Neil und Neil am Nil

Die Vögel zwitschern. Hinter den Hügeln der Bloghüttenalm geht die Sonne auf. Tau bedeckt die Wiesen und aus ihrem Bau kriechen zwei Extremtrotter hervor, die Frechdachse Neil Yin und Neil Yang. Vor vielen Jahren nisteten sie sich hier häuslich ein und starten nun regelmäßig ihre Reisen in die ganze, halbe oder dreiviertel Welt.
Zahlreiche Länder haben sie bereits erkundet, unterirdische Gänge gegraben, sind oberirdisch frech und leichtfüßig durch die Gegend getrippelt und haben außerirdische Galaxien durchflogen. Man kann mit dem Recht einer Fuge behaupten, es handelt sich um wahre 2000-Sassas. So schlossen die Dachse bei ihrer Amerikatour mit dem Sänger Neil Young eine enge Freundschaft, die so weit reichte, dass sie ihre Vornamen (ehemals For und Ever) in Neil abänderten und fortan stets mit einem seiner Liedchen auf den Schnauzen fröhlich durch die Lande zogen. An ihren Nachnamen ist deutlich der chinesisch philosophische Einfluss erkennbar, der ihnen von ihren Eltern, einem mächtigen Buddhachs und einer Shiji-Quian-Dong-Han-Zun-Zu-Ya-Dromedachsdame in die Dachswiege gelegt wurde.
Nach einer zweitätigen Verschnaufpause auf der Alm, geht es nun wieder neuen Abenteuern entgegen. Die Frechdachse brechen auf gen Ägypten. Ja gybts das denn! In Kairo wollen sie ihren fetten Vetter dritten Grades (nord-nord-ost) besuchen, der mit ihnen die Einzelheiten seiner neuen Dachsteppichkollektion besprechen möchte. So machen sich Neil und Neil Richtung Nil auf, in freudiger Erwartung ihren Vetter Kay Roh nach über einer Woche endlich wieder zu sehen. Man gräbt sich unter Nebenflüssen hindurch, durchschaufelt Höhenunterschiede von über 10.000 Metern und trillert stets vergnügt ein Liedchen des musikalischen Freundes aus Amerika. Und die Frechdachse wären natürlich keine Frechdachse, wenn sie nicht auch frech wären. So gaben sie den im Urlaub verweilenden Managern am Nilstrand die falschen DAX-Kurse durch und verursachten so manche Pleite, worüber sich die Geier besonders freuten und gierig über dem vegetierenden Bankerrudel kreisten.
Die Zeit verging wie im Fluge und flugs war Kairo erreicht. Dort erwartete sie bereits ihr Vetter Kay Roh, seines Zeichens Kaiserrochen, mit einer Luxusrikscha, in der sie ins Stadtzentrum kutschiert wurden. Nach einem reichhaltigen Mahl, bestehend aus Dachsbrot und Dachsdatteln, trotteten die drei Freunde in die Geschäftszentrale Kays, einem kleinen Hinterzimmer eines großen Hinterhauses in einem schmalen Hinterhof. Nun präsentierte Kay Roh stolz seine selbst entworfene Dachsteppichkollektion, die nicht nur neuen Schwung in die verstaubten und versandeten Wohnzimmer der Beduinen, Scheiche und Kaufhäuser bringen, sondern auch frischen Glanz auf den Straßen hinterlassen sollte. Und um den Verkauf richtig voranzutreiben, bedurfte es selbstverständlich einer ausgeklügelten Marketingstrategie. Die frechen Philosophendachse wussten sogleich Rat und schlugen ihren Freund Neil Young als berühmte Werbeikone für ihre Teppichkollektion vor. Schnell kommunizierten sie über das Dachsophon nach Amerika und erhielten umgehend eine positive Zusage. Der Deal mit Neil war perfekt. Niemals zögernd, machten sich Neil und Neil sogleich daran, die Werbeplakate zu drucken und die Merchandising-Kampagne in die Dachsgänge zu bringen.

