Wahlkampf Wein

So wie auf politischer Ebene regelmäßig Wahlen erfolgen, steht auch hier auf der Alm demnächst eine wichtige Entscheidung an. Es geht um die Nutzung des südöstlichen Weinanbaugebietes am Kuhhang nord-nordwest. Der langjährige Pächter Emil Schwieberdinger, der dort über viele Jahrzehnte eine blumige Almlese anbaute, verstarb vor geraumer Zeit und hinterlässt nun ein weites Areal, welches einen neuen Besitzer sucht.
Fundierte Vorschläge zur Nutzung des steilen Weinhanges sind gefragt. Und sogleich meldeten sich zwei Kanditaten zu Wort und unterbreiteten ihre Vorstellungen.
Zum einen ist dies der Gastwirt und Hobbymarionettenbauer Karl-Georg Zollinger.
Sein Konzept sieht eine Erweiterung des Weinanbaugebietes vor, die gekonnt durch ein Erlebniscamp für weininteressierte Touristen vollzogen werden soll. Die Gäste mieten sich in seinem Gasthof ein, erhalten kostenlose Verpflegung und müssen/dürfen dafür Weinreben beschneiden, Trauben ernten, keltern, etc.
Kurz, ein Erlebnispark, dessen Ertrag Herr Zollinger weit über die Landesgrenzen hinaus vermarkten möchte.
Diesem Entwurf tritt die lokale Weinkönigin und Treppenstufenbauerin Susie Lamprecht vehement entgegen.
Sie sieht das große Areal als brilliante Möglichkeit, einen Laufsteg-XXL in Treppenstufenformat für Weinköniginnen aus dem In-und Ausland zu errichten und es so als Trainingsgelände, Showbühne und Körperertüchtigungsanlage zu nutzen.

Der Wahlkampf der beiden erbitterten Kontrahenten ist nun schon seit Wochen im Gange. Vorhersagen über den Ausgang der Wahl sind kaum zu machen. Jeden Tag zieht einer der Aspiranten ein neues Ass aus dem Ärmel und die Almbewohner sind mit ständig wechselnden Wahlversprechen mittlerweile restlos überfordert.

Für welchen der Kandidaten würden Sie sich entscheiden? Oder hätten Sie gar einen weiteren Vorschlag zur Nutzung des brach liegenden Areals?
Wir sind für jede Hilfe dankbar und machen ein Kreuz, wenn wir endlich unser Kreuzchen gemacht haben.
PS.: Auf der Alm besteht Weinzwang äh Wahlzwang … und wer weiß, vielleicht taucht ja noch überraschend ein geheimnisvoller Kandidat hinter den Bergen auf, um die harmonische Dorfgemeinde mit seinen Plänen durcheinanderzuwirbeln 🙂

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Nur noch zwei Tage bis zur Wahl. Gastwirt Karl-Georg Zollinger und Weinkönigin Susie Lamprecht bei einem Pressetermin am südöstlichen Weinanbaugebiet. Die Stimmung ist gereizt …

 

 

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Hacking with Sam

Haben Sie Ihre Passwörter gut verschlüsselt? Sind Ihre elektronischen Daten ausreichend vor Hackerangriffen gesichert? Kein einfaches Unterfangen, nehmen doch die Zahlen der Hacker und deren ausgefeilte Tricks immer mehr zu.
Deshalb notieren wir hier auf der Alm unsere wichtigsten Kennwörter und Geheimziffern auf einer wasserdichten Papyrusrolle und verstecken sie neben … aber halt, das wird natürlich nicht verraten.
Doch selbstredend kommen auch wir nicht gänzlich ohne Internet aus und haben einige IT-Spezialisten in unseren Reihen, die für die Wartung unserer Bloghütte zuständig sind.
Und mit der Zeit hat sich einer von ihnen zu einem regelrechten Hacker, einem Tüftler, oder wie man im Schwäbischen zu sagen pflegt, einem Käpsele entwickelt und bastelt unermüdlich an skurrilen Neuerungen.
Sam heißt unser etwas eigenwilliger aber liebenswerter Erfinder, der es uns gestattet hat, einen Blick über seine Schultern zu werfen und ihm bei der Hackerarbeit zuzusehen.
Dies ließen wir uns natürlich nicht entgehen und zeigen Ihnen nun einen kleinen Ausschnitt aus dem Alltag unseres eifrigen Bastlers. Aber pssst, verraten Sie nicht seine Tricks!

