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      1. Liebe Mallybeau Mauswohn,
        mit Ihnen trinke ich alles – auch West- Ost- und Nordmalle.
        Da fehlt doch noch eine Richtung?!
        Egal, aber wichtig ist, dass Malle alkoholfrei ist. Ich musste mit dem 50. Lebensjahr, als ich beantragt hatte, 120 werden zu wollen, wie schon berichtet 10% Abzug wegen Übergewicht hinnehmen. Alkoholkonsum hätte noch einmal -15% bedeutet und Rauchen sogar -20%
        Somit wäre ich also jetzt schon tot, wenn ich die Vereinbarung nicht eingehalten hätte.
        So gesehen, gefällt es mir weitgehend ganz gut, dass ich noch nicht tot bin. Es hat auf jeden Fall Vorteile. Ok, die Nachteile sind auch nicht zu übersehen, aber sie sind letztendlich irgendwie immer handhabbar, wenn man will, und wer will schon nicht?!
        So, wo war ich stehen geblieben?
        Keine Ahnung?
        Vermutlich wie immer, in einer Wolke ungarer Gedanken….
        Gruß Heinrich

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        1. Lieber Herr Heinrich!

          Perfekt. Ich mache mich sogleich auf die Suche nach irgendeinem malleartigen Getränk. Auf jeden Fall alkoholfrei, da ich auch überhaupt keinen Alkohol trinke, noch nie getrunken habe und so solls auch bleiben. Man sieht eindeutig, welch ein Rechengenie Sie sind. Diese Prozente lassen mir ja schon wieder den Kopf schwirren. Wie gut, dass Sie das mit dem Lebensalter-Antrag gut durchkalkuliert haben, ich übernehme einfach Ihr Formular. Zu dem Malle schlage ich als kulinarischen Appetithappen eine gegarte Wolke vor. Das klingt toll! Der Tisch ist gedeckt. 🙂

          Herzliche Grüße aus dem Weinkeller

          Gefällt 1 Person

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