Dachsposter

Ein Werbevideo für die Dachsteppichkollektion war ebenfalls vorgesehen, für welches Neil Young ein Lied komponieren und intonieren sollte. Doch von heute auf morgen versagten ihm Stimme und Talent und erneut war das Improvisationstalent von Yin und Yang gefragt. Sie ließen ihre Beziehungen spielen und konnten kurzerhand ihre Freunde, die Beatles für ihr Vorhaben gewinnen. Der Song „Dachsman“ war schnell kreiert und in den Werbeclip integriert. Auch profitierten die Fab Four von der Dachsteppichkollektion, die sie für ihr Album „Abbey Road“ orderten, und so entstand erneut ein zeitloser Musikklassiker mit unvergesslichem Coverfoto.

Hier sehen Sie den Werbeclip der neuen Dachsteppichkollektion:

(Anmerkung: Möglicherweise lässt sich das Video im WordPress-Reader nicht abspielen. Versuchen sie es dann bitte direkt auf der Alm oder hier : Dachsman )

Ab morgen gibt es überall die neue Dachsteppichkollektion „Old Nil“ aus dem Hause Yin und Yang zu kaufen. Das noch nie dagewesene grau-weiß gestreifte Design, in allen Größen erhältlich, dürfte bahnbrechend vor und in jedem Haus für neue Sichtweisen sorgen. Die Frechdachse haben es mal wieder geschafft. 🙂

 

 

©mauswohn
Advertisements

146 Gedanken zu “Neil und Neil am Nil

    1. Liebe Any!

      Herzlichen Glückwunsch! Sie sind die erste Teppichbestellerin und erhalten selbstverständlich ein weiß-grau gestreiftes Exemplar. Als Zugabe gibt es ein eingewebtes Originalautogramm von Neil und Neil. Wir rollen die Bestellung per Express direkt vor Ihre Haustüre und lassen sie mit musikalischer Untermalung des Dachsman-Hits wunschgemäß bei Ihnen verlegen. Wir hoffen, das Textil bereitet viel Freude im Eigenheim! 🙂

      Herzliche Grüße von der Abbey Road
      Mallybeau Neil M.

      Gefällt 1 Person

    1. Liebe Anhora!

      Des isch abr a netts Komblimend, dank dr schee! Allerdengs will i d Bietls beschdimmd et iebrtreffa, weil wie de scho gsagt hosch, goht des jo eh et ond des isch ja mei Lieblingsbänd ond die derf mr schließlich et vom Sogll schdoßa. Abr s freit mi nadierlich, dass die mein Debbich gnomma hent für ihr Album, se hent halt doch au Gschmagg! 🙂

      I wünsch dr no an scheena Obnd
      Grüßle vom Nil
      Mallybeau Mcmauswohn

      Gefällt 2 Personen

      1. I glaub halt, dr Paule woiß oifach was guat isch. Drum hot er mit seine Kerle so a tolle Musik gmacht, und drum hot er g’wisst, dass dein Debbich so stailisch isch, dass er auf dene ihr Album basst. 😉
        Dir au no an scheena Obnd,
        Grüßle vom See des Bodens.
        🙂

        Gefällt 1 Person

      2. Bis ich das „vom Sockel stoßen“ verinnerlicht hatte, vergingen Sekunden.
        Mist, ich habe mir gerade vor einiger Zeit im Schlafzimmer einen Teppich gelegt. Ob ich mir etwa wegen meiner hellhörigen Unterleute einen ins Wohnzimmer legen sollte??? Immer nur dann, wenn ich gerade darüber trampeln will – sonst nehme ich ihn weg, damit das Parkett zu sehen ist.
        Also bitte einen mit gaaaaaaaaaaaaaaaaaaanz viel Trampeldämmung und leicht, alte Weiber können nicht mehr so schwer schleppen und vor allem mit dem Bücken wird es auch nicht besser!
        Schon wieder gut’s Nächtle!