Viel Vergnügen!

 

Und sollten Sie Probleme mit einem Ihrer technischen Geräte haben, wenden Sie sich vertrauensvoll an Sam. Der hackt jedes Ding! 🙂

 

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Eine Flasche Leopardinger

Nachdem wir Ihnen vor einiger Zeit den Ablauf des Lehnduells näher gebracht und vom kläglichen Scheitern einer Kuh im Kampf gegen einen Drachen berichtet haben, stöberte unsere Redaktion ein wenig in den Geschichtsbüchern und entdeckte hierbei eine der außergwöhnlichsten Begegnungen in der Lehnduellhistorie.
Marisa Mauthe (1877-1907) aus Sigmaringen gilt als die wagemutigste Lehnfrau ihrer Zeit.
Aufgewachsen in ärmlichen Verhältnissen, machte sie sich bereits in ihrer Kindheit als Bolerotänzerin einen Namen und heiratete im Alter von 18 Jahren den Weingärtner Eberhard Härtel aus Hamburg. Doch das Eheglück währte nicht lange, da sich der Weinanbau im Norden als recht schwierig erwies und Herr Härtel Konkurs anmelden musste. Gramgebeugt ertränkte sich der alte Mann im Meer. Nun stand die junge Marisa mittellos am Strand und suchte nach einer neuen Erwerbsquelle.
Da ließ der kühle Nordwind eine Tageszeitung vor ihre Füße flattern, in der sie von den Lehnduellen las. Begeistert ob dieser Idee, bewarb sie sich sogleich beim Komittee für AWC (Ausstrahlung, Witz und Charme) und wurde der Lehnduellanfängergruppe zugelost. Doch mühelos rang die resolute Frau Mauthe innerhalb kürzester Zeit einen Kontrahenten nach dem anderen nieder. Kein Gegner war ihr zu schwer.
Und stets auf der Suche nach einer neuen Herausforderung wagte sich die werte Marisa in den Käfig eines Leoparden. Das war ihre Kragenweite. Hier hatte sie eine Aufgabe gefunden. Gekonnt setzte sie mit Hilfe zahlreicher Werbeagenturen ihr Lehnduell mit Leopard Erna in Szene. So posierten die Zwei an einem edel gedeckten Tische in einem 5-Sterne-Restaurant in Stockach am Bodensee. Marisa Mauthe trank werbewirksam eine Flasche „Leopardinger“ aus dem aktuellen Sortiment ihres neu eröffneten Flachlandweingutes, während sie Erna mit scharfem Blicke in die blutrünstigen Augen sah.
Diese Bilder gingen um die Welt. Die Presse überschlug sich mit Sensationsmeldungen. Marisa und Erna lehnten auf diese Weise mehrere Jahre. Frisur und Fell wurden stets dem momentanen Modegeschmack angepasst, so dass die Geschichten über dies ungleiche Paar niemals endeten.
Doch genau am 30sten Geburtstag der Lehnikone Mauthe verspürte die sonst so zurückhaltende Erna ein gewisses Hungergefühl und biss der völlig perplexen Marisa die Kehle durch. Diese Geburstagsüberraschung war gelungen. Die Schnauze voll von der jahrelangen Stillsitzerei, sprang der Leopard behende durch ein Fenster, landete hier jedoch unglücklich im Bodensee und ertrank. Die Legende erzählt, dass einheimische Fischer manchmal des nachts den Geist der wilden Erna über das Wasser fliegen sehen. An diesen Tagen soll die Fangquote besonders gut sein. Und von der unvergessenen Frau Mauthe bleibt ein gut gelagertes Fläschchen „Leopardinger“ zurück, das bei Sotheby`s vergangenen Monat für sage und schreibe 11,7 Milliarden Dollar versteigert wurde. Der Käufer wurde nicht genannt.
Vielleicht wissen Sie ja Näheres?!? 🙂

Bolerotänzerin und Leopard
Historisches Lehnduell im 5-Sterne-Restaurant „Guillotine“.
Rotwein
Verkauft für günstige 11,7 Milliarden Dollar.