        Gefällt 1 Person

        1. Sehr wohl, die Dame. Die Trampeldämmung ist notiert. Selbstredend wird der Teppich passgenau von unseren fleißigen Almhelfern in Deine Wohnung gelegt, im Bloghüttenservice ist schließlich alles All-inklusive. Den Nachbarn könnte ich ebenfalls einen Dachsteppich anbieten, nicht dass noch Neid aufkommt … 🙂

          Gefällt 1 Person

        1. Das Übersetzungsprogramm hätte ich vor mehr als 20 Jahren auf einer Fahrradtour gebraucht. Ein junger Schwob erzählt eine lange Witzgeschichte – alle lauschen, alle lachen – nur eine nicht. Clara fragt am Ende: „Kannst du mir das bitte noch mal in Deutsch erzählen?“ Und ich schwöre, damals waren de Öhrle und das Hirnle noch i Ordnung.
          Wir beide sind sehr gute Freunde geworden, wirklich. Er hat mich bei jedem Berg irgendwie geschoben oder gezogen.
          So ist das mit meinen Dialektverständniskünsten 🙂

          Gefällt 1 Person

          1. Das ist nun wahrlich kein Beinbruch, dass Du da nicht viel verstanden hast, liebe Clara. Schließlich ist schwäbisch wirklich nicht leicht zu verstehen. Hier hat der Dialekt in vielen Orten eine andere Färbung, manchmal so verschroben, dass auch ich nicht alles verstehe. 🙂

            Gefällt mir

            1. Danke, dass mit dem Beinbruch war schon ein Jahr früher – da habe ich mir, wieder bei einer Fahrradtour, auf einem Trampolin rechts einen Zeh gebrochen. links einen verstaucht und das Genick war auch nahe am Knacken – aber (für drei Jahre) den Mann fürs Leben kennengelernt. Also ich kann alles – wenn es sein muss 🙂
              Aber jetzt sollte ich schleunigst zum Akustiker aufbrechen, mein rechter Hördremmel ist aus der Reparatur zurück.

              Gefällt 1 Person

            2. Aber in schlechterer Hinsicht – ich hatte natürlich ein Ersatzohr bekommen – und das war in der Phonakrangfolge eine Stufe höher – ich behaupte mal, das habe ich sogar gemerkt. Aber Frau kann eben nicht alles haben: Wenn sie laufen kann, muss sie ja nicht auch noch gut hören können bösgrins

              Gefällt 1 Person

      1. Liebe Clara, bei Hardcore-Plattdeutsch, -Hessisch oder -Wasauchimmer hätte ich genau dasselbe Problem, deshalb überleg ich grad, ob ich künftig eine Übersetzung einfüge, wusste nicht dass man so gar nix versteht. Dann wissen also nur Insider, was für goddesgladde (sehr komische) Formulierungen die Mauswohn mitunter raus haut, da lach ich mich einfach schäpps (kaputt)!
        Liebe Grüßle!

        Gefällt 1 Person

        1. Hallo, liebe Anhora, wie glücklich bin ich, dass ihr Schwaben auch hochdeutsch schreiben könnt , grins.
          Den groben Inhalt verstehe ich schon, ich will mich ja nicht dümmer machen als ich bin. Aber einiges ist schon gewöhnungsbedürftig, „schäpps“ hätte ich mit „scheckig lachen“ übersetzt und das andere wäre mir mich „gottbegnadet“ oder so.
          Grüßle zurück!

          Gefällt 2 Personen

            1. Nein, nicht bessern. Heute war eine Frau von einem Institut hier, die über Jahre die gleiche Studie machen und ich bin seit Jahren Teilnehmerin. – Da kann ich das nächste Mal wenigstens sagen, dass ich nebenbei eine Fremdsprache lerne. Ich hoffe, sie fragt nicht genau.
              Und danke für die sehr gute Benotung, die ist aber ein wenig schöngefärbt.

              Gefällt 2 Personen

            2. Vielleicht werde ich dann doch noch für Dich ein Telekuhlleg „Schwäbisch“ anbieten, damit Du auch was vorzuzeigen bzw. zu reden hast und so richtig mit schwäbischen Vokabeln angeben kannst! 🙂

              Gefällt mir

            3. Die, die heute hier war, machte so einen dämlichen Eindruck – die könnte ich damit sicher nicht beeindrucken. – Ich frage mich, warum ich wirklich schon so viele Jahre bei dieser Studie mitwirke.
              Heute war es richtig, richtig schwer. 30 Minuten Texte lesen und dazu Fragen beantworten und dann 30 Minuten mathematische Aufgaben – in der dreifachen Zeit hätte ich die sicher alle durch Raten und Probieren gelöst 🙂 – ich habe alle meine mathematische Begabung an meine Tochter vererbt und die hat was draus gemacht grins

              Gefällt 1 Person

            4. Nein, Teppich noch nicht verlegt, aber die Hörempfindlichen sind nicht da, die Sonnenmarkise ist nämlich nicht ausgerollt, da kann ich trampeln – macht aber nicht so viel Spaß bösegrins

              Gefällt 1 Person

            5. Na, da lassen sich die Frechdachse aber mal wieder viel Zeit. Ich werde sie bei Wiederankunft auf der Alm dafür rügen, dass Sie Dich so lange haben warten lassen. Eine Dachsmarkise könnte ich auch ins Sortiment nehmen … 🙂

              Gefällt mir

            6. Ach was, du hast dir bei der Übersetzung Mühe gegeben, das zählt. Und man kann deine Interpretation auch wirklich stehen lassen, es käme nicht zu Missverständnissen.
              Ich weiß nicht an welcher Studie du teilnimmst, aber eine Bereicherung sind Dialekte allemal! 🙂

              Gefällt 1 Person

            7. Ui, dann werde ich mir für Deine Besuche wohl eine Kaffeemaschine anschaffen müssen, da ich sonst nur Wasser und Tee trinke. Aber was tut man nicht alles für seine liebsten Bloghüttenbesucher, schließlich soll sich hier jeder wie zu hause fühlen! 🙂

              Gefällt 1 Person

            8. Ich lebe seit 1970 in Berlin und kann auch keinen Berliner Dialekt. Ich bin offensichtlich dialekt-doof.
              Ich bin nur zufällig im Bundesland Sachsen aufgewachsen, aber Görlitz war eigentlich Niederschlesien.

              Gefällt 2 Personen

            9. g Wusste gar nicht, dass man irgendwo zufällig aufwachsen kann! Wobei … wenn ich mirs genau überlege – sind wir nicht alle ein bisschen zufällig irgendwo aufgewachsen? 😉
              Jedenfalls hört man in Berlin sicher keinen waschechten sächsischen Dialekt, aber die Berliner Schnauze ist auch lustig. Also, im Fernsehen. Vor Ort find ich die kommunikativen Gepflogenheiten gelegentlich etwas grenzwertig. 😉

              Gefällt 1 Person

            10. Hosch recht, Berlinerisch isch mir persönlich vor allem z’laut. Da sind mir scho a bissel dezender. 🙂
              So, jetzt gang i ins Bett, morge früh isch d’Nacht rum.
              En scheene Obend no! 🙂

              Gefällt 1 Person

            11. I verzehls dr dann. Vor 2 Johr in Griecheland warets haubtsächlich Englender. Aber … komische Englender. Mit ganz viele Tatuhs und so. Hosch was zum Gucka ghett.
              Mein Englender hot sich mit dene net afreinde welle. I fands luschdig. 🙂

              Gefällt 1 Person

            12. Mit dem zufällig meine ich nur die Grenzziehung nach dem Krieg, denn wie gesagt, Görlitz gehört zu Schlesien und nicht zu Sachsen.
              Geboren bin ich zufällig in Bayern, das ist kein Verschreiber. Görlitz wurde 1944 evakuiert und alle kamen nach Bayern.
              Das Berliner Verhalten ist oft anstrengend.
              Ich habe gerade eine Mail geschickt.

              Gefällt 2 Personen

            13. Danke für das Angebot. Tassen kann man wirklich nie genug haben. Hier fehlen schon einige. Den Schrank hab ich zum Glück noch. Bring bei Deinem nächsten Besuch am besten alle mit! Was ist denn „guter“?