 

 

 

 

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Seeigel – Weltse(e)nsation inklusive Outtake

Erinnern Sie sich noch an die sensationelle Weltsensation, als Macksi Maulwurf, ein Seeigel, eine Banane und fünf Lakritzschnecken auf einem Löffel balanciert wurden? Mit Sicherheit. Solch eine Darbietung vergisst man nicht. Und die Bilder gingen um die Welt.
Und dieser unglaubliche Erfolg hat nun viele unserer Almbewohner dazu veranlasst, heimlich oder ganz offensichtlich an einer weiteren Weltsensation zu feilen. Hierbei fiel vor allem unser Seeigel Serge durch stark ausgeprägten Ehrgeiz auf. Tag und Nacht trainierte er hinter verschlossenen Türen und hat nun angeblich tatsächlich die nächste Weltsensation zustande gebracht. Und was er uns angekündigt hat, können wir selbst kaum glauben. Wir sind genau so gespannt wie Sie, wenn wir jetzt gleich Seeigel Serge dabei zusehen dürfen, wie er drei Minuten und eine Sekunde auf einem Balkongeländer in schwindelnder Höhe verharrt und hierbei einen Löffel balanciert. Wird er durchhalten? Wir werden sehen.
Und für die gänzlich Unersättlichen, die nach Bonusmaterial verlangen und unbedingt eine Blick hinter die Kulissen erhaschen möchten, wird heute am Ende des Beitrages ein Outtake als besonderes Schmankerl gereicht.

Film ab! 🙂

 

Hat Sie nun endlich ebenfalls die Sensationslust gepackt oder sitzen Sie noch immer träge in Ihrem Ohrensessel?
Los, auf gehts! Und sagen Sie sich stets: „Ich bin eine Sensation, die Welt wartet nur auf mich!“ Dann werden Sie schon bald auf den Titelseiten sämtlicher Gazetten erscheinen, Ihr Nachbar wird den roten Teppich für Sie ausrollen und die Weltsensationslawine, die von Herrn Ösi so sensationell ins Leben gerufen wurde, bleibt weiter in Gang 🙂

 

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Rennfahrer Bieberle … volle Möhre …

So, nun ist die Osterzeit vorüber und das Aprilwetter macht sich mit wankelmütigen Schnee-und Sonneneinlagen vielerorts unbeliebt. Doch haben Sie sich einmal gefragt, womit die Hasen, die an Ostern eifrig die Nester und Eier verstecken, nun den Rest des Jahres ihre Zeit verbringen? Auf der faulen Haut scheinen sie in keinem Falle zu liegen. Zumindest nicht auf der Alm. Wir haben hier einen ganz umtriebigen Hasen, den werten Benny Bieberle. Sobald die Ostervorbereitungen und das anschließende Osterfest vorüber sind, schnappt er sich seine „Möhre“ und trainiert. Sie müssen wissen, die „Möhre“ ist eine vierrädrige Karotte, die unser Benny in mühevoller Kleinarbeit zu einem rasenden Rennwagen umgebaut hat. Mit diesem ungewöhnlichen Gefährt fährt er über Stock und Stein, dreht an den ungewöhnlichsten Orten seine Runden. Denn eines Tages will Benny Bieberle in der flotten Karotte auf dem Hockenheimring über die Piste sausen und als erster Rennfahrer mit Langohren in die Geschichtsbücher eingehen. Und so fährt er unermüdlich und braust bereits seit Stunden auf dem Fensterbrett in unserem Wohnzimmer hin und her. Das schlechte Wetter zwingt ihn einmal mehr zu diesem eingeengten Parcours. Doch unser Benny ist überzeugt, dass er so seinen Fahrstil um einige Raffinessen erweitern kann.

Sehen Sie selbst 🙂

 

Und wie sieht es bei Ihnen zu Hause aus? Werden Ihre Blumenbeete ebenfalls von rasenden Hasen in pfeilschnellen Karotten durchpflügt oder die Vitrine mit dem Meissner Porzellan unsicher gemacht? 🙂

 

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