              Gefällt mir

          1. Ok, liebe Meermond. Dann lassemers. 😉 Inhaltlich ist ja nichts Bedeutendes zu vermelden, nur die Verpackung ist halt ein bisschen schräg. Wer es genauer wissen will und nix versteht, kriegt aber gerne eine Übersetzung. 🙂

            Gefällt 2 Personen

            1. Lieber Meermond!
              Wie schön, dass Sie sich so am Schwäbischen erfreuen. Ich würde mich auch mit Ihnen auf bayrisch unterhalten, leider kann ich das weder sprechen noch schreiben. Nur ein bissle Pumuckl-bayrisch ist mir geläufig …
              Bayrisch-schwäbische Grüßle in den Norden, wo es hoffentlich etwas kühler ist als hier 🙂

              Gefällt 1 Person

            2. Auf jeda Fall wars an scheene Dag geschdern. Mir hont glei a bissel g’feiert und sind mit a baar Leit drauße g’hockt, Bierle drunka. Mol muss mr d’5 au grad sei lassa, hommers uns halt was koschda lassa. 😉

              Gefällt 1 Person

  1. Hallo, schläfst du schon??? Ich will dich ja nicht stören, „Kühe“ brauchen ihren Schlaf, sonst werden sie zickig, ach nein, kuhig. Aber ich wollte dir nur noch schnell mitteilen, dass ich in meinem tollen Reader von Mozi natürlich dein tolles Video sehen und auch hören konnte. Die Beatles mit Kuhblöken im Hintergrund – eine Sensation. Und dann immer wieder so ein kleines Tier, das Dachs gerufen wird. Wirklich toll.
    Aber mal eine andere Frage: Wird jetzt hier überwiegend ausländisch gesprochen – da brauche ich ja übermäßig viel Gehirnschmalz, um das zu verständlicher Sprache zu verarbeiten. Da muss ja die eingebaute Rechtschreibprüfung im Karree springen 🙂
    Mit diesem tollen Sound im Ohr gehe ich jetzt ins Bett – gut’s Nächtle (das sind meine beiden einzigen Vokabeln, die ich in ausländisch kann.
    Grunzende Grüße, oder besser schnarchende von Clara

    Gefällt 2 Personen

    1. Liebe Clara!

      Die Kuh ist mittlerweile wieder wach und freut sich, dass Du das Video sehen und hören konntest. Ich habe mich auch sehr darüber gefreut, dass die Beatles so nett waren und den Dachsteppich für ihr Abbey-Road-Album geordert haben, wer hätte gedacht, was das für Auswirkungen hat! Hier auf der Alm werden alle möglichen Sprachen gesprochen und immer neue erfunden, sicherlich gibt es auch bald die lila Clarasprache (LiClaspra). Deine zwei ausländischen Vokabeln sind perfekt vorgetragen, das Pendant hierzu liefere ich Dir mit einem herzlichen Gruß zurück: Guda Morga! 🙂

      Mallybeau aus Malibu am Nil

      Gefällt mir

  2. Werte Frau Mallybeau,

    zuerst mal Gratulation zu diesem wieder rundum hervorragenden gelungenen Video.
    Ich nehme sofort und ohne zu überlegen und noch weniger zu zögern 10 von diesen neuen, frechen Dachsteppichen. Schwarz-Weiß passt ja in der Regel immer. Und wenn nicht, dann streiche ich halt meine Möbel neu, in ein kräftiges Dachsfarbendachsig.
    Den Dachsgeruch aus den Teppichen, bitte ich Sie, natürlich nur wenn’s geht, vor der Lieferung nach Möglichkeit zu entfernen, da meine Frau Saftschubse, beim vorangegangenen gemeinsamen Dachsvideoschauen, sich sogleich zu Boden geworfen und, so wie ich die Situation einschätze, sich sinnlos und unter Abgabe der merkwürdigsten Töne und Geräusche herum gewälzt hat. Lag es an den Dachsen, am Teppich oder gar an den Beatles?, ich kann es Ihnen nicht sagen, der Arzt untersucht noch …
    Etwas neidisch habe ich dann auf die jungen Herrn Beatles geschaut, wie stolz und forsch die die Straße überqueren, während ich, zögerlich wie ich bin, angesichts der vielen Automobile … ja, wenn Sie nun das denken, was ich bei der Beatlesstraßenüberquerung gedacht habe, dann denken wir genau ein und das selbe. Bitte erhöhen Sie umgehend meine Bestellung auf 20 Dachsteppiche. So habe ich die Möglichkeit, beim Verlassen des Hauses ein paar Teppiche mit mir zu führen und habe jederzeit meinen eigenen Zebrastreifen dabei. Ich seh schon die Automobilisten in die Eisen steigen, wenn ich meinen Zebrastreifen vor ihren heran brausenden Kühlerhauben ausrolle.

    Mit den allerbesten Grüßen an Sie und an Malibu 🙂

    Ihr
    Herr Ösi
    (Bitte packen Sie mir auch einen Beatles ein, also, falls Sie noch einen auf Lager haben)

    Gefällt 4 Personen

    1. Lieber Herr Ösi!

      Ich sende Ihnen nicht 5, nicht 10, nicht 100 Dachsteppiche zu. Nein, Sie erhalten ein Sonder-Dachsteppich-Abo, das sich wie folgt gestaltet:
      Zunächst wird ganz nach Ihren Wünschen die textile Faser in Ihrer Wohnung verlegt (Sie haben ja so Recht, schwarz-weiß passt wirklich überall rein!). Und leider ist das mit dem Geruch so eine Sache, der ist nur mit äußerst kompliziert handwerklichem Geschick in den Griff zu kriegen. Kurzerhand werden wir also eine Dachsteppichgeruchseliminierungsschubse mitsenden, die für das Wohl der Frau Saftschubse und selbstverständlich für das Ihrige sorgen wird, indem sie die ungewöhnlichen Düfte alle 10 Minuten mit einem Neil-Young-Spezialwürgegriff aus dem Teppich wringt.
      Ein weiterer Abo-Clou ist der, dass sich beim Verlassen des Hauses und einer sich bedrohlich nähernden Straße ganz automatisch ein Dachsteppich vor Ihnen ausrollt (sozusagen der rote Teppich, nur eben schwarz-weiß gestreift, oder weiß-schwarz, ganz wie Sie mögen) und Sie ungehindert in aller Ruhe, mit einer kleinen Imbisspause auf der Kreuzung, die Straße überqueren können, ohne dass Ihnen etwas passiert. Dieses Patent wurde vom Dachsamt am Nil auf seine absolute Sicherheit überprüft und hat mit der Dachsnote 1 Plus in allen Belangen bravourös abgeschnitten. Und hinter Ihnen rollt sich anschließend der Dachsteppich wieder ganz von alleine zusammen und schwebt unsichtbar in Ihrer Nähe, Dachsschutz wo Sie gehen und stehen.
      Und natürlich haben wir auch noch einige Beatles auf Vorrat. Es sind genau vier übrig, Sie können wählen zwischen dem etwas revoltierenden John, dem harmonischen Paul, dem ruhigen George und dem meist etwas lauten (weil nie ohne Schlagzeug unterwegs) Ringo. Im Grunde könnte ich auch alle Vier bei Ihnen vorbeischicken, dann haben Sie Ihre eigene Hauskapelle. Obwohl, nicht dass Ihre Frau Saftschubse da wieder etwas korrigieren möchte mit der Kettensäge … 🙂
      Die Lieferung rollt mit den herzlichsten Grüßen bereits zu Ihnen.

      Mallybeau – Dachskuh aus Malibu
      PS: Und vielen Dank für die schönen Schubsengespräche gestern Abend! 🙂

      Gefällt 2 Personen

      1. Es läutet, ich öffne und da kommen sie schon hereinspaziert. Sind am schnaufen, vom schweren Schleppen. Ein Dachsflugteppich, denke ich, das wär’s. Den erfinden wir auch noch. 🙂 Einerseits könnte bei diesem die Zebrastreifenfunktion entfallen, weil eh klar, andererseits hätten die Herrn Beatles – Mensch, sind die alt geworden – weniger zu tragen gehabt, egal, jetzt sind sie da, jetzt wird erst mal gelabt. Der Frau Silvia habe ich heute sicherheitshalber frei gegeben …

        Morgendliche Grüße
        Herr Ösi
        (Das Entzücken an den schönen Schubsengesprächen von letztens ist ganz meinerseits … 🙂 )

        Gefällt 1 Person

        1. Wunderbar, lieber Herr Ösi!
          Wie erfreulich, dass die gealterten Pilzköpfe bei Ihnen samt Dachsteppich (demnächst fliegend, ist bereits in Arbeit) eingetroffen sind. Ich hoffe, die Musikanten machen nicht zu viel Radau, wenn Sie Ärger mit der Nachbarschaft bekommen würden, täte mir das sehr Leid. Aber Sie können die Herren dann auch wieder umtauschen gegen Neil Young, der ja nun bekanntlich Talent und Stimme verloren hat! 🙂
          Ebenfalls einen herzlichen Morgengruß von der Alm, auf der es seit über 2 Wochen nicht geregnet hat … schwitz … tropf …
          Mallybeau Dörrpflaume

          Gefällt 1 Person

  3. Geehrte Frau Mauswohn,
    ein echter MM, hat das Zeug zum Klassiker! Text, Film und Musik gelungen!
    In Zukunft werde ich beschwingt über die Zebrastreifen wandeln in Erinnerung an Dachse aller Art, deren Intelligenz bisher noch nicht genügend gewürdigt wurde, man bedenke ihre schnelle Auffassungsgabe, ihre Wandlungsfähigkeit und ihre weltumspannenden Interaktionen, sichtbar werdend in einem Teppich, der überall zu Hause ist!
    Grüsse.

    Gefällt 1 Person

    1. Werte Kulturreisende!

      Sie haben es bereits vorausgeahnt. Vor einer Stunde rief die Dachs-Redaktion der Bibliothek aller Länder und Welten an, um den Dachsteppich als Klassiker in ihr Sortiment aufzunehmen. In der Tat sind die intelligenten Tiere bisher völlig unterschätzt worden, so wissen beispielsweise die Wenigsten, dass sämtliche Goetheinstitute und Forschungsanstalten auf der ganzen Welt von führenden Dachsprofessoren geleitet werden. Auch werden die Brote in den Bäckereien von eifrigen Dachsen Nacht für Nacht von Hand geformt und … im Grunde haben die Dachse alle Fäden in der Hand und lassen die Menschen an der langen Leine das Chaos anrichten! 🙂

      Herzliche Dachsgrüße und stets beschwingte Straßenüberquerung wünscht
      Mallybeau Dachswohn

      Gefällt mir

      1. She loves you, yeah, yeah yeah!
        „Dachsteppiche haben mir gerade noch gefehlt!“, ging mir bereits beim Erstlesen Ihres Beitrags durch den Kopf, „Woher die Almenfrau das bloß immer weiß? Aber was ist eigentlich mit den Schweizern, hat es da auch Dachse?“
        Herzliche Grüße

        Gefällt 1 Person

  4. An der Menge der Kommentare abzulesen scheint das Sommerloch nun endlich mit einem hübschen schwarzweissgestreiften Teppich bedeckt zu sein…Allerdings – wurde dieser sympathische und windschnittige Pelzträger eigentlich gefragt, ob er sein Mäntelchen zur Verfügung stellen will (freiwillig!) oder handelt es sich etwa gar um ein Imitat (sprich: Nylon? oder?).

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Frau Waldmann-Brun!

      Das Sommerloch ist nun schon wieder so prall gefüllt, dass sich bereits die Hitze staut. Ich hoffe auf abkühlenden Regen …
      Und natürlich haben Sie gleich richtig erkannt, wir würden selbstverständlich nie einem original Dachstier das Fell über die Ohren ziehen, um damit die Straße zu pflastern. Aber Nylon? Nein das ist zu billig. Die Dachse haben lediglich geschickt ihre Idee vermarktet und ganz simpel weiße Streifen mit breiten Borstenpinseln aus dem Baumarkt auf extradünnen Asphalt gepinselt. Und da die Dachse schwäbische Käpseledachse sind, war der Erfolg vorprogrammiert! 🙂

      Herzliche Grüße aus dem Teppichlager
      Mallybeau M.

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s